Ich muß voranstellen, daß dies für mich die erste HighEnd überhaupt war. Die Anordnung der Gänge und Räumlicheiten im Hauptgebäude war (nicht nur für mich) etwas gewöhnungsbedürftig hinsichtlich der Orientierung, jedoch dadurch auch den Vorteil, daß es trotz der Menge an Leuten kein Gedränge gab und immer entspannt blieb.
In der zweiten Halle war die Anordnung der Gänge und Stände „messeüblich“.
Ich kann keinen Vergleich zur HighEnd in München ziehen. Allerdings war der Tenor der Leute, mit welchen ich gesprochen hatte, deutlich zugunsten Wiens ausgefallen.
Für mich kann ich schonmal sagen, daß ich kommendes Jahr wieder hinzugehen plane.
Wir hatten viel Spaß auf der Messe und so manchen Aussteller mit "etwas komischer Musik" gefordert
Highlights der Messe für mich waren Flächenstrahler und MT-Kalotten.
Die Flächenstrahler (Elektrostaten) hatten mich allesamt mit ihrer Weiträumigkeit sowie derer „Nichtanwesenheit“ im Klanggeschehen absolut fasziniert. Als besonderes Erlebnis kann man den Moment nennen, als Final Audio vom Flächenstrahler auf einen (eigentlich guten) „normalen“ LS umgeschaltet hatte. Man kann dieses vielleicht am Besten mit „aus Musik wurde ein Lautsprecher“ umschreiben.
Technisches Highlight der Flächenstrahler war für mich der Elektrostat von Lirogon, der ohne Frequenzweiche funktioniert und seine Frequenzbereiche über unterschiedliche Vorspannungen der Folie realisiert.
Mitteltonkalotten zogen mich hingegen mit der Art und Weise derer Wiedergabe in ihren Bann. Es war hier fast egal, von welchem Hersteller dieser MT verbaut wurde, ob dieser in der 450€ „teueren“ Swans oder der großen Revival Audio verbaut war.
Aus meiner Sicht könnte ich mir vorstellen, daß hier die nächste Zeit sowas wie ein Trend entstehen könnte - und ich frage mich sogar bereits, ob der von mir erst vor zwei Monaten für einen Dreiweger zugelegte HM 130-Z10 für mich ein Fehlkauf gewesen sein könnte. Zum Glück gab es noch die Harbeth NLE3 zu hören, welche mich von einer Spontanveräusserung des Audax wieder abbringen konnte.
Imposant auch die "großen" Anlagen im unteren Geschoß des Hauptgebäudes, in den "Wohnzimmern" mit ~500m²
![[Bild: 11.png]](https://hifi-selbstbau.de/media/kunena/emoticons/11.png)
Die Hörner aus dem Audeum Audio Museum wurden beispielweise nur für die Darbietung auf der HighEnd aus Japan eingeflogen. Transportkosten hierfür betrugen übrigens 60.000€.
Negativ aus meiner Sicht empfand ich, daß immer wieder relativ schlechte Aufnahmen (verzerrte Stimmen etc.) abgespielt wurden und so die Anlagen unter derer Niveau spielten.
Und so sehr ich das Sehnen nach einem Feierabend der Aussteller bzw. Veranstalter nachvollziehen kann: Sonntag um vier ist zwei Stunden zu früh für ein Ende.