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Transmissionline Subwoofer in 2026 noch relevant?
#1
Hallo zusammen,

als ich vor über 20 Jahren angefangen habe mich für den Lautsprecherselbstbau zu interessieren, waren Transmissionlines in aller Munde. Insbesondere Subwoofer, da dort die Resonanzen, die bei Mehrwegern nur schwer in den Griff zu bekommen sind keine Rolle spielen.

In letzter Zeit liest man kaum noch etwas über Transmissionlines. Ich habe mir vor kurzem den Artikel zu CT221 aus der Klang und Ton 06/2005 nochmal durchgelesen. Ich finde das Konzept schon ziemlich überzeugend, wenn man die Gehäuse gescheit unterbringen kann.
Bei mit gibt es eine Raumecke, wo eine einfach gefaltete TL gut reinpassen würde. Durch ein Chassis auf 1/5 eins auf 1/3 und den Auslass regt man den Raum in der Höhe an drei Stellen an.

Was meint ihr? War das Damals nur ein Hype, der aus gutem Grund in Vergessenheit geraten ist, oder sind Transmissionlines eine Überlegung wert? 90 dB Wirkungsgrad bei 30Hz wie bei CT221 sind schon ein Wort.

Viele Grüße

waterburn
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#2
Ich durfte mal den TL Sub von Visaton im Heimkino erfühlen, das ist beeindruckend. Aber mit viel Fläche, Hub, und Watt geht das auch kleiner. Viel wichtiger ist eine Einmessung am Hörplatz.

[/url]
 

Der [url=https://www.visaton.de/de/service/technische-grundlagen/lexikon/subwoofer]Subwoofer TL-SUB 30 ist für die detailgetreue Wiedergabe von tiefsten Bässen im Subsonicbereich geeignet. Wenn man bereit und in der Lage ist, ca. einen halben Kubikmeter Wohnraum zu "opfern", vielleicht sogar einen Um- oder Neubau der Schrankwand plant, dann kommt der TL-SUB 30 für den absoluten Tiefstbass gerade wie gerufen. Allerdings muss vorab klar gesagt werden: Der Bass der untersten Oktave ist kein Discobass, der wie die Faust in den Magen schlägt, sondern "butterweich". Er macht sich eher als nicht ortbare Luftdruckschwankung im Raum bemerkbar und lässt die "Hosenbeine flattern". Die ultratiefen Bässe vermitteln einen faszinierenden Live-Eindruck - vorausgesetzt, sie sind tatsächlich auf der Tonspur der Software vorhanden. 
Bei der Konstruktion handelt es sich um eine doppelte Transmissionline, die mit zwei TIW 300 - 8 Ohm ausgestattet ist. Durch den Verzicht auf eine Bedämpfung wurde ein enormer Wirkungsgrad, der mit der Eckaufstellung einen Pegel von 114 dB bei 20 Hz und einen maximalen Schalldruck von 121 dB ab 30 Hz, ermöglicht.
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#3
hatte mal einen 25" tml-sub, den mir meister gü, der auch mal im forum vertreten war (paltauf im netz suchen, röhren und LS) geplant hat, mit einem beyma chassis.
mehr als 1m länge - bass war einfach gut. trocken, konturiert, fett, rollend - input ---> output, je nach aufnahme. gut gemacht kann ich kaum unterschiede wahrnehmen zw. den verschiedenen systemen. hatte dann einen 35er BR - saugut. umgezogen, stand dann raumbedingt mehr in der ecke: in den br-schlitz schaumstoff, weil zu viel - kein unterschied.
hatte auch mal die union pacific von harald hecken (newtronics) - ebenfalls tml. prinzipiell in der erinnerung kräftiger, rollender bass, nix aufgebläht oder wie das oft so formuliert wird.
ich hab eigentlich nur gute erfahrungen gemacht mit TML - wie auch sonst meist gilt: gut gemacht  -->  gutes ergebnis.
bloß meine erfahrung, und ich hatte auch schon ein kleines arsenal an LS gehört und besessen.
gruß    reinhard
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#4
Ich kann mich erinnern, dass Bernd Timmermanns die angeblichen Vorzüge von TMLs ggü. BR-Konstruktionen mal mit der grundsätzlich schon mal größeren Querschnittflächen der Resonatoren von TMLs begründet hat, mit der die ja in der Regel auftreten.

Ich verstehe das so, dass man bei BR-Boxen TML-Resonanzen ja gerade aus dem Übertragungsbereich heraushalten will. Dazu müssen BR-Ports aber kurz gehalten werden, was dem Wunsch nach möglichst großer Querschnittfläche entgegensteht, vor allem, wenn das Volumen des Lautsprechers eher klein sein soll.

In dem Artikel der HobbyHifi, in der er sich so geäußert hat, hat er dann eine BR-Box mit vergleichsweise sehr großer Querschnittfläche gezeigt. Wenn der Tieftöner Parameter hat, die das notwendige Gehäusevolumen groß werden lassen bezüglich der Membranfläche, dann ist das natürlich kein Hexenwerk.  Cool

Oder man baut CB, entzerrt und investiert genug Verstärkerleistung sowie verzerrungsarmes Verschiebevolumen, so dass das Fehlen eines Resonators kompensiert werden kann.
Viele Grüße
Michael
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#5
waterburn schrieb: Bei mit gibt es eine Raumecke, wo eine einfach gefaltete TL gut reinpassen würde.
mal ganz unabhängig vom Prinzip, die Aufstellung eines einzelnen Subwoofers in der Raumecke ist eher ungünstig

waterburn schrieb: Durch ein Chassis auf 1/5 eins auf 1/3 und den Auslass regt man den Raum in der Höhe an drei Stellen an.
dazu sind die Wellenlängen viel zu groß als das einen Effekt bringen würde.
bevor du etwas in der Art baust, wäre es sinnvoll sich mit dem Room-Simulator von z.B. REW einen Überblick zu schaffen
u evtl. kommst du zur Erkenntnis das mehrere kleine Subwoofer, geschickt verteilt, die bessere Lösung sind.

Grüße Udo
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