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Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Druckversion

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Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - TomBear - 08.01.2026

Hi zusammen.

Möchte gerne für einen guten Freund eine kleine aber gute Anlage zusammenstellen. Er interessiert sich auch schon seit über 40 Jahren für Hifi im bezahlbaren Bereich. Das heißt 3- Anfang 4 stellig pro Komponente.
Die letzten Jahre hatte er Elektronik von NAD, die kleinen Kisten von ProJect, Audiolab Omnia und zuletzt einen kleinen Denon-Amp. LS waren 3 Modelle von Acoustic Energy und Kompaktlautsprecher von Klipsch mit passenden 10´Sub. Vor über 20 Jahren hab ich Ihm mal CT 175 mit Mivoc-Chassis gebaut.
Jetzt kommt aber mein Problem weswegen ich Heim groß geschrieben habe:
Mein Kumpel hat COPD und ist letztes Jahr mit 61 ins Pflegeheim gekommen. Er hat sich in einer Ecke seine Anlage aufgebaut und kann auch in Zimmerlautstärke  Musik hören. Die anderen Bewohner bekommen das ja nicht mit.
Jetzt ist er andauernd dabei die Geräte zu wechseln. Er hat z.B. seine Standlautsprecher verkauft und über die Bucht 3 Kompakt-LS ( Canton, Magnat) aus den 90´ für jeweils unter 100,- gekauft.
Der Denon wurde auch gegen einen kleinen Chinakracher ausgetauscht. Sieht so aus als wäre er nicht zufrieden mit dem Klang. Deswegen bin ich am überlegen was das Beste für ihn wäre.
Die Musik kommt vom Laptop, CD und seinem bevorzugtem MD.  
Ich dachte an eine 4-Kanalendstufe/ Modul ( Wondom JAB 5 z.B.) mit DSP. Der Klipsch-Sub müsste aber mit eingebunden werden. Das ganze könnte man ja über Pre-Outs ansteuern.
Durch die 4 Kanäle könnte man kleine 2 Wege LS aktivieren oder bauen.
Was haltet Ihr von der Idee?
Alle Vorschläge sind willkommen.

Gruß Tommi


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Joern - 08.01.2026

Ja
Thema kommt mir bekannt vor - wenn die Lebensumstände sich ändern....

Kleiner Raum, kleine Speaker - davon gibt es genug auch "edles" im DIY.
Braucht es in dem kleinen Raum wirklich einen Sub ? Heute können auch kleine Speaker tief - gerade bei Zimmerlautstärke.
UNd - wenn jemand auf "analog" eingestellt ist/gross wurde, dann darf das Konzept auch bei "guter VV plus (pas-) Boxen" bleiben. Das hat ja auch eine subjektive Komponente.

Was ich mal klären würde: worin liegt seine Unzufreidenheit genau ? Was vermißt er wirklich ? Was soll besser werden ?
Also im Detail. Oder was WAR mal toll für ihn - auch wenn das subjektiv ist. ER soll ja zufrieden sein.
Seine Schwerunkte können da deutlich von Deinen abweichen.
Gutes Gelingen !


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Willi - 08.01.2026

Moin, ich werfe hier mal ein paar Sachen in den Raum.

Argon Audio Forte A5:
https://argonaudio.com/de-de/products/forte-a5-mk2

Betreibe ich an meinem PC, war früher am Fernseher im Büro. Top, kann MM, hast line Eingänge.
Subwoofer nicht nötig.


Argon Audio A55.
https://argonaudio.com/de-de/products/forte-a55-mk2
Steht im Büro und wird von meinem Fernseher angesprochen.
Auch kein subwoofer nötig.

Mision 773x.
https://www.mission-deutschland.de/produkte/elektronik/mission-778x
Den betreibe ich als VV an meinen Endstufen, Vollverstärker geht auch, klingt Super


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - ArLo62 - 08.01.2026

Wenn er nicht zufrieden ist, wo willst Du ansetzen? 
In einen Hifi Laden gehen und erst mal schauen was er will. Manche kann man nicht glücklich machen.


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Willi - 08.01.2026

(08.01.2026, 20:58)ArLo62 schrieb: In einen Hifi Laden gehen und erst mal schauen was er will. Manche kann man nicht glücklich machen.

So sieht es aus Arnim^^


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - TomBear - 09.01.2026

Hi zusammen.
Möchte Euch nicht zu nahe treten. Aber der sicherlich gut gemeinte Tipp von Arnim und Willis Zustimmen sind für mich, na ja, etwas befremdlich (sagt man das so?).
Wenn Jemand mit Anfang 60 wegen COPD ins Pflegeheim kommt will das was heissen.
Wenn mein Kumpel auf die Toilette muss braucht Er für die 3m den Rohlstuhl. Und wenn Er zurück ist schnappt Er erstmal nach Luft. Das zum Thema mal in den Hifi-Laden gehen.
Auch die vorgeschlagenen Geräte sind leider nicht das Richtige. Da die finanziellen Mittel bei Pflegebedürftigen auch nicht so prickeld sind, ist 700,- oder mehr schon eine Ansage. Ich dachte so an 400- 450,- komplett. Günstiger durch Gebrauchtkauf noch besser.
So, was will mein Freund oder was stört Ihn?
Da ich Ihn fast 30 Jahre kenne und ca. 3/4 der Musik von mir ist kann ich das wohl beantworten.
Er trauert immer noch seinen Kompakt-LS von Acoustic Energy nach. Ich meine die lagen damals bei 800,-. Gebraucht natürlich weniger. Dort hat im neben meinen AMT´s der Hochton gefallen. Schön auflösend aber nicht aufdringlich.
Desweiteren Dynamik schon bei kleineren Lautstärken. Er hatte meine Fostex FE 127 vor Jahren mal eine Zeit lang gehabt und letztens noch gesagt das er gerne mal wieder einen BB hören will. Aber ein BB alleine wäre wegen der Auflösung und der Bündelung auch nicht das Wahre. Manchmal liegt er nur im Bett und da würde es etwas dumpf klingen. Man bräuchte eine günstige Mischung.
Und ein Sub muss sein. Wir hören auch viel Musik mit Bass unter 40 Hz wie Massive Attack, Faithless, Peter Gabriel oder Pink Floyd. Muss ja nicht laut sein, aber Tief und Trocken.
Analog/ Vinyl scheint abgeschrieben zu sein. Als ich letztens da war hatte Er seinen REGA P1 abgebaut. Wahrscheinlich ist Ihm das Wechseln der Platten schon zuviel. Da ist eine Fernbedienung besser.
Beim nächsten Besuch frag  ich mal nach Budget, welche Komponenten noch da sind und mach mal ein Foto der Situation wenn Er einverstanden ist.
Für weitere Vorschläge bin ich sehr dankbar.

Gruß Tommi


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Joern - 09.01.2026

(09.01.2026, 12:22)TomBear schrieb: Er trauert immer noch seinen Kompakt-LS von Acoustic Energy nach. Ich meine die lagen damals bei 800,-. Gebraucht natürlich weniger. Dort hat im neben meinen AMT´s der Hochton gefallen. Schön auflösend aber nicht aufdringlich.

Hi
heute heißt die AE300-2

Gibt sogar Leute, die das zerlegen https://www.youtube.com/watch?v=3lm_zgUXw7Y - die kochen alle mit Wasser (wie wir auch)
Da ist ein SB13er Polymer-Bass drin und ne 28er Kalotte (SB? - vermutlich)
Vermutlich nur die Dustcap anderes ... 

Damit gibt es diverse Bauvorschläge im Netz - alles ähnlich und kein Geheimnis
Quasi die Nano-4 aus dem letzten Kontest - nur mit dem 13er.
Also Material sehr übersichtlich ....

Wenn Sub bleibt - dann konsequent als geschlossen. um 4liter/ca 90Hz


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - ArLo62 - 09.01.2026

Sorry wenn wir kein COPD Experten sind. 
Da die Ausgangslage der Anforderung sehr schwammig ist, DiY oder fertig? Er weiß nicht was er will. Budget gering. Bleiben nur die üblichen Verdächtigen über Teufel, Edifier.  Oder bei Kleinanzeigen nach was gebrauchten schauen, Celestion oder so. Ich habe öfter für andere mitgedacht und irgendwie liegt man immer daneben und dann geht das Geheule los. Zudem, das weißt du ja mittlerweile, dass der Raum die Musik macht. Ggf was ausleihen was man wieder zurückbringen kann aber in der unteren Preiskategorie schwierig, das macht kein Verkäufer.


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - mechanic - 09.01.2026

Hallo Tom,
nach deiner letzten Schilderung wird die Aufgabenstellung klarer.

Was ich empfehlen würde (habe ich drei davon) ist der Cocktailaudio X14. CA ist zwar pleite, ich habe in einem anderen Faden gerade darüber geschrieben, aber wenn man (gerade deshalb) sowas günstig gebraucht bekommen kann ...
Ich habe für den letzten in jungfräulicher Verfassung 220 € bezahlt.

Auf das Teil kannst du Musik aufspielen (externes CD-ROM auf intere Festplatte), mit Airable Radio hören (über Wlan) und ggf. auch Streamingdienste in Anspruch nehmen. Endstufe mit 2x 30W Class D ist auch drin. Braucht nur ein Pärchen Lautsprecher und kann dann alles mit einer Fernbedienung. Schön klein, passt in die kleinste Hütte!

Ach ja, per BT kann er auch vom Handy gefüttert werden und ein analoger RCA-Eingang kann z.B. den Fernsehton wiedergeben.

Nachtrag: Ja die Nano 4 ist ein genialer Tip! Und ich habe die auch gehört ...


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Udo - 09.01.2026

wegen der integrierten DSP-Funktion würde ich einen WiiM Amp (um 350Tacken) nehmen https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/wiim-amp-streaming-amplifier-review.52372/
- Subwoofer Ausgang incl. Hochpass für die Satelliten
- Raumeinmessung ist möglich
- umschaltbare Equalizer Preset's
- Digitaleingang (keine zusätzliche A/D Wandlung)

die Nano 4 habe ich noch nicht gehört, aber ich denke, gute Chassis (SB Acoustics/Scan Speak) für kleines Geld (200Tacken das Paar)
sowas in der Richtung im Selbstbau zusammen mit dem vorhandenen Klipsch Subwoofer und man hat schon was ordentliches.

Grüße Udo


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - linux1972 - 09.01.2026

Hallo,

wenn es kompakt und preiswert sein soll, würde ich Richtung Studio-Monitor schauen. Da gibt es z.B. die JBL305 für 130€ das Stück, an denen gibt es nicht viel auszusetzen. Vorne dran einen "Wondom TPA1100 DSP BT Mono- Endstufe JAB3+". Das Teil könnte z.B. einen 6" oder 8" Subwoofer treiben, kann per Bluetooth "Bestreamt" werden, macht über den DSP die FW zw. Sub/Sat und die "over all" Raumkorrektur. Budget ca. 400€ plus Holz für den Subwoofer und Kleinkram.
Beim Tieftöner für den Sub würde ich Dir z.B. den Sica 6.5H1.5 ans Herz legen. Der geht in 20l BR bis 40Hz mit 104dB Maximalpegel. Gibt aber bestimmt auch bessere SW-Chassis.
Gruß aus Ma
A.

Sorry, mein Beitrag geht vermutlich an der Aufgabenstellung vorbei, anfangs nicht richtig gelesen. Ich lasse es trotzdem mal stehen.

Gruß


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - ra 31 - 09.01.2026

wollt ich auch grad antworten - die jbl sind wohl ungeschlagener P/L-sieger und haben auch eine rel. breite abstrahlung. und ich glaub, ich bin nicht der erste, der der meinung ist, dass das mit selbstbau einfach nicht zu stemmen ist.
gruß reinhard


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - linux1972 - 09.01.2026

Es ist schon eine Weile her, dass ich die bei Session-Music gehört habe. Damals kam ich zum Ergebnis, das die Teile echt ordentlich klingen. Wenn man preislich noch weiter runter geht kommt man unweigerlich in den Bereich Brüllwürfel/Spielzeug. Aber eben davon sind die JBLs weit entfernt.
Gruß


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Udo - 09.01.2026

(09.01.2026, 12:22)TomBear schrieb: ... für die 3m den Rohlstuhl. Und wenn Er zurück ist schnappt Er erstmal nach Luft ...

angesichts dessen ist ein fernsteuerbares System eigentlich Pflicht.
Nix gegen Wondom aber es ist doch eine Frickelei (SigmaStudio/USBI Programmer/umständliche Quellenauswahl usw.)
nachträglich was ändern ist ziemlich aufwändig

wenn ich das richtig verstanden habe, ist ein aktiver 10Zoll Klipsch-Subwoofer vorhanden.
@linux1972 warum den gegen einen 6Zoll Tieftöner mit TPA3116 (max. 30Watt an 8Ohm) tauschen ?
100 Watt sind Phantasieangaben bzw. nur mit einem 2 Ohm Lautsprecher möglich.

Grüße Udo


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - linux1972 - 09.01.2026

s.o.: Sorry, mein Beitrag geht vermutlich an der Aufgabenstellung vorbei, anfangs nicht richtig gelesen. Ich lasse es trotzdem mal stehen.


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - Udo - 10.01.2026

wie wär's mit einer Challenge 450€ (Verstärker + Lautsprecher) hier im Forum ?


RE: Kleine HEIM-Anlage. Optimale Verstärkerlösung gesucht. - TomBear - 10.01.2026

Hi Udo.
Ja ferbedienbar ist ein Muss. Dewegen fänd ich es am besten wenn er den Denon als Schaltzentrale benutzt. Vielleicht hat er auch noch die kleinen ProJect-Kistchen. Die haben ja für 350,- einen kleinen DA-Wandler mit Lautstärkeregelung.
Dahinter dann eine DSP-Endstufe, am besten mit 4 Kanälen. Und im günstigen Bereich kenn ich nur Wondom. AX3 spielt ja auch mit denen:
https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php?tid=22142
Und einmal eingestellt brauch man auch nichts mehr machen. Aber anstatt immer neues zu kaufen ( gebraucht) und evt. wieder mit Verlust zu verkaufen, könnte er sich an sein Klangbild herantasten.
Macht ja auch Spass wenn man notgedrungen viel Zeit hat.
Im Moment würde ich folgende Lösung bevorzugen, da alles aus einer Hand:
https://www.boomaudio.de/signus-2-wege-dsp-aktivlautsprecher
340,- das Paar ohne Gehäuse. Nehme ich nur die Chassis spare ich ca. 180,-. Dafür bekomme ich die 4-Kanalenstufe JAB5 (80,-),  Programmer und Kabelsatz (35,-) und hätte noch 65 für ein kleines Netzteil und etwas Holz. Kleinteile hab ich das Meiste. Ich läge damit bei max. 400,- wenn das Gehäuse für die Endstufe nicht zu teuer wird.

Gruß Tommi