02.07.2013, 16:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.07.2013, 00:18 von atomforscher.)
dieterschneider schrieb:Die C,s sind parallel, und nicht in Reihe.
Die ersten beiden Kondendatoren sind ungleich parallel verschaltet (+ und - entgegengesetzt). Der letzte C ist ein MKT oder MKP, hier gibt es keine Polung.
P.S.: Das engegengesetzte Schalten hießt übrigens doch "Antiparallel".
Dazu noch eine hilfreiche Diskussion hier
atomforscher schrieb:Die ersten beiden Kondendatoren sind ungleich parallel verschaltet (+ und - entgegengesetzt). Der letzte C ist ein MKT oder MKP, hier gibt es keine Polung.
P.S.: Das engegengesetzte Schalten hießt übrigens doch "Antiparallel".
Das ist richtig, macht aber im Zusammenhang mit Elektrolykondensatoren absolut keinen Sinn. Überhaupt erscheint mir die Funktion der Elkos in dieser Schaltung (deren Wirkung ich nicht bezweifle) sehr dubios, sie sind ja paraktisch durch die Dioden kurzgeschlossen, bzw. werden nur bis 0,7V oder 1,4V je nach Zahl der Dioden aufgeladen. Ich denke die Schaltung würde auch ohne die Elkos funktionieren. Das ist wohl eher ein "schwimmender Nulldurchgang" für die Wechselspannung, was keinen bzw. einen "elastischen" Nullpunkt hat, kann auch nicht unsymmetrisch sein, sprich keine Gleichspannungsanteile haben.
Ich möchte hier noch eindringlich vor unbedarfter Bastelei warnen - wer Fehler beim Einbau der Dioden macht (Verpolung), dem fliegen die Elkos um die Ohren, mit Knall und Funkenschweif!
capricky schrieb:- wer Fehler beim Einbau der Dioden macht (Verpolung), dem fliegen die Elkos um die Ohren, mit Knall und Funkenschweif!
Nicht bei "korrekter" Dimensionierung. Die Kapazität sollte so auf die Lastimpedanz abgestimmt sein, dass die Wechselspannung am Elko im Betrieb in der Größenordnung 1V bleibt, und das halten auch gepolte Elkos aus.
03.07.2013, 14:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.07.2013, 20:15 von capricky.)
bee schrieb:Nicht bei "korrekter" Dimensionierung. Die Kapazität sollte so auf die Lastimpedanz abgestimmt sein, dass die Wechselspannung am Elko im Betrieb in der Größenordnung 1V bleibt, und das halten auch gepolte Elkos aus.
Ein Missverständnis, auch bei "korrekt" dimensionierten Dioden und Kondensatoren reicht eine "verkehrt" gepolte Diode (also nicht antiparallel geschaltet, wie zwingend notwendig) für die Erzeugung eines veritablen Knalls. Ich hatte das nur noch mal erwähnt, weil ich glaube hier gelegentlich eine recht unbekümmerte Auffassung im Umgang mit solchen Dingen zu verspüren.
Bei weiteren Recherchen habe ich tatsächlich noch ein "kondensatorloses" DC-Filter gefunden (Crown) wie zur Bestätigung meiner weiter oben im thread geäußerten Vermutung, aber auch endlich eine vernünftige, nachvollziehbare Erklärung für die Aufgabe der Elkos (leider nur )in englisch. http://sound.westhost.com/articles/xfmr-dc.htm#intro
Ganz am Ende des links dann die Schaltung und die, wie sich's gehört, mit antiseriell geschalteten Elkos.
Auch ich konnte dem ebay-Angebot von Along nicht widerstehen und habe 2 fertig aufgebaute L15D Endstufen Kanäle gekauft.
Betrieben werden sie (derzeit noch) an einem 120VA Ringkerntrafo mit 2 Sekundärwicklungen 30VAC an einem ungeregelten Netzteil und einem DIY passiven PreAMP (Prototyp). Siehe Bild 1.
So, wie ich es von meinen Class A/B Endstufen-Aufbauten gewohnt bin, habe ich als nächstes den Eingang kurz geschlossen (INPUT - = INPUT +), an den Lautsprecherausgang einen "dicken" 8 Ohm Widerstand gehängt und mir den Ausgang auf dem Oszilloskop angeschaut (Bild 2).
Am Ausgang sehe ich einen "wunderschönen" Sinus mit einer Frequenz von ca. 100 KHz und einer Amplitude von 100mV.
Dann habe ich erstmal tief Luft geholt und mir den Artikel von Rod Elliott über die Funktionsweise einer Class D Endstufe durchgelesen.
Der auf dem L15D verbaute Filter am Ausgang scheint doch ein wenig wirkungsarm zu sein.
Das zeigt auch das Ausgangssignal, wenn ich eine CD über den PreAMP abspiele (Bild 3).
Am Ausgang liegt also ein nicht unbeträchtlicher Rest der Trägerfrequenz an; diese ist sogar abhängig von der Impedanz des Ausgangs und würde jedem Hobbyfunker den Schweiß auf die Stirn treiben.
Man hört sie natürlich nicht.
Aber meine Frage ist: "Muss das sein, hat schon mal Jemand über einen effektiveren Ausgangsfilter nachgedacht?"
Ich auch nicht. Habe letztens einen Artikel gelesen, bei dem explizit darauf eingegangen wurde, dass man auch niedrigere Trägerfrequenzen wählen kann, das aber für Hunde und anderes Getier nicht so doll wäre.
Also wenn am Ausgang vom Prinzip her keine Trägerfrequenz mehr anliegen würde oder sollte, warum dann der Hinweis auf unseren besten Freund?
Ist halt Hifi, und keine Hochfrequenztechnik.
Hoffe nur, dass wir mit den Signalen aus unseren Endstufen keine Aliens auf unseren Planeten locken
Dieter, Atomforscher:
das Problem sind nicht die L15D - PCBs. Die kann man in ein Metallgehäuse verbauen, und Schluß ist mit EMI.
Das Problem sind die Lautsprecherkabel, die einen Rest der Trägerfrequenz übertragen und wie kleine (?) Sender wirken!
Stört das wirklich nicht?
Wie in meinem Profil angegeben: dieses ist mein erstes Class D - Projekt, und ich kann die Auswirkungen der EMI
dieser Endstufe (noch) nicht beurteilen.
Aber wenn Dieter sagt, daß er keinen Handlungsbedarf sieht, stimmt mich das optimistisch.
Rudi_Ratlos schrieb:Man hört sie natürlich nicht.
Aber meine Frage ist: "Muss das sein, hat schon mal Jemand über einen effektiveren Ausgangsfilter nachgedacht?"
Nicht vergessen, Du hast jetzt nur einen rein ohmschen Widerstand als Last und "hörst" ein Bild am Oszilloskop! Reale Lautsprecher samt "Weichengedöns" minimieren den Rest Trägerfrequenz noch.
Hallo,
Auch muss die Amplitude berücksichtigt werden. Interessant wäre, in wie weit diese sich ändert, wenn eine große Eingangsspannung an liegt. Bei 100mV würde ich auch nicht den geringsten Handlungsbedarf sehen. Aber ich bin so wie so das Holzohr, dass mehr Wert aufs Hören als aufs Messen legt. - Klingt sehr kräftig und dynamisch, also alles O.K.! Da kann nicht viel Leistung verbraten werden!
Herzlichen Gruß Gabriel
ich noch eine Frage zu den Eingangs- (/Koppel-) Kondensatoren:
Werden diese bei Betrieb mit Vorverstärker (HePos) überhaupt benötigt?
Im HePos-Ausgang habe ich 1µF Jantzen Superior drin. Ich bekam den Tipp
die Eingangs-Cs vom Symasym (und FC-100) zu brücken, was ich auch getan habe.
claus1968 schrieb:Was spricht gegen das Brücken beim L15D?
Dagegen spricht die niedrige Kapazität im HePos-Ausgang. Das klingt nach Fehlanpassung. "Hohe" Ausgangsimpedanz trifft auf niedrige" Eingangsimpedanz am L15D. Ich würde eher den 1µ brücken, oder erstmal checken, was da Sache ist mit dem HePos.
(Ich schreib hier ein bißchen wie der Blinde von der Farbe, weiß gar nicht was der Hepos ist, klingt für mich nach Röhre?)
Neben dem angesagten Sabre IC ist auch hier auf
der Platine der Aufwand für die Stromversorgung recht hoch.
Bei vielen anderen DAC,s darf man dafür noch mal
ein Netzgerät für rund 200€ zusätzlich kaufen...
Dieter
Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewißheit. #Schopenhauer#
Kannst du die Leistungsaufnahme deiner RKT/L25D-Kombi im Leerlauf messen?
Ich war jedenfalls über den vergleichsweise hohen Stromverbrauch der L15D/L25D überrascht.
...
Viele Grüße
Christoph
Servus Christoph,
hat leider etwas gedauert, bis dazu gekommen bin, zu messen.
im Leerlauf 11W, bei ohrenbetäubender Lautstärke (0dB am Vorverstärker, normale Zimmerlautstärke sind -30dB) 14W.
Die RKT sind 80mm hoch. Genaue technische Daten schreib ich demnächst mal hier rein.