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Messungen vom Verhalten von Sonifill und ko
#1
Moin, Frage in die Runde
ich sucher preiswerte Ersatzwerkstoffe für Sonofill und Konsorten
Ikea Kissen sind mir bekannt, ich will aber Mattenware nehmen.

Frage:
Wie Messe ich am besten die Dämpfungseigenschafften der Stoffe, wie stark die Schall in bestimmten Frequenzbereichen reduzieren.

Mein Ansatz wäre:
Breitbänder -> ??cm Abstand - Testobjekt -- ??cm Abstand - Messmikrofon , gemessen mit Arata ?

Erste Messung Breitbänder ohne Testopjekt dazwischen
Nächste Messungen mit Testojekt dazwischen.

Frage:
ist der Ansatz so richtig, und in welchen Abständen sollten das Messojekt jeweils vom Breitbänder und vom Mic entfernt sein ?
Ich will keine Wände Beruhigen, es soll nur die Reduzierung vom Schall ermittelt werden.
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#2
Moin Olaf,
so habe ich das mal gemacht https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php...t=Pentaton
Gruß Klaus

Die Entwicklung von KI muss verpflichtend mit geistiger „Aufforstung“ verbunden werden – für ein Rechenzentrum sind 10 Schulen zu bauen und zu betreiben ...
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#3
(Gestern, 08:21)Olaf_HH schrieb: Mein Ansatz wäre:
Breitbänder -> ??cm Abstand - Testobjekt -- ??cm Abstand - Messmikrofon , gemessen mit Arata ?

Bei dem Messansatz würde eine Spanplatte ziemlich gut abschneiden - kommt nichts durch. Mikrofon auf die gleiche Seite wie die Schallquelle setzen und die Reflexion messen? Da würde ein offenes Fenster besser abschneiden. Allein mit dem Gedankenexperiment zeigt sich, dass beide Tests für sich alleine für dein Vorhaben untauglich sind. Benutzt Du dagegen beide, dann misst du Reflexion und Transmission, und in Kombination kannst du dann das am besten schallschluckende Material herausfinden. 

Aber das heißt noch lange nicht, dass du damit auch herausfindest, welches Material im Lautsprecher zur Dämpfung der Gehäusehohlraummoden am besten funktioniert, denn dann reden wir noch über die akustische Impedanz des Materials, und die muss passen: ist sie zu hoch, dringt der Schall nicht genügend in das Material ein, und du erhältst nur ein Verschiebung (und leichte Dämpfung) der Modenfrequenzen - praktisch ein verkleinertes Gehäuse. Das passiert zum Beispiel mit Basotect. Eine zu kleine Impedanz ist dagegen mit geringer Dämpfungswirkung verbunden. 

Der beste Test ist tatsächlich, ein kleines Gehäuse zu bauen und die Wände mit den Testmaterialien zu belegen.
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#4
Erst mal Danke für die schnellen Antworten
Den Link kann ich erst heute Abend angehen

@JFA mir geht es in der Tat um die Bedämpfung des kompletten Rückwärtigen Schalls eines Breitbänders in einer Box, das dieser nicht von der Rückwand komplett reflektiert und auf den BB zurückgeworfen wird. 
Rückwand ist schichtweise aufgebaut mit Holz - Alu Butyl - 5mm Filz

Davor will ich passendes Material verwenden um ab dem Mittenbereich den Schall zu reduzieren, bzw im Polyester in Wärme um zu wandeln.
Bondum800 auf der Rückwand ist mir zu teuer, deswegen würde ich unterschiedliche Materialen ähnlich Sonofill nur in Dickerer Form testen wollen 
Für die Längsresonanzen würde ich einen IHA verwenden.
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
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#5
Alles nur eine Frage des spezifischen Strömungswiderstandes und der Schichtdicke. Sind beide bekannt, kannst du das berechnen. Geht wunderbar hiermit:

http://www.acousticmodelling.com/multi.php

Vereinfacht gesagt muss für Bassabsorption der Strömungswiderstand niedrig und die Schicht dick sein, bei Hochton umgekehrt.
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#6
@walwal
Danke für den Tipp. Leider stehen von dem Material keine Acoustischen Daten bzw Eigenschafften zur Verfügung.
Daher der Test  Wink
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
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#7
Tongue 
Lesestoff 

https://www.akustikforschung.de/know-how...orositaet/


https://recording.de/threads/stroemungsw...en.230997/
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#8
(Gestern, 10:53)Olaf_HH schrieb: @JFA mir geht es in der Tat um die Bedämpfung des kompletten Rückwärtigen Schalls eines Breitbänders in einer Box, das dieser nicht von der Rückwand komplett reflektiert und auf den BB zurückgeworfen wird. 

Diese Idee ist ja ganz gängig im HiFi, kommt aber von einem falschen Verständnis der Vorgänge in einem LS-Gehäuse. Der einfach reflektierte Schall von irgendeiner Rückwand ist nämlich überhaupt kein Problem; die Membran des Treibers ist dazu viel zu schwer, das bisschen Schall kriegt die nicht bewegt. Bei Folienwandlern ist das schon eine andere Sache, ganz besonders Elektrostaten, das musst ich mal auf die harte Tour lernen. 

Entscheidend sind die Moden, denn die stellen dem Chassis einen hohen Widerstand entgegen, es gibt die berüchtigten Einbrüche, und die gilt es zu dämpfen. Natürlich könnte man dann das Gehäuse vollstopfen, aber viel effektiver ist es, die Eigenschaften der Moden zu benutzen. Und dann stellt man fest, dass die Raummoden zwar nicht durch die Wand kommen, sich die Teilchen aber parallel zu ihr - auf ihr! - bewegen. Und in den Kanten ist das genau so, wobei dann noch eine weitere Richtung eingeschränkt ist. Das macht man sich mit Kantenabsorbern in der Raumakustik zu Nutze, wo es meistens nicht möglich ist, die ganze Wand/Boden/Decke zu bepflastern. Das kann man auch im LS-Bau genau so machen: einfach den passenden Schaumstoff in jede Kante, auf ganzer Länge, das macht schon richtig was. 

Ich klebe normalerweise auf jede Wand flächig Schaumstoff, weil das einfacher ist und noch mehr dämpft, aber eigentlich würde schon etwas in den Kanten ausreichen. Mein Favorit ist von Cellofoam der 470/471, in manchen Produkten mussten wir 461 UL wegen UL-Kennzeichnung einsetzen. Ob das die besten sind weiß ich nicht, aber sie waren gut verarbeitbar und wirksam, außerdem mit selbstklebender Schicht verfügbar.
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#9
(Gestern, 11:42)einfach den passenden Schaumstoff in jede Kante, auf ganzer Länge, das macht schon richtig was. schrieb: Ich klebe normalerweise auf jede Wand flächig Schaumstoff, weil das einfacher ist und noch mehr dämpft, aber eigentlich würde schon etwas in den Kanten ausreichen. Mein Favorit ist von Cellofoam der 470/471, in manchen Produkten mussten wir 461 UL wegen UL-Kennzeichnung einsetzen. Ob das die besten sind weiß ich nicht, aber sie waren gut verarbeitbar und wirksam, außerdem mit selbstklebender Schicht verfügbar.

Hi, genau den versuche ich zu finden.
Der Tipp mit dem Cellofoam 470/471 werd ich mal anschauen.
Jetzt werde ich erst mal das 4qm2 Polyestervlies mit 60mm Stärke testen, was eben angekommen ist. Cool
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
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#10
Moin Olaf,

Zitat:Mein Ansatz wäre:
Breitbänder -> ??cm Abstand - Testobjekt -- ??cm Abstand - Messmikrofon , gemessen mit Arata ?

Erste Messung Breitbänder ohne Testopjekt dazwischen
Nächste Messungen mit Testojekt dazwischen.

So in etwa hatte ich das hier mal gemacht (ich denke im LB3-Thread, bin aber nicht mehr sicher. Dort gibt es evtl. auch noch Details zum Messaufbau). Wie auch immer, ich habe einen Breitbänder von hinten an einen Kasten geschraubt, im Kasten dann eine definierte Dicke verschiedener Dämpfungsmaterialien (bei weichen Materialien zum Teil mit unterschiedlicher Kompression/Füllmenge) eingebracht und Messungen ohne vs mit Dämpfungsmaterial durchgeführt.

Das Ergebnis ist in dieser Darstellung zusammengefasst:
   

Gezeigt wird die Dämpfung bei unterschiedlichen Frequenzen gegenüber der Messung ohne Dämpfungsmaterialien.

Es gilt natürlich was Jochen sagt:
Zitat:Aber das heißt noch lange nicht, dass du damit auch herausfindest, welches Material im Lautsprecher zur Dämpfung der Gehäusehohlraummoden am besten funktioniert, denn dann reden wir noch über die akustische Impedanz des Materials, und die muss passen: ist sie zu hoch, dringt der Schall nicht genügend in das Material ein, und du erhältst nur ein Verschiebung (und leichte Dämpfung) der Modenfrequenzen - praktisch ein verkleinertes Gehäuse. Das passiert zum Beispiel mit Basotect. Eine zu kleine Impedanz ist dagegen mit geringer Dämpfungswirkung verbunden. 

In der Praxis nutze ich daher Basotect oft mit einer weiteren Schicht darauf, wie z.B. Fibsorb (das hatte ich mir irgendwann von Christoph Gebhard abgeschaut), um Reflexionen an Basotect durch die relativ hohe akustische Impedanz zu vermeiden. 

Dennoch finde ich diese Messung relativ brauchbar, es lässt zumindest die frequenzabhängige Dämpfung bei einer gegebenen Schichtdicke abschätzen. Wenn das Maerial auf einer (weitgehend) reflektierenden wand sitzt, muss der Schall halt 2 x durch....

Und natürlich kommt es auf den Einsatzzweck an, d.h. willst Du in einem BR-Gehäuse möglichst im Bass verustfrei Mitteltonanteile dämpfen, oder in einem Mitteltobgehäuse möglichst alles wegdämpfen.

Grüße,
Christoph
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#11
@Gaga
Christoph, Du hast also nn deinen Messreihen ein Chassis in die Rückwand einer Kiste (oder ähnlich) Geschraubt und dann mit dem zu messenden Material gefüllt und aufgeschrieben, wie viel dB gegenüber dem Zusand ohne Material verloren gehen ? Weißt Du noch, in welchen Abstand Du das Mic hattest ?

Im Grunde genommen das was ich machen wollte. Werde es einfach mal Testen, Material ist alles da.

Genau wir KI Modellationen ein sehr spannendes Thema.
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#12
Moin Olaf,

ja, ich habe eben noch nachgeschaut. Ich hatte den Breitbänder von hinten auf eine Holzplatte montiert (54cm x 40 cm) und vorne ein Platikgehäuse aufgeschraubt (Maße habe ich noch nicht gefunden, aber die Tiefe, d.h. Schichtdicke der eingebrachten Materialien war 16 cm).

Ichhabe mit Sicherheit ziemlich nahe am Material gemessen, um Raumeinflüsse und den Einfluß des von der Rückseite des Breitbänders abgestrahlten Schalls (ich hatte an der Rückseite des Bretts einfach eine ziemöich dicke Schicht Dämpfungsmaterial angebracht) zu minimieren.

Falls ich noch ein Foto vom Messaufbau finden sollte, poste ich das hier. Aber das ist halt auch schon deutlich über 10 Jahre her....

Bin gespannt, was Du messen kannst.

Grüße,
Christoph
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#13
Du hast immer die Box komplett geschichtet / gefüllt ?

Mir geht es um einen Vergleich wie sich 20mm Sonifill zu 20mm Bondum zu 60mm Ikea Material in der Durchlässigkeit verhalten.
Ich denke zum testen werde ich das mal angehen. nen Breiti mit 10 oder 13cm habe ich, soll ja ab 350 ~ 400 -bis ~~ Hertz für mich Aussagen ergeben.
Es wird ja der Unterschied verglichen, ohne Dämmaterial zu verschiedene Materialien, bei entsprecher Spreizung in Arta solle was zu sehen sein.
 
Und wenn's so nicht funktioniert, ist auch nicht so wild, das Gehäuse was ich dafür nehme wird später eine Kiste für den Schreibtisch mit 16er PM hinten.
Danke für deine Mühen
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#14
Zitat:Du hast immer die Box komplett geschichtet / gefüllt ?

Ja, immer 16cm.

Grüße,
Christoph

PS: Der Breitbänder war ein Multicel MS-115. Also relativ klein.
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