![]() |
|
Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - Druckversion +- diy-hifi-forum.eu (https://diy-hifi-forum.eu) +-- Forum: Lautsprecher (https://diy-hifi-forum.eu/forumdisplay.php?fid=200) +--- Forum: Gehäusekonzeption und Gehäusebau (https://diy-hifi-forum.eu/forumdisplay.php?fid=206) +--- Thema: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien (/showthread.php?tid=22151) Seiten:
1
2
|
Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ax3 - 24.12.2025 Es gibt einige Tests zu Gehäusematerialien von Klang & Ton, Hobby Hifi und anderen Zeitschriften im Ausland zum Resonanzverhalten von Gehäusematerialien. Zudem gibt es einige Whitepaper von Firmen, wie KEF und Fink, sowie die Forschungen der BBC in den 1960er Jahren zu diesem Thema, die dann auch in der Entwicklung einiger Lautsprecher mit resonierenden Gehäusewänden mündete. Ab und zu kommen immer mal wieder Fragen und Diskussionen zum Thema und es wäre gut, wenn man die vorhandenen Forschungen und Tests dazu ein wenig in diesem Thread bündeln könnte. Das erste, woran ich selbst mich erinnern kann, war ein umfangreicher Test der üblichen Materialien in einem Elektor Sonderheft zum Selbstbau aus Anfang der 1980er Jahre. In diesem, wie auch anderen Tests waren mehrschichtige Aufbauten den anderen überlegen, wenn ich es richtig erinnere. Ich gehe nochmal selbst auf die Suche nach meiner Elektor Sammlung, aber ich fürchte, dass die nicht mehr auffindbar oder verrottet ist. Wäre schön, wenn ihr hier mitsammeln würdet, wo sich Interessantes und möglichst Verifiziertes zu Gehäusematerialien, zu Gehäuseresonanzen und deren Eliminierung oder Nutzung finden lässt. Kurz und inhaltlich eingeschränkt von der Stereoplay https://www.hifi-selbstbau.de/images/Stereoplay-Hurricane.pdf Seiten 8 und 9 RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - 4711Catweasle - 24.12.2025 (24.12.2025, 10:32)ax3 schrieb: Das erste, woran ich selbst mich erinnern kann, war ein umfangreicher Test der üblichen Materialien in einem Elektor Sonderheft zum Selbstbau aus Anfang der 1980er Jahre. Moin, ich erinnere mich ebenfalls irgendwo im Archiv einen Elektor Artikel von Friedemann Hausdorf (Ende 80er ?) darüber zu haben. Kann sein das wir den gleichen Artikel meinen? Dort wurde mit (kalibriertem !) Schwingungsaufnehmer im Verhältnis zum Direktschall gemessen. Plattenmaterial,Composite, unterschiedliche Versteifungen..... Aus dem Artikel (und eigenen Erfahrungen) ist meine pragmatische Art Gehäuse aufzubauen entstanden.
RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ax3 - 24.12.2025 Ja, möglich, dass wir denselben Artikel meinen. Hast du ihn noch? https://www.tonestack.net/articles/speaker-building/cabinet-sound-insulation-measurement.html https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/differences-in-klippel-nfs-measurements-based-on-enclosure-thickness-and-bracing.54902/ PS Ich meine allerdings, dass es um 1982 war und Guido J. Wasser seine Grönemeyer Box mit dem PSL 320 vorgestellt hat RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - 4711Catweasle - 24.12.2025 (24.12.2025, 11:00)ax3 schrieb: Hast du ihn noch? Gerade Quergelesen - ist von Friedemann Hausdorf und vermutlich später als Dein Artikel. Da ist die 19mm Spanplatte mit 3 Versteifungsbrettern zur gegenüberliegenden Wand am besten weggekommen. Zwischen Weihnachten und Neujahr kann ich mal (wenn gewünscht) die einzelnen Tests und Ergebnisse rausschreiben.
RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - JFA - 24.12.2025 (24.12.2025, 11:00)ax3 schrieb: https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/differences-in-klippel-nfs-measurements-based-on-enclosure-thickness-and-bracing.54902/ Interessante Messung, ich befürchte nur, dass da eine "akustische" Gehäuseresonanz gemessen wurde, keine "mechanische" der Wände. Die passt nämlich ganz gut zur Gehäusetiefe (und Höhe, aber wegen der Position des Treibers wird die kaum angeregt). Was dann natürlich die Frage aufwirft, warum sich die Versteifung so stark auswirkt. Irgendwelche Effekte der Unterteilung des Gehäusevolumens? Resonanzen des Luftvolumens treiben allerdings auch immer die Gehäusewände an, allerdings habe ich das erst einmal vergleichbar stark gesehen. Eine lange Aluminiumsäule, da kam ich mit Dämpfung nicht mehr weiter und nur eine Versteifung auf halber Höhe tates dann. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - walwal - 24.12.2025 Da kann ich was anbieten: https://forum.visaton.de/forum/messtechnik-und-simulation/17429-messungen-der-d%C3%A4mmung-von-geh%C3%A4usew%C3%A4nden?t=20001&highlight=alubutyl walwal;n696546 schrieb:Aus heutiger Sicht würde ich 2 Lagen Alubutyl innen als Optimum (Wirkung und Aufwand) ansehen. Als Vorstrich eine dünne Lage Kontaktkleber aufbringen, das bindet den Staub und verstärkt die Haftung. Bitumen ist zu aufwändig und härtet mit der Zeit aus. Meine Vergleichsmessungen dazu: Fazit: Die endgültige Hitparade: 19 mm Span.............................................. ... 0 Punkte.....Note 6 + 4 mm Bitumen........................................... 12......................5 + 2,5 mm Alubutyl (2017 mit Zwischenlage)......19........................4 + 2,5 mm Alubutyl........................................21 + 4 mm Bitumen + 8 mm Fliese......................24.................... .....3 + 4 mm Bitumen + 5 mm HDF........................31 + 2 Lagen Alubutyl 2,5 mm + Alublech.............34 + 8 mm Bitumen + Alublech...........................37............. ..........2 + 2 Lagen Alubutyl 2,5 mm.............................38 + 4 mm Bitumen+ 1 mm Alu...........................42 + 4 mm Bitumen + 3 mm Aludibond.................47...................... ..1 + 2 Lagen Alubutyl 2,5 mm + 3 mm Aludibond...48 Zwei Lagen übereinander (Span-Butyl-Folie-Butyl-Folie-beidseitiges Klebeband-Aludibond) Tja, viel hilft viel Auf das Alubutyl noch Alublech aufzukleben, nutzt nichts. Bitumen + Alublech wirkt sehr gut, 2 Lagen Alubutyl + 3 mm Aludibond führt zu noch besseren Ergebnissen. (Vermutung: leicht, aber stabil mit zusätzlicher Dämpfung durch den Kern aus PE), aber wesentlich teurer. 4 mm Bitumen + Aludibond ist fast gleich gut. Informationen zu Dibond® DIBOND® ist eine äußerst stabile Aluminiumverbundplatte mit einem Kern aus Polyethylen und zwei Aluminium-Deckschichten. Die Kombination aus Aluminium und Kunststoff ermöglicht bei gleicher Dicke im Vergleich zu Vollaluminium eine erhebliche leichtere Verarbeitung bei wesentlich geringerem Gewicht. Vorder- und Rückseite sind im Coil-Coating-Verfahren nach ECCA-Standards einbrennlackiert und in den unterschiedlichsten Farben und Oberflächen erhältlich. Zuletzt geändert von walwal; 28.03.2017, 12:39. Neue Tests: 1. Butylkautschuk wirkt besser als Bitumen 2. Besser als eine schicht Butyl + Deckschicht auf der Innenseite wirkt eine Zwischenschicht, also zB 8 mm MDF + 4 mm Butyl + 8 mm MDF. Ist aber schwieriger herzustellen. Habe einen Kugel-Klopftest entwickelt Genauigkeit +- 1 dB 10 mm MDF 67 dB 20.............. ..64 Bitumen mittig 59 Bitumen + Alu 61 Tischlerplatte 16 mm 64 HDF 8 mm 73 Span 16 mm ........ ....... 63 Alu 10 mm ..... .......... 74 Schamottestein 50 mm... 49 Passt. ![]() Und jetzt: Königsmord Statt 4 mm Bitumen mittig 2 mm Butyl (ohne Alu)....57 Für 4 mm hatte ich zu wenig Butyl, aber klar ist: Butyl wirkt besser als Bitumen (wahrscheinlich, weil es weicher ist). Das optimale Sandwich würde dann sein (spekulativ): 10mm MDF/ 5 mm Alubutyl/10 mm MDF. Dazu 2,5 mm Alubutyl auf je 10 mm MDF mit der Aluseite verkleben und zusammenklappen, fest und lange pressen, etwas erwärmen. Oder so ähnlich. Reckhorn bietet neuerdings auch Butyl ohne Alu an, das ist perfekt als Mittelschicht, einfach mehrere Lagen übereinander legen, das ist selbstklebend. Hörtests gab es auch sowie Messungen bei Visaton. Vor allem 2-Weger und Breitbänder profitieren vom Sandwich, da 3-Weger ein eigenes Mitteltongehäuse haben. Das kann man auch als Sandwich ausführen. Viele Hersteller von Fertigboxen wenden ein Sandwich an. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - linux1972 - 17.01.2026 Hallo, ggf. etwas off-Topic: hat eigentlich jemand einen Tipp für ein Körperschall-Mikrofon oder Beschleunigungssensor, mit dem man Gehäuseschwingungen, insbesondere Resonanzen, objektiv Messen und bewerten kann. Am Besten mit USB und natürlich kostengünstig. M.E. muss man bei einer bestehenden Konstruktion messen um die Auswirkung bewerten zu können und gezielt Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Gruß aus MA Achim RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - walwal - 17.01.2026 Smartphone mit App zur Beschleunigungsmessung geht. Das Problem ist aber bei all diesen punktuellen Messungen, dass sie eben nur für diesen Messpunkt gelten. Deswegen habe ich den Schall gemessen. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - walwal - 17.01.2026 Da gibt es mehr Infos: https://waveguide-audio.de/mess-setup-fuer-vibrationensmessungen.html RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - TomBear - 17.01.2026 Timmermans hatte in einer HH auch mal Messungen gehabt. Leider hab ich fast alle Hefte , auch alte K&T entsorgt. Da ich dieses Jahr endlich meine LS bauen will habe ich folgendes vor: Aus Kostengründen nehme ich vorhandene OSB-Platte. Als vor einiger Zeit in der Nachbarschaft eine Wohnung modernisiert wurde konnte ich mir etwas hochwertiges Laminat (sauschwer) sichern. Das wird von innen aufgeklebt. Eine günstige Lösung die auch was bringt. Constraint-Layer-Damping für Arme halt. Gruß Tommi RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ArLo62 - 17.01.2026 Klang und Ton gibt es auch auf CD gesammelt. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ra 31 - 17.01.2026 (17.01.2026, 11:19)TomBear schrieb: Aus Kostengründen nehme ich vorhandene OSB-Platte. Als vor einiger Zeit in der Nachbarschaft eine Wohnung modernisiert wurde konnte ich mir etwas hochwertiges Laminat (sauschwer) sichern. Das wird von innen aufgeklebt. Eine günstige Lösung die auch was bringt. Constraint-Layer-Damping für Arme halt. arbeiten mit dem was da ist - find ich gut. gruß reinhard RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ArLo62 - 17.01.2026 Sehe ich auch so! Allerdings wenn ich schon 1000 € in die Chassis stecke und 400 € in die frequenzweiche stecke, dann möchte ich auch ein vernünftiges Gehäuse dazu, was auch passt. Für Funlautsprecher oder zum Testen kann man nehmen was gerade da ist. Wenn man was baut fehlt ja aber genau immer gerade das was nicht da ist.
RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - TomBear - 17.01.2026 Hi Arnim Du meinst das warscheinlich pauschal. Ich bin in anderen Preisrergionen unterwegs. Kaufe günstig und benutze was da ist: Monacor SPH 176 für 75,- das Paar. Sollen in ca. 22 Liter CB bis ca. 300 Hz laufen. Darüber Fostex FE 127 FE von ACR. Liegen seit ca. 25 Jahren hier rum. Ab ca. 6-9 kHz hab ich noch AMT´s aus meinen ELAC BS 203.2. Liebäugel aber mit günstigen Bändchen. Für Untenrum hab ich hier im Forum günstig einen schönen 15´ für OB erstanden. Wollte immer mal einen Dipol-Sub hören. DSP über Software, ein fast 20 Jahre altes Audio-Interface (EMU 1616m) und ein selbstgebauter 8 Kanal Amp hier aus dem Forum sollten meine 17 qM gut rocken. Wird aber wie ihr selber kennt etwas länger dauern bis das alles passt. Gruß Tommi RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - walwal - 17.01.2026 Naja, Alubutyl kostet für 2 m² 30 Euro. Verstrebungen kosten fast nix, Dämmwolle ebenso - und fertig. Große Forschungen zur Suche der "Resonanzstellen" braucht man auch nicht, denn die werden wirksam bedämpft durch das ganzflächige Sandwich. Ob man Span oder MDF nimmt-wurscht, beides ist preiswert. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - TomBear - 17.01.2026 Hi walwal. Besser geht immer, aber zu welchem Preis? Laminat gabs für lau und hat ja auch eine dämpfende Zwischenschicht. Ist halt eine Resteverwertung. Best bang for the Price. Gruß Tommi RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - wgh52 - 17.01.2026 Liebe Boxenfachleute, ich hoffe Ihr erlaubt eine Fragestellung von einem "Laien", der gerade eine alte Presspanbox aufmotzt, weil er (also ich ) kein neues Gehäuse hinkriege...Das (geschlossene) Grundgehäuse ist aus >40 Jahre altem, furniertem, 19mm Presspan, das ich mit 9mm Birkenmultiplex zur Wandverstärkung (geklebt) aufdoppele. Die Schallwand wird zusätzlich nochmals mit 21mm Birkenmultiplex verstärkt (und aufgeklebt). Die (alten) Innenmaße sind H99xT30xB19cm³, Nettovolumen also ca. 55Liter und der Übergang TT>MT liegt bei 300Hz. Die Aufdoppelung soll die Wände verstärken, aber die Boxen nicht zu sehr vergrössern und eine neue, stabilere Schallwand für eine komplett neue Bestückung der Gehäuse ermöglichen. Meine Frage: Wie sollte ich den Innenraum bezüglich Verstrebungen und Wanddämmung gestalten? Falls meine Frage hier off-topic is, bittegebt Bescheid, dann mache ich einen eigenen Thread dazu auf, aber hier sind halt die Fachkollegen bereits versammelt... ![]() Danke für Eure Antworten und viele Grüße, Winfried RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - walwal - 18.01.2026 Bassabteil mit Innenstreben Wand zu Wand und das Mitteltonabteil mit 2 Lagen Alubutyl beruhigen. Auch das Bassabteil kann (muss nicht) mit 2 Lagen Alubutyl belegt werden. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - 4711Catweasle - 18.01.2026 Moin Winfried, Innenstreben Wand zu Wand würde ich ebenfalls empfehlen. Beim Aufbau neuer Gehäuse nutze ich gern Ringsteifen aus der ganzen Platte - wird in Deinem Fall nicht klappen. Alternativ finde ich das "verspannen"von parallelen Wänden zueinander sehr interessant. Hat z.B. die K+T bei der Nada mit Gewindestangen gemacht - auf dem Bild sind die äußeren Verschraubungen der Gewindestangen zu sehen: ![]() Bei einem Dipol habe ich mit der Technik stark resonierende Seitenwände gut beruhigt bekommen. RE: Tests und Forschungen zu Gehäusematerialien - ArLo62 - 18.01.2026 Zu der Verstrebung habe ich auch noch eine Frage offen, bitte, bitte. ![]() https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php?tid=22186&pid=331348#pid331348 |