Gestern, 15:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 15:37 von walwal.)
Ein Pseudo-Koax (wie die why von Visaton) erfordert viel Tüftelei und Messung, weil sowohl der Abstand des HT von der Chassismitte und der zur Membran des TMT Einfluss haben.
Zitat des Erbauers:" 6 mm weiter nach vorne und der Klang zerfällt".
Kein Wunder, denn der HT strahlt im unteren Frequenzbereich auch nach hinten ab und bildet Interferenzen mit dem TMT.
Immer wieder schön zu sehen wie schön und schnell wir ins streiten kommen . Also es gibt auch schlechte echte Coaxe ..... ganz klar. Vor allem, weil es da einen fließende Übergang gibt von echtem Coaxe zu Pseudo-Coaxe. Nur weil schon der Hersteller den HT irgendwo davor fummelt ist das für mich kein echter Coax, nur weil der Hersteller das schon Coaxe nennt. Für mich ist was z. B. KEF macht schon ziemlich nahe an perfekt. Da gibt es keine Probleme mit Übergängen, der Waveguide-Effekt minimiert zudem Kantendiffraktion und ergibt eine schöne gleichmäßig Bündelung. An der Stelle lass ich dann aber auch Kritik gelten. Ich habe dabei nämlich festgestellt das Bündelung eher meinem Bedürfniss nach Weite und Raum unzuträglich ist. Aber ich habe noch nicht verstanden warum ein echter Coax so schlimm bündeln soll. Bei dem KEF wirkt die Bauweise wie ein Waveguide und viele finden es toll und noch mehr Bündlung als Waveguide sehe ich dann nicht mehr. Aber mir bündelt der KEF tendenziell zu stark.
Meine Argumente bezüglich Pseudo Coax bassieren dabei auf echter Erfahrung. Ich habe mich schon sehr ernsthaft an einem Pseudo Coax versucht und war ziemlich überrascht wie weit sowas sich gegenseitig beeinflusst. Und ich habe echt ne Menge probiert mit 3D- Druck und Streugittern und Ringen und Montage voll zentriert von hinten .... die Ergebnisse waren so frustrierend, dass ich es nie für nötig hielt das hier vorzustellen. Aber die Frequenzeinbrüche passten prima zu den möglichen Laufstrecken zu den Seiten und zur TMT. Danach weiss man die Leistung von KEF noch mehr zu schätzen.
Ist halt alles auch eine Frage, was man bevorzugt und wo man hin will. Wenn ich 3-4 Meter vom Lautsprecher entfernt sitze brauch ich ja nicht mehr unbedingt einen Coax. Für eine Schreibtischlautsprecher und dem geringen Hörabstand kommt in meinen Augen nur echter Coax oder Breitbänder in Frage. Seperater Subwoofer könnter Sinn machen.
Das ist die Mutter aller Fragen: Brauche ich einen Coax? Nur, weil einige Hersteller was von Punktschallquelle faseln? Ich höre in 2,5 m Meter Abstand mit Voll-D'Appo, also TT-MT-HT-MT-TT und höre nix raus, das stören würde. Und das seit einem Jahrzehnt zur vollen Zufriedenheit. Und nun?
https://www.youtube.com/watch?v=H5-X0VqRaU4 ab 6:10.
Wie verändert sich der HT-Frequenzgang wenn die TMT-Membrane ausgelenkt wird- quasi als variabler Wave Guide.
Ok, +-2,5 mm ist für einen MT wohl nicht ganz wenig, bzw. ist es in echt auch nicht so statisch aber trotzdem
(Gestern, 17:51)walwal schrieb: Das ist die Mutter aller Fragen: Brauche ich einen Coax? Nur, weil einige Hersteller was von Punktschallquelle faseln? Ich höre in 2,5 m Meter Abstand mit Voll-D'Appo, also TT-MT-HT-MT-TT und höre nix raus, das stören würde. Und das seit einem Jahrzehnt zur vollen Zufriedenheit. Und nun?
Wie geschrieben, ich betreibe aktuell COAXe in Verbindung mit Dirac und bin glücklich damit. Würde ich sagen, das klingt charakteristisch nach COAX und ist die einzige, ultimative Lösung -> Nein !
Ich hatte vorher ein paar Monate die Neumann KH120A im HT-TMT im Einsatz, auch in Verbindung mit Dirac. Der Unterschied ist marginal, zugunsten der COAXe (bilde ich mir ein). Ggf. ist in Kombination mit meinem Raum das gleichmäßigere vertikale Abstrahlverhalten eines Coax vorteilhaft.
Was mir bei meinen COAXen auffällt: auch im Nachbarraum, bei geöffneter Tür, habe ich noch das Gefühl, dass es irgendwie gut klingt. Das hatte ich sonst in der Form noch nie. Hat das was mit Koax zu tun ? Keine Ahnung.
(Gestern, 21:49)linux1972 schrieb: Was mir bei meinen COAXen auffällt: auch im Nachbarraum, bei geöffneter Tür, habe ich noch das Gefühl, dass es irgendwie gut klingt. Das hatte ich sonst in der Form noch nie. Hat das was mit Koax zu tun ? Keine Ahnung.
Gruß
Achim
Hallo Achim, das hat IMHO nichts mir Koaxen zu tun.
Das Gefühl ist bei mir ein Zufriedenheitskriterium. Wenn ich meine ein Setup funktioniert gut, dann ist das der letzte Prüfstein.
Gruß Kalle
Gestern, 22:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 22:16 von linux1972.)
Dachte ich mir auch schon. Denke aber, dass das was damit zu tun hat, ob das Abstrahlverhalten zum Raum passt, dass in Summe die nicht absorbierte Schallenergie im Raum einigermaßen gleichmäßig über die Frequenz verläuft.
ich bin auch bekennender Coax Fan, bin mir allerdings auch der Nachteile bewusst. Ich fürchte mit der wilden Diskussion haben wir den Threadersteller aber abgeschreckt. Immerhin hat er einen Gaithein gehört und war begeistert. Jetzt möchte er versuchen etwas ähnliches nachzuempfinden. Das reicht mir als Begründung für das Konzept.
Als erstes Projekt ist es ein ziemliches Brett, mit genügend Durchhaltevermögen aber machbar. Man sollte es nicht eilig haben
Es gibt mehrere erfolgreich umgesetzte Pseudo Coax Konzepte im DIY Bereich, die man sich mal genauer anschauen kann. Was auf jeden Fall klar ist, ist dass die Abstimmung schwierig werden kann. Deshalb würde ich von vorn herein auf ein Aktivsetup setzen.
Meine Empfehlung wäre ein Tinysine 2.1 oder 4-Kanal Board pro Lautsprecher mit dem SPDIF Aufsatz. Außerdem braucht es zwingend Messtechnik. Beispielsweise einminidsp UMic. Damit kann der Threadersteller dann viel lernen und ausprobieren ohne ständig neue Weichenbauteile besorgen zu müssen. Gerade beim Übergang zwischen HT und MT kann ein DSP helfen.
Hier mal meine Kommentare zu den Chassisvorschlägen:
Der GRS 10 Zöller sieht auf dem Papier ganz gut aus für ein geschlossenes Gehäuse. Ob er wirklich bis 500Hz hochspielt muss man sehen, die Induktivität ist recht hoch. 300Hz sollte er auf jeden Fall packen. Gute Alternativen wären noch der W250S von Visaton oder der DS270-88 von Dayton.
Von dem Monacor würde ich in dieser Anwendung eher abraten. Die SPH Serie klirrt ziemlich stark und den Hub, den sie kann brauchst du hier nicht. Als günstige Mitteltöner kannst du die mal den BG20 von Visaton anschauen (allerdings ohne Schwirrkonus). Das Chassis würde schon etliche Male von der Klang und Ton vermessen und auch in den Foren findet sich viel Information.
Beim Hochtöner würde ich mit Karstens Empfehlung, dass auch 66mm hochtöner funktionieren nach etwas umschauen, wass sich etwas tiefer Trennen lässt als der Seas. Dann hast du mehr Spielraum.
Moin,
die bereits erwähnte "WHy", nicht von Visaton, sondern von Wolfgang (www.hoeffchen.de) wäre ein gamz hervorragender Starter!
Die Teile klingen super, fallen bei 11 Litern sauber bei 100 Hz ab, können also unten einfach teilaktiv ergänzt werden.
Einziges Problem: den HT gibt es schon lange nicht mehr, also Aufgabenstellung für Entwickler "in Ausbildung". Ich habe da einiges probiert (Visatonforum) und bin recht nahe drangekommen.
Momentan stehen die Originale und eine Version mit Reckhorn HT bei Klang & Ton, für den Fall, dass dem Thomas mal die Ideen ausgehen ...
Gruß Klaus
Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
Zb. Die whynot dürfte eigentlich nicht funktionieren,tut es aber.Getestet in 8 und 15 Liter CB. Er macht alles richtig, deshalb verfolge ich dieses Konzept weiter. Ich habe da ein paar HT. Im Sinn die vielleicht funktionieren könnten.
@ Mechanic Klaus, gibt es eine Druckvorlage für den Halter der Whynot?.
Gruß Rudi
Heute, 09:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Heute, 09:30 von rudi.s.)
Ich dachte an, BMW Harman, monacor dt 284 und leider auch nicht mehr erhältlich visaton ct 25 diese habe ich auch schon getestet ?.
Gemessen wurde, nicht von mir auf 30 Grad. Keine Taschenlampe, schön breit abstrahlend.
Leider finde ich noch nicht Option Bilder einfügen noch nicht, dann ist es einfacher.
Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?
Heute, 10:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Heute, 10:54 von MetalMachineMusic.)
So sympatisch mir die Bastelei auch ist: Ich wette, das Abstrahlverhalten und damit der Sweet Spot sind nicht breiter als bei einem großen WG (WG300) oder einem brauchbaren 7"-Koax (Sica).
Hatte ich letztens von Fosti rüber geschickt bekommen. Ich hoffe dass ich keinem wegen Urheberrecht auf die Füße trete. Sonst kurze Info. Fast die meinte, das wäre einer der besten Lautsprecher die er gehört hätte aus dem Selbstbau Bereich.
Gruß
Arnim
Wenn Aliens die Erde retten wollen, wird es langsam Zeit für sie zu handeln.
ich bin auch bekennender Coax Fan, bin mir allerdings auch der Nachteile bewusst. Ich fürchte mit der wilden Diskussion haben wir den Threadersteller aber abgeschreckt. Immerhin hat er einen Gaithein gehört und war begeistert. Jetzt möchte er versuchen etwas ähnliches nachzuempfinden. Das reicht mir als Begründung für das Konzept.
Als erstes Projekt ist es ein ziemliches Brett, mit genügend Durchhaltevermögen aber machbar. Man sollte es nicht eilig haben
Es gibt mehrere erfolgreich umgesetzte Pseudo Coax Konzepte im DIY Bereich, die man sich mal genauer anschauen kann. Was auf jeden Fall klar ist, ist dass die Abstimmung schwierig werden kann. Deshalb würde ich von vorn herein auf ein Aktivsetup setzen.
Meine Empfehlung wäre ein Tinysine 2.1 oder 4-Kanal Board pro Lautsprecher mit dem SPDIF Aufsatz. Außerdem braucht es zwingend Messtechnik. Beispielsweise einminidsp UMic. Damit kann der Threadersteller dann viel lernen und ausprobieren ohne ständig neue Weichenbauteile besorgen zu müssen. Gerade beim Übergang zwischen HT und MT kann ein DSP helfen.
Hier mal meine Kommentare zu den Chassisvorschlägen:
Der GRS 10 Zöller sieht auf dem Papier ganz gut aus für ein geschlossenes Gehäuse. Ob er wirklich bis 500Hz hochspielt muss man sehen, die Induktivität ist recht hoch. 300Hz sollte er auf jeden Fall packen. Gute Alternativen wären noch der W250S von Visaton oder der DS270-88 von Dayton.
Von dem Monacor würde ich in dieser Anwendung eher abraten. Die SPH Serie klirrt ziemlich stark und den Hub, den sie kann brauchst du hier nicht. Als günstige Mitteltöner kannst du die mal den BG20 von Visaton anschauen (allerdings ohne Schwirrkonus). Das Chassis würde schon etliche Male von der Klang und Ton vermessen und auch in den Foren findet sich viel Information.
Beim Hochtöner würde ich mit Karstens Empfehlung, dass auch 66mm hochtöner funktionieren nach etwas umschauen, wass sich etwas tiefer Trennen lässt als der Seas. Dann hast du mehr Spielraum.
Viele Grüße
waterburn
Keine Sorge, so schnell schreckt mich niemand ab. Bin basteltechnisch nicht unerfahren, wenn auch eher auf der Elektronikseite.
Ich denke ich möchte erstmal beim Pseudo Koax Ansatz bleiben, evtl. folgt dann noch ein Projekt mit richtigem Koax...
Danke für den Hinweis auf den BG20, daran hatte ich schon gedacht aber wegen des Schwirrkonus verworfen. Kriegt man den so einfach raus operiert ohne die Membran zu Schrotten?
Beim HT grübel ich noch, da wird viel Versuch macht kluch nötig sein.
Vielleicht lasse ich mich ja auf das aktive setup ein, das muss ich noch sacken lassen. Bin halt ein Freund der old-school Lösungen ?. Aber auch ein Freund aktiver Konzepte.
Messtechnik ist in Hülle und Fülle vorhanden, auch REW und Messemikro. Und die ersten Schritte in Sachen Pseudo Koax sind ja auch schon getan.
(Heute, 08:47)rudi.s schrieb: Zb. Die whynot dürfte eigentlich nicht funktionieren,tut es aber.Getestet in 8 und 15 Liter CB. Er macht alles richtig, deshalb verfolge ich dieses Konzept weiter. Ich habe da ein paar HT. Im Sinn die vielleicht funktionieren könnten.
@ Mechanic Klaus, gibt es eine Druckvorlage für den Halter der Whynot?.
Gruß Rudi
Hallo Rudi,
mindestens 11 Liter, sonst buckelt der TMT. Den Halter aus 9x1mm Alublech gibt es auf mm-Papier irgendwo auf der "hoeffchen" Seite.
Fosti's Lob ist hoch einzuschätzen, weil der sonst nur MEG mag ..
Kriterium für HT: so etwa 50mm Durchmesser und nicht mehr als 15mm von Membran VK zu Magnet HK, sonst funktioniert das nicht ! Also nur Neodympillen zulässig. Näheres in meinem Faden im Visatonforum.
Den BG20 Pseudokoax (Basis CT273) habe ich stehen, auch gut, aber die WHy ist ein echter Ausnahme-Sprecher ...
Gruß Klaus
Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
Vor 8 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 8 Stunden von newmir.)
(Gestern, 19:05)BananaJoe schrieb: Evtl. interessant zum Thema Coax.
https://www.youtube.com/watch?v=H5-X0VqRaU4 ab 6:10.
Wie verändert sich der HT-Frequenzgang wenn die TMT-Membrane ausgelenkt wird- quasi als variabler Wave Guide.
Ok, +-2,5 mm ist für einen MT wohl nicht ganz wenig, bzw. ist es in echt auch nicht so statisch aber trotzdem
Gruß
Ganz toller Hinweis auf das Video. Vielen Dank. Über Intermodulationsverzerrungen im Zusammenhang mit Coax habe ich schon öfter drüber nachgedacht, kam aber nicht so richtig zum Ende. Hat echt geholfen. Jedenfalls sieht man am zweiten "Coax", dass der Hochton, der nach hinten geht und von der Membran des TMT reflektiert wird eben nicht vernachlässigt werden kann ...weder beim echten noch beim Pseudo Coax. Das addiert sich noch zum Effekt, wenn die Membran sich auch noch bewegt. Aber auf jeden Fall will ich niemand davon abbringen, es auszuprobieren. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Und ich unterlag eine Weile dem Irtum Coax würde doch alle Probleme lösen.
P.S.: Die Idee mit dem fetten Filz um/hinter dem HT finde ich übrigens super. In einem anderen Zusammenhange (LS5/3a-Battle) habe ich das getestet, und fand, dass Filz da viel besser funktioniert als irgendwelche Versuche mit harten Kanten. Das muss am besten schwere dichte echte Wolle sein .... Wenn es Old School werden soll, dann würde ich eine BG20 mit einem Membran HT (oder dem FRS5...gab es aber schon ...CT273 fällt mir gerade ein) und das mit fett Filz kombinieren (das wäre dann neu).