damit das jetzt mal in geregelte Bahnen kommt, gibt es hier nun den offiziellen Thread dazu.
Das offene Sommertreffen der HSG Hannover, Braunschweig und Umgebung findet am
17.07.2021 in Hannover statt. Beginn 11.00
Es sind ohne weitere mitgebrachte Sitzgelegenheiten 11-12 Plätze vorhanden, bei mehr Teilnehmern müssen Sitzgelegenheiten und ggf. Klapptische mitgebracht werden.
Es ist geplant, im Laufe des Tages zu grillen. Dafür sollte sich jeder etwas mitbringen. Salate wären auch nicht schlecht.
Hörtechnisch sind kleinere Setups machbar. Es gibt Raum in der Gartenlaube, ca. 16m². Verstärker und CD-Player sind vorhanden.
Denkbar sind auch Freifeldmessungen im Garten.
Ansonsten steht der entspannte Austausch im Vordergrund, auf den wir ja lange in dieser Form verzichten mussten.
Bitte meldet Euch hier im Thread an, damit wir einen Überblick bekommen.
Ach ja, wir werden natürlich die geltenden Corona-Regeln beachten.
auch diesmal stelle ich wieder eine Box vor, die wie die Eala schon fertig entwickelt ist. Auf die Idee, sie auch hier zu präsentieren hat mich nicht zuletzt auch der Thread zur "Dirty Dörte" gebracht, denn auch die RB3GHP-250 ist ein passiver 3-Wegerich im Retro-Format. Auch ist ein Beitrag von Franky, in dem er seine Unlust an ein paar Projekten weiterzuarbeiten verkündet hat, nicht ganz unschuldig an diesem Thread. Denn: auch auf diese Kiste hatte ich lange keine Lust mehr.
So sieht sie aus:
[ATTACH=CONFIG]61161[/ATTACH]
Anstoß zu der Entwicklung gab ein 10-Zöller aus dem Restpostenangebot vom HiFi-Lager. Die Optik schrie geradezu nach der Verwendung in einem 3-Weger der "guten alten Zeit". Bestellt, TSP gemessen... war nichts. Qts bei irgendwas um 0,9 und Vas jenseits der 120 Liter. Zumindest habe ich jetzt ein paar 10-Zoll Passivmembranen rumliegen. Wer weiß, wann man die mal braucht
Das Konzept an sich stand aber schon und hatte sich in meinem Kopf festgesetzt. Es sollte ein ca. 35 Liter großes, geschlossenes Gehäuse sein. Also musste Ersatz her. Mein Freund Oli brachte mich dann auf ein Chassis aus der Dayton DC Classic Serie: DC250. Wie der Name schon impliziert, sieht auch dieses Chassis eher klassisch aus. Entsprechend wurde ein Paar geordert und DATS angeworfen:
[ATTACH=CONFIG]61149[/ATTACH]
Die TSP wurden anschließend in AJHorn gehackt und dabei folgendes simuliert:
[ATTACH=CONFIG]61150[/ATTACH]
Schwarz = 35 Liter CB
Rot = 35 Liter GHP @ 470µF
Da kann man nicht meckern. Akustisch misst sich das gute Stück folgendermaßen:
[ATTACH=CONFIG]61152[/ATTACH]
Als nächstes wurden Spielpartner gesucht. Für den Hoch- und Mittelton standen mehrere Treiber zur Auswahl. Im Hochton fiel die Wahl auf die von Peerless / Tymphany stammende Kalotte BC25TG15-04. Im Mittelton wollte ich zunächst ebenfalls eine Kalotte einsetzen und entsprechend wurde eine solche bestellt: Dayton RS52AN-8. Diese Dinger strahlen unheimlich breit ab und auch wenn vorhersehbar war, dass das eher nichts werden würde, wurde das gute Stück auf einer Testschallwand mit den angedachten Maßen gemessen. Ergebnis: stahlt zu breit ab, fiese Störungen die zum Großteil auf Schallwandeinflüsse zurückzuführen waren - kurz: das war mir nichts. Dayton's DC-Classic Serie bietet neben dem Tieftöner aber auch kleinere Chassis an - so zum Beispiel den DC130B-8, der sich optisch gut in das Bild fügte. Dieser misst sich so:
[ATTACH=CONFIG]61151[/ATTACH]
Der Vollständigkeit halber hier noch die Messung des HT:
[ATTACH=CONFIG]61153[/ATTACH]
Alle Messungen wurden in VituixCAD importiert und ich hatte auch relativ schnell eine Abstimmung gefunden, die zumindest augenscheinlich nicht schlecht aussah. Die simulierte Weiche wurde auch aufgebaut und ich musste feststellen: klingt nicht! Der Mittelton war viel zu prominent, Männerstimmen klangen, als wären sie in ein Megaphon gesprochen. Topfig, trötig, hohl. Viel wurde rumprobiert und experimentiert, aber dieser Megaphon-Klang wollte einfach nicht verschwinden. Nach einigen Tagen und Wochen des Rumprobierens hatte ich dann keine Lust mehr auf die Kiste. Ende. Das wars. Durch den Kamin soll sie gehen! Naja... zumindest hab ich sie fast ein Jahr in der Ecke stehen lassen und sie mit dem A**** nicht mehr angesehen. Mir wollte sich nicht erschließen, warum die Kiste so klingt.
Nach der Abstinenz und anderen Projekten habe ich sie dann wieder aus der Ecke geholt und nochmal von vorn begonnen. Zumindest neue Messungen angefertigt und alle Simulationen gelöscht, um auf grüner Wiese wieder anzufangen. VituixCAD bietet neben der Ansicht des Achsfrequenzganges und dem Verhalten unter Winkeln auch die Möglichkeit, sich den "Energiefrequenzgang" ähnlich wie in BoxSim anzuzeigen. Und hier zeigte sich auch das Problem: im Mittelton wurde einfach unheimlich viel Energie in den Raum abgegeben.
Folgende Abbildung entspricht nicht der ursprünglichen Weiche, sondern soll nur zeigen was passiert, wenn man versucht mit dieser Bestückung und dieser Schallwandbreite einen glatten Achsfrequenzgang hinzudengeln:
[ATTACH=CONFIG]61154[/ATTACH]
Diese Abbildung zeigt genau das, was oben schon angesprochen wurde: viel Energie im Mittelton. Bestenfalls sollte sich hier ein leicht fallender Verlauf einstellen, damit die Kiste nicht anstrengend klingt und langzeittauglich ist.
Entsprechend habe ich dann versucht, mich auf die Energieabgabe zu konzentrieren. Das Resultat sah dann so aus:
[ATTACH=CONFIG]61155[/ATTACH]
Leicht fallender Frequenzgang auf Achse, leicht fallende Energieabgabe. Hier noch die dazugehörigen Winkelmessungen:
[ATTACH=CONFIG]61156[/ATTACH]
Die kleine Senke bei 1,8kHz ist den Schallwandmaßen zuzuschreiben und ließe sich nur durch eine andere Positionierung des MT vermeiden (z.B.: MT und HT tauschen). Hier ging es aber auch um die Optik, weshalb das so geblieben ist. Zumal die Senke unter Winkeln einigermaßen ausgeglichen wird. Die abschließende Messung sah wie folgt aus:
[ATTACH=CONFIG]61157[/ATTACH]
Messungen sind natürlich nur das eine. Es muss auch den Ohren zusagen. Und da kann ich nur sagen: das passt! Nichts ist mehr übrig von dem ehemals vorhandenem "Megaphon-Klang". Insgesamt ein für mich klanglich ausgewogener Lautsprecher. Lautsprecher mit diesem Abstahlverhalten ist natürlich nichts für kahle Räume, in denen sie möglicherweise auch noch recht nah an den Seitenwänden stehen. Das sollte man bedenken.
Die Impedanz zeigt sich wie folgt:
[ATTACH=CONFIG]61158[/ATTACH]
Das Impedanzminimum liegt bei genau 5 Ohm.
Wie schaut sie nun aus, die Weiche?
[ATTACH=CONFIG]61159[/ATTACH]
Der Bauteileaufwand ist für einen 3-Weger meiner Meinung nach absolut vertretbar. Auch reißt sie keine großen Löcher in den Geldbeutel.
Abschließend noch der Bau- und Bedämpfungsplan:
[ATTACH=CONFIG]61160[/ATTACH]
Alle Einzelheiten zur RB3GHP-250 sind auch auf meiner Homepage zu finden.
P.S.: ein Finish haben sie leider noch nicht erhalten. Was das betrifft, bin ich immer recht einfallslos und nach dem Aufbau eines Lautsprechers meist in Gedanken schon wieder beim nächsten Projekt. Wie viele Paar Lautsprecher hier in feinstem "MDF-roh" rumstehen, sag ich besser nicht
In meinen LAs muss ich die Kunststoffkörper der Mini-BBs flächig auf Buche kleben. Im Prototyp habe ich dazu UHU por verwendet, weil ich den gerade da hatte. Jetzt habe ich aber mal Klebeversuche mit den abgesägten Gehäuseresten gemacht und festgestellt, dass UHU por diesen Kunststoff kaum klebt. Es klebt ungefähr so gut wie TESA und lässt sich auch genau so leicht - vielleicht sogar noch leichter - wieder trennen.
Beim Zersägen der Mini-Boxen - je 4 Schnitte an 75 der kleinen Böxchen - hatte ich den Eindruck, dass die Schnittleistung meines hartmetallbestückten Sägeblatts deutlich nachließ. Ich könnte mir vorstellen, dass dafür eine Glas(-kugel-)füllung im Kunststoff verantwortlich ist. Andererseits halte ich die Verwendung eines glasgefüllten Kunststoffes für so ein billiges Consumerprodukt doch auch für unwahrscheinlich.
Hat einer von euch Ahnung um was für einen Kunststoff es sich hier handeln könnte, und womit man den am besten mit Buche verkleben sollte?
Womit verklebe ich am besten - dauerhaft und luftdicht - Alu und MDF?
Ein erster Versuch mit UHU Plus klebt zwar, da ich aber 24 je etwa 400mm lange und 9mm breite Klebestellen habe hätte ich lieber etwas aus einer Tube das man nicht erst lange anrühren muss, was schnell und einfach aufzubringen ist, und was auch etwas schneller aushärtet als UHU plus.
Der ein oder andere hat's ja vielleicht schon bemerkt: ich habe ein bisschen Interesse entwickelt an mehrfach bestückten Hörnern nach Art der Synergy-/Unity-Hörner. Was ich ziemlich auffällig finde: im deutschsprachigen Raum findet man praktisch nichts darüber. Englischsprachig sieht das schon deutlich anders aus.
Damit man ungefähr weiß, worum es geht, hier ein Wikipedia-Artikelabschnitt auf englisch:
Mich würde erstmal interessieren, was ihr davon haltet. ich selbst finde interessant daran, wie tief offenbar ein kontrolliertes Abstrahlverhalten dadurch realisierbar zu sein scheint. Wenn man das im Bass dann noch durch eine Kardoid-Konstruktion ergänzt.....:danke:
Was sind eure Gedanken dazu? Lohnt es sich, sich damit mal was ernsthafter zu beschäftigen?
bin auf der Suche nach einem 8" TMT in 8 Ohm der Heimkinotauglich ist und am besten in Kombination mit einem HT21+CDX1-1747 (da schon vorhanden) funktionieren könnte.
Inspiriert dazu hat mich das Voice Horn aus K+T 4/2020. Wobei dort ja der 22W-4534G00 in 4 Ohm zum Einsatz kommt und HT-Treiber ja der 1445 ist. Jetzt wäre ja das naheliegenste es einfach mit der 8 Ohm Version des ScanSpeak TMT´s zu versuchen. Nur die Frage ist, ob das wirklich Sinn macht und funktionieren könnte oder ob man gleich einen komplett anderen TMT nehmen sollte? Wichtig sind die 8 Ohm da der vorhandene Verstärker mindestens 6 Ohm als untere Grenze fordert. Ich weiß das es da wohl noch Spielraum gibt, will trotzdem nix riskieren.
Volumen wäre wie beim Voice Horn maximal 30 Liter.
Momentan hänge ich beim Beyma 8P300Fe fest. Nur da ist die Frage ob der ausreichend Bass macht um in Kombiantion mit einem Subwoofer Heimkinotauglich zu sein. 10" wäre schon wieder zu breit.
Würde mich freuen wenn Ihr mir da ein paar anregungen liefern könntet.