(Gestern, 19:49)ra 31 schrieb: spannende gschichten - und einiges, das mich auch anspricht.
mich interessiert auch, womit du am liebsten hörst.
gruß reinhard
Servus Reinhard,
momentan gibt es eigentlich nur zwei Systeme die relevant sind.
Die TQWT waren ein Bausatz von Omnes Audio die ich gleich zweimal gebaut hatte.
Ein paar war für für meine Schwester gedacht, das andere kam per "Zufall" dazu.
Der Sohn meiner Frau ist Schreiner und hat, beruflich bedingt Zugriff auf zwei große CNC-Maschinen plus anderes Holzbearbeitungsgedöhns...
Darum wurde er für die Fertigung eines Gehäuses eingespannt. Die Dinger haben ihm ganz gut gefallen, weswegen er alles doppelt gefertigt hat (mit anderem Furnier...egal).
Mist, ich merke gerade, das ich wieder ma ziemlich abschweife....
Wie auch immer, diese TQWT waren für meine Schwester und stehen mittlerweile bei ihr.
Das "Wish you were here"-Projekt war nur gaudihalber entstanden, nachdem ein Freund mir irgendein Internetbild mit etwas Ähnlichem gezeigt hatte...
"Halt mal mein Bier.....". Das fertige System (inkl. Verstärker) ist an einen Arbeitskollegen verkauft und wartet nur noch aus ein paar kleine Modifikationen am/im DSP (nicht zuletzt deshalb bin ich hier angemeldet und habe diese Frage auch schon in einem anderem Unterforum gestellt).
Die zwei Lautsprecher mit denen ich höre sind also die OB-Teile (die ja designmäsig an PAP-Lautsprecher angelehnt sind, allerdings tatsächlich unwissend) und die Elektrostaten.
Die OB-Teile wurden tatsächlich auch als Bausatz von BPA gekauft. Ich hatte damals, nach jahrelanger Abstinenz, mal wieder vor ein paar ordentliche Lautsprecher zu "bauen". Ich hatte das tatsächlich lange Zeit schleifen lassen und mich mit einem H/K+JBL-Surround-Gelumpe durchgeschlagen... (Freundin und Tochter fanden das Zeugs gut... naja, Mädels halt...)
Irgendwann war die Freundin weg und ich brauchte was für mein Wohlbefinden... Aber nicht irgendwas. 08/15 war mir immer schon zuwider.
Da entdeckte ich das Open-Baffle-, Dipol-, Ripol-, usw.-Zeugs.
Zack-Bumm, das Kit bei BPA gekauft, paar MDF-Platten, paar Leisten, Winkel und fertig war die Laube.
Das hatte aber immer irgendwie ausgesehen, als ob es aus dem Baumarkt kommt.... der Klang war auch etwas mittenlastig....
Die Jahre gingen ins Land, durch meinen Beruf war ich damals weltweit unterwegs und daher hatte ich werder Veranlassung noch Zeit irgendetwas zu ändern.
Tja, und dann kam meine jetzige Frau (die Einzige bis heute :-) ) ins Spiel und mit ihr ihr Sohn, seines Zeichens Schreiner...
Der hat dann so einiges für mich gefertigt... Unter Anderem wurden von den OB-Dingern die MDF-Platten ordentlich furniert und diese Ständer-Dinger für die Schallwände wurden auch per CNC gefertigt...ist halt genauer, wenn man 4 Stück machen muss. Die Grunfplatten allerdings wurden komplett von Hand gefertigt. Das ganze schwarze MDF-Zeugs wurde übrigens lediglich geölt.
Wie auch immer, endlich sahen die Dinger nicht mehr wie Baumarktboxen aus. Klanglich wurde der Mitteltonbereich dann dann noch passiv gefiltert, also etwas abgesenkt, und enflich...... WOW, PERFEKT ! ! ! Optisch und akustisch hatte ich endlich die Lautsprecher die ich mir immer erträumt hatte......
Bis dann ein Freund (der freundliche Herr links im Bild) in mein Leben trat, der zufälligerweise auch noch im selben Ort wohnte (gibts so etwas irgendwo nochmal?). Er hatte ebenfall seit Jahrzehnten Lautsprecher gebaut. Eines schönen Tages kam er mit der Idee an bei einem bekannten HiFi-Händler irgendwelche Martin Logan Elektrostaten zu kaufen. Ich hatte mir in der Vergangenheit ab und an mal Infos über die Dinger angesehen, auch im Hinblick auf Selbstbau und war doch recht interessiert. Also fragte ich ihn, ob wir nicht einfach die Dinger selber bauen sollen. Er war zu Anfang ein wenig skeptisch, ungefähr 3-4 Minuten, dann setzten wir unseren Plan um...
Viele Zeichnungen, bestelltes Zeugs, Anfertigung von Vorrichtungen usw....... Dann war irgendwann der erste Prototyp fertig. Das erste Panel mitsamt Elektrik stand vor uns und wartete auf Bestromung. Mit REW ganz zaghaft 500 Hz drauf und, siehe da, es pfiff..... Wie zwei kleine Bubis im Sandkasten, GRINSSSS...usw.....
Die Dinger fertig gebaut plus zwei Ripol Bassteile provisorisch zusammengebastelt, fertig war erstmal die Laube.
Wir habe das Ganze dann doch erstmal per DSP getrennt, bissl angepasst und dann über zwei modifizierte Zeck-Endstufen betrieben.
Wir haben dann noch einige musikaffine Freunde eingeladen und im Laden meiner Frau (die ist Goldschmiedin und hat jede Menge Platz in ihrem Geschäft).
Alle waren absolut begeistert.... Wir beide alten Säcke ebenfalls....
Diese Feinzeichnung, irre.... Wenn Tori Amos bei"Somewhere over the rainbow" quasi das Mikro auffrisst und dir ins Ohr
haucht "...that's wher you find......me..." oder auch Sophie Zelmani mit ihrem "All about you", Club for Five mit ihrer Interpretation von "Brothers in arms", usw. dann sassen wir vor diesen Elektrosteten und dachten es gibt kein Morgen mehr....
Bis ich mir mein Paar zusammenbaute und die Elektronik in ein Gehäuse baute. Der Optik wegen war dies aus Alu...Metall, leitend, usw..... Irgendwann gings los mit Funkenüberschlägen usw.....
Naja, mittlerweile spielen wieder die OB-Teile an den Denon-Monoblöcken und die ESL mitsamt der Elktrik warten auf Überarbeitung in der kalten Jahreszeit....
Boah, viele Worte... I brech zamm....
Hoffentlich hat es irgendjemand bis hierher geschafft.... ;-)
Viele Grüße,
Jürgen