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Bose - Software Obsoleszenz
#1
Ganz interessant:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kom...89368.html

War heute der Wärmepumpenberater da. Er war ganz stolz, dass man die Anlage mit dem Handy steuern kann. Ich bin mal gespannt wie lange und habe dann gefragt ob man die auch manuell einstellen kann. Gott sei Dank geht das. Ich glaube sonst hätte ich das Teil auch wahrscheinlich nicht im Visier. 
Was aber vermutlich auch nichts nützt, weil ohne Anbindung ans Internet lässt, die sich gar nicht in Betrieb nehmen.
Gruß
Arnim

Wenn Aliens die Erde retten wollen, wird es langsam Zeit für sie zu handeln.
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#2
Ja, leider ist das so, deswegen kommt mir nichts "smartes" ins Haus. Die Wärmepumpe kann ich zwar über App - leidlich - oder Weboberfläche - besser - steuern, aber ich kann auch den Regler im Heizungsraum einfach so bedienen. Das Webgedöns braucht es dafür nicht.

Es gibt Ausnahmen:
- Sonos: wurde mit in die Lebensgemeinschaft gebracht, kann ich nicht einfach wegwerfen. Wird auch nur zum Fernsehen benutzt. Die App ist im Laufe der Zeit immer grauseliger geworden ist. Inzwischen stelle ich die Lautstärke ein, in dem ich aufstehe und am leicht erreichbaren Center die Tasten betätige. Geht schneller, als die App zu öffnen und darauf zu warten, dass ich irgendwas bedienen darf. Ich gehe auch davon aus, dass die Geräte auch bald aus dem Service geschmissen werden
- Den Mähboter (ich wollte zwei Schafe, konnte mich aber nicht durchsetzen): der braucht Internet für einen geregelten Tagesablauf, warum auch immer. Akzeptiere ich zähneknirschend, weil er mir im Sommer viel Zeit spart.
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#3
Interessant auch der im Artikel verlinkte Artikel hier:
https://www.handelsblatt.com/technik/it-...89005.html

Darin wieder ist ein Bericht der TU Berlin verlinkt, der auch interessant sein könnte.
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#4
Ich habe aktuell auch ein solches Problem: Da der Hersteller meiner Cocktailaudio Medienserver (Novatron in Korea) pleite ist, fällt auch die geniale Ripping-Funktion mit Metadaten von Gracenote flach, trotz Lizensierung bis 2027. Zwei Tastendrücke und ein Album war mit allen Metainformationen und Cover in einer sehr durchdachten Datenbank abgelegt. Bedeutet jetzt, Eintippen, Cover runterladen und per Stick einfügen, EAC & mp3tag am PC usw. usw.
Wenigstens funktioniert (momentan) Airable noch, es gibt also Internetradio.

Nicht der Verbrenner oder die fehlende Wärmepumpe wird uns letztlich umbringen, sondern der irrwitzige Durchsatz von Ressourcen! Im Moment schätze ich, dass die Tendenz zum Austausch der gesamten mobilen Besitztümer im Zweijahres-Rhythmus geht, die Sperrmüllhaufen im Viertel sprechen dafür. Bereits mit einem niedrigen zweistelligen IQ ist erkennbar, dass unsere wachstumsgetriebene Ökonomie dies eigentlich zwingend voraussetzt, oder? Bis auf die wirklich Armen haben mittlerweile alle alles (und bevor die Armen etwas abbekommen, schmeißen wir das Zeugs lieber gleich weg.)

Ach ja, und die Sparkassen-App sagt mir, dass sie mit meinem 4 Jahre alten Handy nicht mehr zusammen arbeitet, eine Online-Zahlung mit ID-Check also nicht mehr möglich ist ...
Gruß Klaus

Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
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#5
Das regelt sich von alleine. Wird aber unschön. "Grenzen des Wachstums" hatte ich vor Jahrzehten schon gelesen". Wird sich bewahrheiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums
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#6
(Gestern, 13:38)mechanic schrieb: Nicht der Verbrenner oder die fehlende Wärmepumpe wird uns letztlich umbringen, sondern der irrwitzige Durchsatz von Ressourcen! Im Moment schätze ich, dass die Tendenz zum Austausch der gesamten mobilen Besitztümer im Zweijahres-Rhythmus geht, die Sperrmüllhaufen im Viertel sprechen dafür. Bereits mit einem niedrigen zweistelligen IQ ist erkennbar, dass unsere wachstumsgetriebene Ökonomie dies eigentlich zwingend voraussetzt, oder? 


Ich persönlich halte Wärmepumpen und E-Autos schon für sinnvoll (nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch weil es einfach effizienter & günstiger ist und wir unbedingt von dem verfluchten Öl und Gas unabhängiger werden müssen). 
Aber du hast schon recht: ich war doch überrascht, dass meine größte Position beim persönlichen CO2-Fußabdruck nicht etwa "Wohnen" oder "Mobilität" ist, sondern mit Abstand mein Konsum. https://klima-arena.co2-rechner.de/de_DE/
Zwei Jahre ist viellicht etwas übertrieben. Aber viele Sache wie Computer, Handy, zT auch Werkzeuge, sonstige Elektrogeräte kaufe ich alle 3 bis 10  Jahre neu, häufig weil sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen.
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#7
wiederverwertung, tauschen, reparieren, modulare geräte etc. - ansätze gibts und gabs genug.
das problem scheint bloß, dass "das große geld" ganz eigene vorstellungen hat diesbez.
da sitzt der buchhalter dort, wo sonst das herz sitzt.
und wenn ich mir das ganze - speziell heutzutage - so anschau, scheint der groß beschworene krieg gegen die armut eher immer weiter zum krieg gegen die armen zu mutieren.

seltsamerweise nimmt gerade immer in den schlimmsten krisenzeiten der reichtum an der spitze exorbitant zu - das geld ist ja nicht weg, es haben nur andere.
heute scheint halt statt wertschöpfung eher abschöpfung das gängige geschäftsmodell zu sein.

die kultur des ungehorsams liegt im sterben, differenziertes denken macht äußerst verdächtig, framing dominiert allerorten. hier im forum scheinen noch viele die meinungsvielfalt zu schätzen - "draußen" finden manche gruppierungen anscheinend meinungseinfalt besser.
wie ein kabarettist mal meinte, es tauchten immer mehr widersprüche auf, es gäbe aber immer weniger widerspruch.

es ist halt so mit konsumenten: der alte spruch "wer schimpft, kauft" scheint immer noch gültigkeit zu besitzen - und auch wie mit kindern: wenn niemand stop sagt, wird hemmungslos weitergemacht.
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