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Bevor ich jetzt meine Zentrierspinne massiere, habe ich noch eine Idee vor dem Schlafengehen. Ich habe die Tendenz mich an einer Idee fixe festzubeissen. Im Moment dreht sich diese um Mitteltonkalotten. Weiss Gott warum. Was wäre wenn: Ich nehme die zwei Monacor 2" Treiber, die haben eine 10cm grosse Membran, und verwende sie ohne Druckkammer. Bastle noch einen etwas strömungsgünstigeren Rand (Waveguide) et basta! What spricht dagegen?
Thomas
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Die Idee hatte ich auch schon mal - was dagegen spricht ist zunächst der Hub und die Aufhängung. Die Dinger sind dafür gemacht sich kaum zu bewegen und Druck - in halt einer Druckkammer zu erzeugen. Der wird dann durch ein Horn in Schallschnelle umgesetzt, was ordentlich Wirkungsgrad bringt, kennst du ja.
Schwingspulenüber- oder Unterhang ist kaum vorhanden, und die Sicke ist bockhart. Hab da nix gerechnet oder simuliert (weil nirgendwo Daten vorhanden für "freischwingend"), aber wenn du Pech hast bekommst du nen Hochtöner mit riesengroßer Membran...
Das recht gleichmäßig auf die Membran wirkende Luftpolster in der Druckkammer hilft auch die Membran zu stabilisieren, damit sie nicht in Resonanzen aufbricht. Wenn du also noch mehr Pech hast bekommst du nen Hochtöner mit Riesengroßer Membran, der gleich kräftig eigenmodet...
So zumindest meine Vorstellung, daher habe ich es sein lassen. Vielleicht klappt's auch besser als ich mir das Vorstelle. Oder es gibt einigermaßen geeignete oder ungeeignete Treiber. Wenn du was passendes da hast probier's einfach aus , viel Geld würde ich "ins Blaue" da aber nicht investieren. Zumindenst ich nicht.
Mmh, hab hier noch ein Pärchen Faital HF200 rumliegen, soll ich mal die Rückkammer abschrauben und das Mikro davor halten? :denk: Kann aber noch ein paar Tage, vlt. auch 1-2 Wochen dauern bis ich dazu komme...
Viele Grüße
Peter
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kwesi schrieb:Das recht gleichmäßig auf die Membran wirkende Luftpolster in der Druckkammer hilft auch die Membran zu stabilisieren, damit sie nicht in Resonanzen aufbricht. Wenn du also noch mehr Pech hast bekommst du nen Hochtöner mit Riesengroßer Membran, der gleich kräftig eigenmodet... 
Genau. Wobei es nicht das Luftpolster ist, sondern der erhöhte Strahlungswiderstand mit Horn bzw. Impedanzrohr davor. Ohne Horn/Impedanzrohr ist der Strahlungswiderstand vor der Membran identisch zu dem ohne Druckkammer.
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Moin,
die Idee wurde hier schon mal durch diskutiert. Ergebnis war das, was Peter schrieb.
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01.12.2022, 08:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2022, 09:23 von Franky.)
Hallo High5 - das sind 4" Membranen mit 100mm Durchmesser. Waren z.B. im MRD-650 drin. Wenn ich mir meine CORAL MD-70 und MD-9 Kalotten genauer ansehe dann ist das genauso gemacht. Auch die Yamaha Beryllium Kalotte aus den NS 1000 ist so. Sehen alle aus wie klassische Mitteltontreiber die in die andere Richtung arbeiten. Die MD-9 entstammt der Coral DX-11 und hat einen Kalottendurchmesser von 90mm. Die Membranen dieser Mitteltöner sind exakt so aufgebaut wie die von klassischen Mitteltontreibern.
https://www.google.com/search?q=Coral+MD...irefox-b-d
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Ja, wie gesagt:
kwesi schrieb:Vielleicht klappt's auch besser als ich mir das Vorstelle. Oder es gibt einigermaßen geeignete oder ungeeignete Treiber.
Vielleicht haben Coral und Yamaha auch nur Design Pattern übernommen und bewusst die Auslegung angepasst. Oder in den PA-Baukasten bei den Membran- und Sicken-Zulieferern gegriffen, aber passend ausgewählt/beauftragt. Oder die Schwingeinheit von einem Kompressionstreiber übernommen von einem Hersteller, der mit "HiFi-Denke" den Treiber gebaut hat ohne so Dinge wie Strahlungswiderstand zu berücksichtigen, "früher" hatte man ja auch eingeschränktere Simulations- und Messmöglichkeiten...
Gibt's irgendwo Messungen von den Corals oder Yamahas?
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Die Yamaha hat HiFi-Selbstbau mal genau unter die Lupe genommen. Die Coral MD-9 und MD-70 kann ich bei Gelegenheit mal wieder messen.
Hier mal das Fazit des HiFi-Selbstbau Tests. Ansonsten können den Test nur Abonnenten lesen.
HiFi-Selbstbau-Fazit:
Die Beryllium-Mitteltonkalotte aus der YAMAHA NS-1000 ist ein Sahneteil! In allen Messdisziplinen (Frequenzgang, Rundstrahlverhalten, Klirrfaktor und Dynamikverhalten) schlägt sie sich sehr gut und erreicht Top-Werte, die eigentlich nur von unserem bisherigen Überflieger getoppt werden - der ATC SM-75 1508 SUPER. Damit dürfte die Kalotte mit für den guten Ruf der YAMAHA NS-1000 verantwortlich sein.
Zum Teil sind die Mittelton-Kalotten noch als Ersatzchassis bei ebay zu bekommen (vor allem in den USA), dann muss man aber auch mindestens 250 € für ein gut erhaltenes Paar hinlegen. Wenn sie nicht so "ungewöhnlich" aussehen würden (so dass kein aktuelles Chassis optisch dazu passt) könnte man glatt darüber nachdenken damit einen hochwertigen 3-Wege-Lautsprecher zu bauen. Aber dann sollte man lieber gleich eine NS-1000 "schießen" (und ggf. den nicht ganz standesgemäßen Hochtöner ersetzen) - denn "authentischer" lässt sich die Kalotte einfach nicht verbauen ;-)
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kwesi schrieb:Gibt's irgendwo Messungen von den Corals oder Yamahas? Hifi-Selbstbau hat mal die große Beryllium-Mitteltonkalotte aus der Yamaha NS-1000 getestet, der Artikel ist allerdings nur für Abonenten zugänglich.
Viele Grüße,
Michael
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Franky,Tach/ Glück auf/ moinmoin
So heissen die? MRD-650. zZ sind die ohne hintere Kammer an den Jabo Hörnern als Fullrange-Satelliten (!) , hinten kleben auch Hörner dran, also Dipol-Horn-OB ....bis 250 Hz, der mittige Mono-18"-nicht vom Mc Crypt zerstörten (Speaker Trade)-Vintage-Celestion liefert das darunter. Feine Lautenmusik zum Aufwachen wird da gegeben. (Statt ganz untätig herumzuliegen)
Ich werde die offenen Kalotten testen, dann weiss ich mehr und kann voraussichtlich die hier geäusserten Bedenken bestätigen. Thanks
Thomas
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Ist baugleich mit dem PAudio PA D99. Die gab es mit glatten und geriffelten Titanmembranen.
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Ich kann auf verschiedenen Klang- und Erwartungsniveaus spielen.
1. weil schwer, wuchtete ich das TRULY Eckhorn unsanft durch die Säle. Ein Blechkorb verbog sich, die Swingspule kratzt. Treiber ersetzt. Am kaputten Treiber Beschichtung geübt (Leim-Asche-Leim-Asche), denn die Kalotte ist wie für einen Koax luftdurchlässig. Für mehr Membranfläche habe ich diese versteift. Sicke weggeschnitten= Freischwinger... 150 bis 9000 Hz.
2.vor Jahren passierte mir dasselbe Missgeschick. Beim FE 103S ist der durchtrennte und umgebogene Korb Fuss geworden. Dipol Hochtöner
3.die bleibt, wo sie ist, da ist nichts anderes zu machen...
4.potentester Hochtöner den gipz. BMS 4590
5. die beiden 18" liefern für alle Mittel-Hochton-Experimente zuverlässiges Bassfundament.
6. im Keller einer Alarm-Horn-Firma fand ich alte 250 Hz und 800 Hz Hörner, die man mir überliess.
Zur Not kann ich an meinen Fullrange Elektrostaten plus Sub Musik hören :-) aber ich bastle halt gerne...
Das Thema Mitteltonkalotte bleibt unvollendet.
Thomas
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Hallo Thomas,
alle(s) spricht (sprechen) gegen deine Idee. Was hält die ab, dieses denoch zu machen?
Das wäre doch nicht das erste Mal, dass Du deinen Weg beschreibst, oder?
Lass dich hier nicht forensinieren und von deinem Weg abbringen.
Ich bin wieder da
LG
Kay
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@Kaspie: Es sieht für mich nicht so aus als ob er sich abbringen lässt (hätte mich auch gewundert  ), siehe 3. auf dem Bild...
Finde ich super! :prost: Und, was kommt da(bei) raus?
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