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Projekt mit Germanium Transistoren - Testhörer gesucht
#1
Hallo,
 
ich habe ein kleines Projekt mit Germanium-Transistoren aufgebaut.

Ich würde gerne nach ein paar Testhörern suchen, vielleicht so um die fünf Stück. Idealerweise verfügt Ihr über ein gewisses Hörverständnis und auch eine entsprechende Wiedergabekette. Perfekt wäre es, wenn Ihr verschiedene Endverstärker zum Testen hättet.

Technisch stellt die Schaltung keine Ansprüche an den Tester. Sie ist für ein Line-Signal ausgelegt, wird also zwischen das Quellgerät (CD-Player, Phono-Pre, Streamer, usw.) und dem Verstärker mittels Cinch eingeschleift. Dann gilt es verschiedene Einstellungen auszuprobieren. Sie funktioniert nicht zwischen Plattenspieler und Vorverstärker, das hängt mit den Impedanzen zusammen.
Die Zeit die Ihr dafür braucht beträgt ca. 15 Minuten pro Einstellung, plus Verkabelung und Warmlaufen der Komponenten. Natürlich könnt Ihr auch länger hören, die Zeit ist nicht begrenzt und richtet sich nach Lust und Laune. Das Ganze kann natürlich auch mit einer Hörsession verbunden werden.
 
Kleiner Hinweis: Das Gerät verwendet im Signalweg zwei Koppelkondensatoren. Wer das nicht mag, ist vielleicht als Tester weniger geeignet. Das ist nicht böse gemeint.
 
Die „Teilnahmebedingungen“ wären:
  • Ihr bekommt das Gerät zugeschickt, eine genaue Anleitung bekommt Ihr dazu.
  • Hörprobe, möglichst innerhalb von ein paar Tagen, sodass mehrere Tester mitmachen können.
  • Ihr gebt mir Rückmeldung zu ein paar Fragen, das dauert vielleicht 15 Minuten.
  • Ihr schickt das Gerät an den nächsten Tester, das Porto (Maxibrief, kleines Päckchen) würde dann auf Eure Rechnung gehen.
  • Zum Schluss würde ich eine Auswertung erstellen und sie hier posten. Dazu würde ich gerne – natürlich ohne Nennung von Namen – Eure Rückmeldungen verwenden.
 
Das Projekt ist kein Voodoo oder Scharlatanerie. Es soll niemand veräppelt werden. Die Hörproben sollen ggf. die Basis für ein neues Platinenprojekt sein.
 
Fragen beantworte ich gerne, bitte habt Verständnis wenn ich noch keine Details zur Schaltung gebe, ich möchte das Testergebnis so neutral wie möglich ermitteln.
 
Bei Interesse bitte PN an mich. Der Rest der Kommunikation würde dann auch über PN oder E-Mail laufen.
 
Viele Grüße
Frank
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#2
Als Testhörer eigne ich mich tatsächlich nicht, aber generell wäre es ja interessant, wenn man mal ein Treffen organisiert, wo jeder etwas selbstgebautes (oder auch gekauftes) mitbringt, und man unterschiedlichste Kombinationen anhören kann. Nicht als Contest, rein als Möglichkeit verschiedene Komponenten zu testen, einerseits eigene, aber auch Ideen zu holen, was man besser machen kann.
Ich hätte da kein Stress mal was zu machen, wäre halt Südhessen (Großraum FFM).
Hab früher sowas im Bereich Fahrradlampen-Bastelei gemacht, als das noch ein Thema für viele war, weil es quasi nichts gescheites zu kaufen gab.
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#3
Ich persönlich würde meinen Thread gerne zu Ende führen. Ich kann alles zitieren, was ich über die vielfältigen Testmöglichkeiten geschrieben habe, bis hin zum Testen von Kabeln mit unterschiedlichen Kapazitäten. Das ist nicht nur bei Hunderten von Pikofarad, sondern bei jedem einzelnen Pikofarad hörbar. Der Testbereich liegt mir, und er erlaubt mir außerdem, diesen sinnlosen Diskussionen ein Ende zu setzen.
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#4
(09.05.2026, 14:44)Audio-Panda schrieb: Ich persönlich würde meinen Thread gerne zu Ende führen. Ich kann alles zitieren, was ich über die vielfältigen Testmöglichkeiten geschrieben habe, bis hin zum Testen von Kabeln mit unterschiedlichen Kapazitäten. Das ist nicht nur bei Hunderten von Pikofarad, sondern bei jedem einzelnen Pikofarad hörbar. Der Testbereich liegt mir, und er erlaubt mir außerdem, diesen sinnlosen Diskussionen ein Ende zu setzen.

Leider kann ich mit Deinnen Auführungen nicht entnehmen, was Du genau mit meiner Schaltung testen möchtest?
Es geht nicht um Kabel und ich arbeite mit Kapazitäten im Mikrofaradbereich.
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#5
Es geht hier weniger um Sie und Ihre Arbeit, sondern vielmehr um meinen Forumskollegen MT200. Er hat überall ernsthafte Zweifel. Wir werden die Gelegenheit haben, Germaniumverstärker mit einem Verstärker auf Basis von SiC-Transistoren zu vergleichen. Vielleicht verkürzt das die Entwicklungszeit einiger von uns. Ich will nicht verheimlichen, dass mein Verstärker über sehr vielfältige Fähigkeiten verfügt, darunter die präzise und zuverlässige Bestimmung der Qualität von Verbindungskabeln – etwas, worüber viel gesprochen wird, was aber niemand wirklich versteht.
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#6
Warum Germanium-Transistoren? Ist an denen irgendwas besonderes außer der Tatsache, dass sie vor meiner Geburt schon ausgestorben waren?

(Klingt nach fieser Frage, ist aber wirklich ernst gemeint)
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#7
Ähnlich wie bei Röhren zeigt sich auch bei Ge-Transistoren im nichtlinearen Betrieb ein sehr eigenes Spektrum an Verzerrungen, und damit ein spezielles Klangbild.
Linear betrieben macht das tatsächlich wenig Sinn, ich kenne das halt aus Verzerren für Gitarren.
Deswegen sehe ich das halt primär in analogen Effektgeräten.
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#8
(11.05.2026, 13:52)MT200 schrieb: Ähnlich wie bei Röhren zeigt sich auch bei Ge-Transistoren im nichtlinearen Betrieb ein sehr eigenes Spektrum an Verzerrungen, und damit ein spezielles Klangbild.
Linear betrieben macht das tatsächlich wenig Sinn, ich kenne das halt aus Verzerren für Gitarren.
Deswegen sehe ich das halt primär in analogen Effektgeräten.
Ja, dazu gibt es nichts mehr zu sagen. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Und niemandem kommt in den Sinn, dass dieses Fundament gar kein Fundament mehr sein könnte – man muss nur das Netzteil des Geräts wechseln, und schon muss man alles von vorn lernen.
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#9
Don’t feed the troll.
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#10
(11.05.2026, 14:53)Micha_HK schrieb: Don’t feed the troll. [Bild: thumbsup.png]
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#11
E280F, lies bitte hier nach:
https://www.diy-hifi-forum.eu/showthread...349&page=7
Genau das meinte ich, und es verändert alles bei Audioverstärkern. Mit diesen Netzteilen lassen sich die Röhrenmodi, die Auflösung der Geräte und vieles mehr verändern. Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie ein solches Netzteil Geräte mit Germaniumtransistoren beeinflussen kann.
Ich hoffe, du verstehst meinen Vorschlag und schaust dir an, was ich allen als Geschenk angeboten habe. Ich würde mich freuen, wenn es jemand wirklich zu schätzen wüsste und das auch offen ausspricht. Bisher habe ich nur Troll-Nachrichten gesehen.
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#12
Hallo Valentin,

ich find's ja schön, dass du HiFi-Audio neu erfunden hast und du deine Erkenntnisse mit uns teilen willst.

Aber bitte sprenge hier nicht jegliche Diskussionen mit deiner Agenda.

Adressiere deine Themen an richtiger Stelle (zB in deinen Threads). Bitte dränge nicht zu sehr und gib anderen Leuten hier auch etwas Luft, so dass es auch in Zukunft möglich ist, andere Themen offen zu diskutieren.

Viele Grüße

Edit: Text angepasst
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#13
(11.05.2026, 13:52)MT200 schrieb: Ähnlich wie bei Röhren zeigt sich auch bei Ge-Transistoren im nichtlinearen Betrieb ein sehr eigenes Spektrum an Verzerrungen, und damit ein spezielles Klangbild.
Linear betrieben macht das tatsächlich wenig Sinn, ich kenne das halt aus Verzerren für Gitarren.
Deswegen sehe ich das halt primär in analogen Effektgeräten.

Kurze Nachforschung hat ergeben, dass die damals verfügbaren Typen eine ziemlich geringe Stromverstärkung hatten, dafür aber eine deutlich niedrige Schwellenspannung. Ersteres würde ich auf die Bauform schieben (grobschlächtige Okulyten mit anlegiertem Iridium) und damit verbesserbar, zweiteres auf die deutlich niedrigere Bandlücke (etwas mehr als die Hälfte als Silizium), daher nicht änderbar aber auch nicht weiter schlimm. 

Silizium-Kristalle sind wohl nicht so spröde und daher leichter handhabbar. Und viel häufiger. Also insgesamt billiger. Ich nehme an, dass das der Grund war, Silizium zu nehmen.
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#14
Naja, durch die kleine Bandlücke ist eben auch ein hoher Leckstrom und geringe Temperaturfestigkeit (deutlich unter 100 Grad) sowie der Parameterdrift ein Problem. Für HF Anwendung ohne große Leistung ist SiGe noch recht aktuell, aber GaN/GaAs verdrängt das auch, und dort lässt sich auch richtig Leistung realisieren.
Für die reine Funktion, also lineare Verstärkung, sind die modernen Transistoren schon die beste Wahl, aber wenn man eine aktive, analoge Verzerrung möchte, ist das eine Möglichkeit. Das auftreten primär der Oberwellen 2.Ordnung sorgt eben-wie bei Röhren- zu den warmen Klang.
Es sind halt im Fall von Röhren und Ge-Transistoren die technischen Defizite, welche diesen besonderen Klang ausmachen. Freilich lässt sich das alles auch synthetisieren mittels DSP, aber hat eben einen besonderen Reiz, das auf die herkömmliche Variante zu machen. Ich finde solche Projekte immer interessant, schließlich wird es bei fast jeder Form der Verzerrung Personen geben, die das als Verbesserung des Klanges empfinden, natürlich auch das Gegenteil. Das experimentieren mit solch alten Schaltungen ist auf jeden Fall immer eine Bereicherung im Hobby, da ist nämlich das schöne, dass es eben nicht um (Kosten)effizienz geht, sondern alles gut ist, was einem gefällt.
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#15
Darakon, deine Wünsche wurden erhört und ich werde schweigen.
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#16
Hallo Valentin,

mein Anliegen ist es nicht dich oder irgendjemanden zum Schweigen zu bringen.
Es sollten nur andere auch die Möglichkeit haben, ihre Themen hier zu adressieren, ohne dass immer der Verweis auf dein Thema kommt.

Freundliche Grüße


Edit: Beitrag #12 angepasst.
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#17
Hallo,

im Prinzip wurde ja alles von MT200 richtig ausgeführt. Es ist die Kennlinie und die Oberwellen der Ge-Transistoren. Und natürlich auch der Reiz mal was anderes zu probieren und das mit sehr gutem klanglichen Erfolg. Von digital erzeugten "Nachbildungen" halte ich übrigens überhaupt nichts.

Vielleicht mal ein einfaches Bild zur Verdeutlichung:

   

Viele Grüße
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#18
Analogtechnik ist auch eine feine Sache, auch wenn es technisch möglich und auch einfacher ist, muss man ja nicht immer alles mit DSP machen. Kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich beides mache.
Bei analog/digital kommt mir immer wieder die falsche Bezeichnung für class D Verstärker, die ja Analogverstärker sind, nur eben geschaltet und nicht linear.
Ich hätte da tatsächlich die Bezeichnung "Schaltverstärker" in Anlehnung an Schaltnetzteil gewählt und entsprechend class S (switch mode amplifier, da passt es ja auch).
Ich habe auch mal überlegt, eine class D mit Bipolartransistoren oder gar Röhren zu bauen. Nicht weil es Sinn macht (tut es nämlich absolut nicht), nur um es mal zu probieren. Finde sowas auch immer interessant!

Viel Spaß auf jeden Fall mit der Bastelei!
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#19
Also ich finde die Idee gut, mal was mit Germanium zu machen. Warum nicht? Aus meinerSicht sind die Kennlinien der Halbleiter oder auch Röhren halt ohnehin mehr oder weniger krumm, weit weg von theoretischen highfidelen Ansprüchen. Im Endeffekt würde es wohl ein einfacher Widerstand tun, um sie zu linearisieren, falls das überhaupt nötig ist…
Es geht hier ums Ausprobieren, Aufbauen und Testen also im die Praxis und das ist was an dem Thema meiner Meinung nach zählt.

lG Sven
AUDIY LIFE auf YT
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#20
Moin zusammen,
Germanium ist wohl wieder im kommen! Im Urlaub haben wir in Tsumeb, Namibia das Museum der stillgelegten, großen Blei & Kupfermine besucht (mit Einzelführung durch den Leiter). Die Mine ist erschöpft und mittlerweile weitgehend abgesoffen - aber die Chinesen haben die Ruine kürzlich komplett aufgekauft.

Warum? Auf der Riesen-Abraumhalde lagert der "Beifang" aus Jahrzehnten Betrieb:

70%  des bekannten weltweiten GERMANIUM Bestands !
Gruß Klaus

Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
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