Vor 6 Stunden
Am Wochenende hatte ich nicht nur eine Party sondern auch eine Lehrstunde für "was kann alles schief gehen?" - am Abend vor der Party beim Soundcheck bemerkte ich, dass von den zwei Mains bei einer der Hochtöner durch war, da musste ich ganz schnell transportablen Ersatz organisieren. Das Mischpult hatte erratische Aussetzer die zum Glück 1h vor der Party aufhörten - nachher stellte es sich als Kabelbruch im Netzstecker (was man nicht selbst macht...) des Netzteils raus. Da zwischen der Installation der Ersatzlautsprecher und der Installation der Lichttechnik keine Zeit mehr für Messungen war, habe ich das Messmikro wieder eingepackt, die Frequenzweiche frei Schnauze und mit genau einem Lied als Hörmaterial on-the-fly eingepegelt und beschlossen "das passt so, das bleibt so". Die Internetversorgung für die Musik hat sich tatsächlich 10min NACH Ende der Party verabschiedet. Also alles nochmal gut gegangen.
Die Boxen die ich dann auf die Schnelle geholt habe, sind mal richtig alt: https://www.hifi-wiki.de/index.php/Pioneer_CS-E_700 sind Baujahr 1972-1974, zumindest außen Echtholz, Multizeller-Hochtonhorn und sowohl Tri-Amping-fähig als auch einstellbarer Hoch- und Mittelton. Heutzutage erscheinen insbesondere der Versatz zwischen HT und MT als auch die Trennung (MT bis 5k) ungewohnt. Lasst uns das anschauen.
Hui, das sieht nicht gut aus. Im Hochton säuft eine Box massiv ab. Pegelsteller? Weiche? Chassis? Who knows. Also die bessere der beiden als Basis genommen und weiter.
Disclaimer: Quick-and-very-dirty-Messungen bei mir in der Bude, daneben steht ein fröhlich resonierendes Drumset (ja, Snare abgehoben), in Ermangelung eines Drehtellers das Mikro verschoben, und so weiter. Also bitte dese Messungen nur als technikunterstütztes Bauchgefühl werten.
Ein 12cm MT der bis 5k hochgezogen wird, mit viel Abstand ein Multizeller-Horn - ich hatte Schlimmes erwartet. Es kam: Garnicht sooo schlecht. Gerade in dem Bereich, in dem der MT schon schröcklich bündeln sollte... geht eigentlich und deckt sich erstaunlich gut mit den damaligen Herstellerangaben: https://audio-heritage.jp/PIONEER-EXCLUS...-e700.html
Ja nun, da schlägt die Distanz zwischen MT und HT zu. Was willste machen.
Die CS-E700 stammt aus einer Zeit, in der Lautsprecher dieser Größe typischerweise auf dem Boden standen, so auch bei meinem Vater. Hat man damals so gemacht. Bei einer solchen Aufstellung ist die vertikale Position zum Zuhörer sehr wichtig. Ein Multicell-Horn kann die horizontale Schallverteilung unterstützen, während vertikale Bündelung möglicherweise in Kauf genommen wurde. Für mich sieht die Pioneer damit nach einer Konstruktion aus, die auf eine brauchbare horizontale Schallverteilung optimiert wurde und dafür einen eingeschränkten vertikalen Hörbereich akzeptiert.
Mir haben die Teile auf der Party echt gute Dienste geleistet und es war absolut ausreichend (im Verbund mit dem anderen Equipment) dass sie am Veranstaltungsort sagten, dass sie noch nie so guten Sound erlebt haben. Ich habe dann mal einen Schluck auf das Wohl meines Vaters genommen.
Schrauben werde ich auch am kaputten Hochton nicht - die Pegelsteller sind bekanntlich anfällig uns wahrscheinlich seit 45 Jahren nicht mehr bewegt. Würde ich die Teile weiterverwenden, würde ich wohl erstmal die Kondensatoren tauschen und feste Widerstände einlöten, die DRehregler also funktional lahmlegen. Für mich keine Option, ich werde sie genau so beetreiben wie sie seit 20 Jahren genutzt werden: Nichtmal angeschlossen als Vasenabstelldings.
Die Boxen die ich dann auf die Schnelle geholt habe, sind mal richtig alt: https://www.hifi-wiki.de/index.php/Pioneer_CS-E_700 sind Baujahr 1972-1974, zumindest außen Echtholz, Multizeller-Hochtonhorn und sowohl Tri-Amping-fähig als auch einstellbarer Hoch- und Mittelton. Heutzutage erscheinen insbesondere der Versatz zwischen HT und MT als auch die Trennung (MT bis 5k) ungewohnt. Lasst uns das anschauen.
Hui, das sieht nicht gut aus. Im Hochton säuft eine Box massiv ab. Pegelsteller? Weiche? Chassis? Who knows. Also die bessere der beiden als Basis genommen und weiter.
Disclaimer: Quick-and-very-dirty-Messungen bei mir in der Bude, daneben steht ein fröhlich resonierendes Drumset (ja, Snare abgehoben), in Ermangelung eines Drehtellers das Mikro verschoben, und so weiter. Also bitte dese Messungen nur als technikunterstütztes Bauchgefühl werten.
Ein 12cm MT der bis 5k hochgezogen wird, mit viel Abstand ein Multizeller-Horn - ich hatte Schlimmes erwartet. Es kam: Garnicht sooo schlecht. Gerade in dem Bereich, in dem der MT schon schröcklich bündeln sollte... geht eigentlich und deckt sich erstaunlich gut mit den damaligen Herstellerangaben: https://audio-heritage.jp/PIONEER-EXCLUS...-e700.html
Ja nun, da schlägt die Distanz zwischen MT und HT zu. Was willste machen.
Die CS-E700 stammt aus einer Zeit, in der Lautsprecher dieser Größe typischerweise auf dem Boden standen, so auch bei meinem Vater. Hat man damals so gemacht. Bei einer solchen Aufstellung ist die vertikale Position zum Zuhörer sehr wichtig. Ein Multicell-Horn kann die horizontale Schallverteilung unterstützen, während vertikale Bündelung möglicherweise in Kauf genommen wurde. Für mich sieht die Pioneer damit nach einer Konstruktion aus, die auf eine brauchbare horizontale Schallverteilung optimiert wurde und dafür einen eingeschränkten vertikalen Hörbereich akzeptiert.
Mir haben die Teile auf der Party echt gute Dienste geleistet und es war absolut ausreichend (im Verbund mit dem anderen Equipment) dass sie am Veranstaltungsort sagten, dass sie noch nie so guten Sound erlebt haben. Ich habe dann mal einen Schluck auf das Wohl meines Vaters genommen.
Schrauben werde ich auch am kaputten Hochton nicht - die Pegelsteller sind bekanntlich anfällig uns wahrscheinlich seit 45 Jahren nicht mehr bewegt. Würde ich die Teile weiterverwenden, würde ich wohl erstmal die Kondensatoren tauschen und feste Widerstände einlöten, die DRehregler also funktional lahmlegen. Für mich keine Option, ich werde sie genau so beetreiben wie sie seit 20 Jahren genutzt werden: Nichtmal angeschlossen als Vasenabstelldings.


