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Verstellbare Spule
#1
Hallo zusammen,

das Thema einstellbare Spule für die Entwicklung kommt ja immer mal wieder auf.

Falls es noch nicht bekannt ist, Audio Tschentscher liefert auf Nachfrage die I-Kern-Spulen mit losem Kern.

Der sitzt ggfs. direkt nach Lieferung etwas straff. Ich habe ihn mit ein wenig Silbergleit gängig machen können. Etwas Öl hätte es wohl auch getan.

Durch das Verschieben des Kerns läßt sich zB eine 1,2 mH-Sple zwischen 0,12 und 1,2mH kontinuierlich einstellen. Die 10- bis 100%-Regel gilt in etwa für alle Nennwerte, so meine Erfahrung mit einer 1,2er und einer 2,9er Spule dieser Bauart.

Das kann dann bei der Abstimmung, wenn man will, wie ein EQ-Regler am Mixer eingesetzt werden.   Smile Sehr praktisch.

Ein LCR-Meter sollte dann aber im Werkzeugkasten vorhanden sein, entweder um die Spule richtig einzustellen oder nach freier Abstimmung den Wert auszulesen. Die Fixierung des Kerns ist ein bisschen ein Thema. Wenn man sie hinlegt und mit Klebeband fixiert, geht es aber zumindest für die Entwicklung.

Schöne Grüße,
Achim
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#2
Moin Achim,

mache ich schon seit vielen Jahren bei passiven Entwicklungen.
Für größere Werte mit einem aufgetrennten EI Kern Trafo und für kleinere Werte mit einer I Kern Spule.
   
   
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#3
Wenn das so einfach ist, warum macht das nicht jeder? Höhere Verzerrungen und Nichtlinearitäzrn nehme ich mal an. Im Bass vielleicht hinnehmbar aber sonst?
Gruß
Arnim

Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#4
(08.03.2026, 21:33)ArLo62 schrieb: Wenn das so einfach ist, warum macht das nicht jeder?

Höhere Verzerrungen und Nichtlinearitäzrn nehme ich mal an.....

Weil jeder Jeck anders ist ? Big Grin
Das habe ich schon vor Jahren mehrfach in diversen Themen erwähnt/geschildert/gezeigt....
Heutzutage simulieren ja viele mit realen Messdaten - da sind einstellbare Spulen nicht mehr sooo relevant.

Das ist, wenns so wäre, für die reine Weichenentwicklung irrelevant.
Die endgültige Weiche wird dann mit "amtlichen" Bauteilen aufgebaut, gehört und nachgemessen.
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#5
(08.03.2026, 18:23)4711Catweasle schrieb: Moin Achim,

mache ich schon seit vielen Jahren bei passiven Entwicklungen.
Für größere Werte mit einem aufgetrennten EI Kern Trafo und für kleinere Werte mit einer I Kern Spule.

Hallo Karsten,
ja, super - kann sogar sein, daß ich durch einen Beitrag von Dir auf die Idee kam, das bei Tschentscher mal anzufragen. Bin nicht so der Metallarbeiter.  Smile

Die I-Kern-Spulen hat er bis 12mH im Angebot, das reicht dann schon hoch hinaus bzw. tief herunter.

Lg, Achim

(08.03.2026, 22:40)4711Catweasle schrieb:
(08.03.2026, 21:33)ArLo62 schrieb: Wenn das so einfach ist, warum macht das nicht jeder?

Höhere Verzerrungen und Nichtlinearitäzrn nehme ich mal an.....

Weil jeder Jeck anders ist ? Big Grin
Das habe ich schon vor Jahren mehrfach in diversen Themen erwähnt/geschildert/gezeigt....
Heutzutage simulieren ja viele mit realen Messdaten - da sind einstellbare Spulen nicht mehr sooo relevant.

Das ist, wenns so wäre, für die reine Weichenentwicklung irrelevant.
Die endgültige Weiche wird dann mit "amtlichen" Bauteilen aufgebaut, gehört und nachgemessen.

Genau - die endgültige Version dann natürlich mit Festwerten. Die verschiedenen Arten von Spulen (Luft in Runddraht, Folie oder Wachspapierfolie bzw. Kernspulen) unterscheiden sich dann meiner Erfahrung nach schon noch klanglich, aber der Einsatzpunkt kann mit der Variablen gut ermittelt werden.

Hinsichtlich Simulation, die das Ausprobieren verschiedener Werte bei der Entwicklung erübrigen würde, sehe ich eher nicht so. Das klappt aus meiner Sicht nur, wenn der Glaube an den Frequenzschrieb sehr stark ist. Mein Glaube geht in die Richtung, daß jeder einzelne Treiber hinter der Frequenzweiche 
gut und in sich schlüssig die Musik auch alleine wiedergeben können soll, ohne dass es Druck auf die Ohren oder mulmiges Gefühl gibt. Und das kann man mit einer stufenlos variablen Spule sehr schön tunen.

Sollte man dann bei einem ungewöhnlichen Wert landen, wickelt Tschentscher einem auch diesen als Festwert. Da ist er als Manufakturbetrieb sehr flexibel.

(08.03.2026, 21:33)ArLo62 schrieb: Wenn das so einfach ist, warum macht das nicht jeder? Höhere Verzerrungen und Nichtlinearitäzrn nehme ich mal an. Im Bass vielleicht hinnehmbar aber sonst?

Hallo Arnim,

für die Lautstärken bei der Entwicklung sehe ich da noch keine große Verzerrungsgefahr. Fürs Endprodukt dann natürlich mit Festwerten und nach Möglichkeit auch ohne Kern bei den kleineren Werten.

Vor Jahren habe ich von Tschentscher auch mal eine Folienspule mit I-Kern und 14 festen Abgriffen von 1 bis 4,7 mH geliefert bekommen. Das wäre also auch noch eine Möglichkeit. Weiß aber nicht, ob er das heute noch anbietet.

Lg,
Achim
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#6
https://artalabs.hr/AppNotes/ARTA-H&T-D1.01.pdf
Seite 43 bis 47.

VG
Heinrich
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#7
Alles gut. Ich mach nix mehr mit Spulen. Viel zu teuer. Ich bekomme für 40€ ein DSP. Für den Rest hol ich mir Pizza.  Clapping_hands
Gruß
Arnim

Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#8
Danke, diese Artikelsammlung kannte ich noch nicht. Sehr interessant.

https://artalabs.hr/AppNotes/ARTA-H&T-D1.01.pdf

(Vor 1 Stunde)ArLo62 schrieb: Alles gut. Ich mach nix mehr mit Spulen. Viel zu teuer. Ich bekomme für 40€ ein DSP. Für den Rest hol ich mir Pizza.  Clapping_hands

Genau - ist allerdings alles Geschmackssache, wie bei Pizza.  Big Grin
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#9
(Vor 1 Stunde)diyAchim schrieb: Danke, diese Artikelsammlung kannte ich noch nicht. Sehr interessant.

https://artalabs.hr/AppNotes/ARTA-H&T-D1.01.pdf

(Vor 1 Stunde)ArLo62 schrieb: Alles gut. Ich mach nix mehr mit Spulen. Viel zu teuer. Ich bekomme für 40€ ein DSP. Für den Rest hol ich mir Pizza.  Clapping_hands

Genau - ist allerdings alles Geschmackssache, wie bei Pizza.  Big Grin

Skaliert man die Kosten auf Kriterien wie Verwendungsdauer, Wertverlust, Nachhaltigkeit, wird "aktiv ist billiger" schnell zur Milchmännchenrechnung.
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