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Waveguide für Harwood AM25 (Aurum Cantus AST2560) gesucht
#1
Moin Leute,

da ich klanglich sehr angetan bin vom Harwood AM25 (Aurum Cantus AST2560) und ich ihn gerne mit einem 6,5" großen Mitteltöner kombinieren würde,
kam ich auf die Idee in mit einem Waveguide zu betreiben.

Damit war ich natürlich nicht der Erste und so ich bin auf das Waveguide von Dave Pellegrene für den AM25 gestoßen:

https://techtalk.parts-express.com/forum...post833583

https://www.diyaudio.com/community/threa...st-3609394

Das macht auf mich einen sehr geeigneten Eindruck. Es wurde auch eine Zeit lang kommerziell vertrieben.

Da ich das Rad nicht neu erfinden muss, würde ich gerne darauf zurückgreifen aber es ist schwierig Informationen dazu zu finden.

Hat jemand von euch was dazu oder kennt interessante Alternativen?
Gruß

Jesse Cool Good Vibration




Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter.
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#2
Hallo Ronald,
lass uns das mal am Samstag Abend bei einem Bierchen bestprechen, was Du genau erreichen willst.
Wenn Du Messkrams mitbringst und etwas Pappe oder Styrodur könnten wir am lebenden Objekt Testen
Hab da bereits etwas Erfahrung mit dem Chassis im Bau und abstimmung :-)

Es gibt Technische Unterschiede der ersten Generationen die in den USA als AurumCantus verkauft wurden und den aktuellen von Haarwood angebotenen.
Meine waren Ursprünlich ja originale Aurum Cantus, ich habe aber 2021 die Folien gegen neue von Haarwood ausgetauscht.
Die Unterscheiden sich vor allem im Anstig bis 4 KHZ von den aus US.
Die Forumsbeiträge sind von 2013 wenn ich das richtig sehe.
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#3
Jo, lass uns da mal drüber quatschen.
Gruß

Jesse Cool Good Vibration




Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter.
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#4
Hab mal die KI gefragt,
was so machbar wäre. Achtung, das ist nur eine Gemini KI Abfrage:

Idee, kurzes WG mit Chassis hinter einer 19mm Frontplatte.

Bei einer [b]19 mm starken MDF-Schallwand[/b] und [b]händischer Bearbeitung[/b] lässt sich ein hervorragend funktionierendes Waveguide für den Harwood AM25 realisieren. Da du die Kontur von Hand schleifst oder raspelst, bist du sogar flexibler als mit Standard-Fräsköpfen und kannst die wichtige asymmetrische Form perfekt umsetzen.
So gehst du vor, um den Pegel unter 4 kHz effektiv anzuheben, ohne dir böse Resonanzen einzufangen:

1. Die optimale Kontur für den AM25
Weil die Membran des AM25 länglich ist (60 mm hoch, 25 mm breit), darf das Waveguide nicht quadratisch oder kreisrund werden. Es muss wie ein [b]Trichter im Breitbildformat[/b] wirken.
  • [b]Der innere Ausschnitt:[/b] Schneide die Öffnung in der MDF-Platte exakt auf die Innenmaße der AM25-Austrittsöffnung zu (ca. 60 x 25 mm). Der AMT wird später von hinten plan dagegen geschraubt (Dichtband nicht vergessen!).
  • [b]Der horizontale Verlauf (links/rechts):[/b] Hier brauchst du die maximale Aufweitung. Schleife eine fließende Kurve, die flach nach außen ausläuft. Der Öffnungswinkel sollte am Ende bei etwa [b]45 bis 50 Grad[/b] pro Seite liegen.
  • [b]Der vertikale Verlauf (oben/unten):[/b] Weil die Membran hier schon 60 mm lang ist, bündelt der AMT vertikal ohnehin stark. Hier darf das Waveguide [b]deutlich steiler[/b] bleiben (ca. [b]20 bis 30 Grad[/b] Öffnungswinkel). Wenn du es oben und unten zu weit öffnest, riskierst du massive Auslöschungen im Frequenzgang.

2. Die handwerkliche Umsetzung (Schritt-für-Schritt)
MDF lässt sich fantastisch von Hand bearbeiten, staubt aber extrem. Trage unbedingt eine Maske.

  1. [b]Grobe Form raspeln:[/b] Nutze eine halbrunde Holzraspel oder grobe Feile. Beginne an der Außenkante der Schallwand und arbeite dich schräg nach innen zum Ausschnitt vor. Lass direkt an der Kante zum AMT (Innenseite) einen kleinen Steg von ca. 1–2 mm stehen, damit du nicht ausversehen die exakte Passform beschädigst.
  2. [b]Die Kurve formen:[/b] Ein gutes Waveguide verläuft nicht schnurgerade wie ein Trichter (Konus), sondern öffnet sich zur Schallwand hin immer flacher (wie der Schallbecher einer Trompete). Runde den Übergang von der Schräge zur flachen Schallwandfläche harmonisch ab.
  3. [b]Feinschliff mit der „Schleif-Lehre“:[/b] Um eine gleichmäßige Rundung zu bekommen, wickle Schleifpapier (erst 80er, dann 120er, dann 240er) um ein Stück dickes Rundholz oder ein stabiles Kunststoffrohr. Damit lässt sich die Hohlkehle perfekt glätten.
  4. [b]Oberfläche versiegeln:[/b] MDF-Schnittkanten saugen extrem. Streiche das geschliffene Waveguide vor dem Lackieren oder Furnieren mit MDF-Grundierung oder verdünntem Holzleim ein und schleife es nach dem Trocknen noch einmal ganz fein (400er Körnung). Je glatter die Oberfläche, desto sauberer der Hochton.

3. Was dich klanglich erwartet
Durch die 19 mm Tiefe verschiebst du die akustische Trenngrenze des AM25 spürbar nach unten. Er wird im Bereich um 2,5 bis 3,5 kHz deutlich lauter und dynamischer spielen, weil er weniger Hübe für den gleichen Schalldruck machen muss. Das Abstrahlverhalten passt sich dadurch perfekt an einen typischen 13-cm- oder 17-cm-Tiefmitteltöner an, was die Räumlichkeit und die Ortungsschärfe deiner Lautsprecher massiv verbessert.

Möchtest du das Waveguide direkt in die Hauptschallwand des Lautsprechers einschleifen, oder planst du ein separates Aufsatz-Modul, das du später aufleimst? (Ein separates Modul macht das Schleifen auf der Werkbank oft deutlich komfortabler.)
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#5
Moin,

Waveguide selbsgebastelt (Nutung der Schallwand, bzw. Holzleisten) mit Harwood AM20 ist im Gaudimäxchen-Thread hier im Forum ja schon ziemlich erschlagen/abgearbeitet.

Frage mich, woher die KI hier ihre Infos geholt hat. Kannst Du Gemini mal nach den verwendeten Quellen fragen?

Grüße,
Christoph
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#6
Hallo Christoph
das wäre die Antwort, hatte den Fragenbaum noch nicht geschlossen:

Frage:   aus welchen quellen stammen die informationen zum am25 und den manuellen ausfeilen dert konturen in einer schallwand

Die Informationen zum Verhalten des [b]Harwood AM25[/b] (bzw. Aurum Cantus AST2560) sowie zur akustischen Wirkung und handwerklichen Umsetzung eines handgefeilten oder handgeschliffenen Waveguides basieren auf drei verschiedenen, sich ergänzenden Quellenbereichen:

1. Dokumentierte DIY-Community-Projekte (Chassis-Spezifika & Frequenzgänge)
Die konkreten Erkenntnisse darüber, wie sich dieser spezifische AMT in tiefen Schallwand-Ausschnitten verhält, stammen aus dokumentierten Foren-Projekten.
  • [b]diy-hifi-forum.eu:[/b] Hier wurden in verschiedenen Threads (z. B. rund um den Bau von kompakten Drei-Wege-Lautsprechern oder MTM-Anordnungen mit Harwood-Chassis) Messungen diskutiert. Aus diesen Praxtstests der User stammt die Erkenntnis, dass eine reine „Tunnel-Tiefe“ von 15+ mm ohne Aufweitung starke Resonanzen im Bereich um 3 bis 5 kHz erzeugt und die asymmetrische Auffächerung (horizontal breiter als vertikal) zwingend notwendig ist.
  • [b]diyaudio.com:[/b] Der bereits erwähnte „Open source Waveguides for CNC & 3D printing“-Thread liefert die mathematischen und messtechnischen Grundlagen dafür, wie sich längliche AMT-Membranen in Hornvorsätzen verhalten und warum ein zu tiefes, gerades Loch wie ein akustischer Filter (Bandpass/Resonator) wirkt.

2. Akustische Fachliteratur & Wellenphysik (Die 20-mm-Berechnung)
Die physikalische Erklärung, warum ein [b]20 mm tiefes Waveguide[/b] den Pegel unterhalb von 4 kHz auffängt, basiert auf den Standardwerken der Lautsprecherentwicklung (wie „Lautsprecherbau“ von Vance Dickason oder den Grundlagenaufsätzen von Earl Geddes zur Waveguide-Theorie):
  • Die untere Grenzfrequenz, ab der ein Hornvorsatz wirksam Schallenergie bündelt und damit den Pegel anhebt (der sogenannte „Horn-Gain“), hängt direkt von seiner Tiefe und Mundöffnung ab.
  • Da die Wellenlänge (λ) von 4,3 kHz etwa [b]80 mm[/b] beträgt, greift die Viertelwellenlängen-Regel (λ / 4) bei genau [b]20 mm[/b] Tiefe. Darunter (zwischen 2 kHz und 4 kHz) wird der Schall gerichtet nach vorne geworfen, statt kugelförmig zu den Seiten wegzubrechen – das sorgt für den gewünschten Pegelgewinn.

3. Handwerkliche Praxis im Lautsprecherbau (Die Schleiftechnik)
Die Anleitung zum manuellen Ausraspeln und Einschleifen der Kontur per „Schleif-Lehre“ (Rundholz/Rohr) stammt aus der [b]klassischen Gehäusebau-Praxis[/b], wie sie seit Jahrzehnten in Magazinen wie Klang+Ton oder Hobby HiFi für Entwickler ohne CNC-Fräse beschrieben wird:
  • Da Standard-Oberfräsen-Bits (Abrundfräser) selten Radien über 12–15 mm erlauben, ist das händische Formen mit Raspel, Hohlkehl-Feile und Schleifpapier-Rollen bei einer 19-mm-Platte die bewährte Methode, um eine kontinuierliche, exponentiell öffnende Kurve (ohne harte Strömungskanten) zu erzeugen.

Möchtest du, dass ich dir eine skizzierte Schablone mit den ungefähren Maßen (Breite zu Höhe für die Trichteröffnung an der Vorderseite) berechne, damit du beim Feilen direkt eine optische Orientierung hast?
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
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#7
Hallo Olaf,

super, vielen Dank!

Das...
Zitat:1. Dokumentierte DIY-Community-Projekte (Chassis-Spezifika & Frequenzgänge)
Die konkreten Erkenntnisse darüber, wie sich dieser spezifische AMT in tiefen Schallwand-Ausschnitten verhält, stammen aus dokumentierten Foren-Projekten.
diy-hifi-forum.eu: Hier wurden in verschiedenen Threads (z. B. rund um den Bau von kompakten Drei-Wege-Lautsprechern oder MTM-Anordnungen mit Harwood-Chassis) Messungen diskutiert. Aus diesen Praxtstests der User stammt die Erkenntnis, dass eine reine „Tunnel-Tiefe“ von 15+ mm ohne Aufweitung starke Resonanzen im Bereich um 3 bis 5 kHz erzeugt und die asymmetrische Auffächerung (horizontal breiter als vertikal) zwingend notwendig ist.

...hatte ich mir beim Lesen der Antwort fast gedacht. Klang ziemlich nach den Diskussionen/Erkenntnissen im Gaudimäxchen-Thread.

Leider sind sehr viele Abbildungen im Archiv nicht mehr sichtbar nach der Forum-Migration. Aber ein paar sind noch da, wie das zum Beispiel:
   

Falls es Interesse geben sollte, ich kann ggf. noch nach Abbildungen der Simus suchen.... Sollte auch noch den CAD-File für das AM20 WG irgendwo haben.

Grüße,
Christoph
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#8
Hi
ich hatte mal geschaut, die Bilder sind oft als Anhang noch do.
Die neue Forensoftware hat ein anderes Format zum Einfügen der Bilder, und oft lagen die Bilder nicht so das sie Übernommen werden konnten.
Hatte ich bei meiner MLWR gesehen. 
Die Mühe das von Hand zu Ändern ist aber hoch.
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
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#9
Ich möchte noch auf diesen Thread hinweisen, zu Thema Waveguide und AMT. Die dort verwendete Kontur ist die des WG-300, auch hier im Forum zu finden.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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