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Projekt Phonestion
#1
Ich mache zum Anfang einfach mal einen Picdump, weitere Details kommen wenn es so weit ist... Das hier wird also ein Projektttagebuch. Das ganze ist recht eng verwandt mit diesem Thread. In der Zip-Datei ist die 3D-Konstruktion in die ich in FreeCAD gemacht habe enthalten. Ich weiß nicht, ob das mit dem aktuellen stable Release zu öffnen ist, ich arbeite gerade mit der 1.1RC1. Die aus dem Modell abgeleiteten Konstruktionszeichnungen sind in der PDF-Datei.

Gruß, Onno


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               

.pdf   Subwoofer.pdf (Größe: 392,46 KB / Downloads: 22)
.zip   Subwoofer.zip (Größe: 135,03 KB / Downloads: 7)
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#2
Demnach werden es vier Subwoofer, die vermutlich in einem Wohnraum verteilt werden?

Irgendwie sieht es auch so aus, als wolltest du sie mit selber konstruierten Passivmembranen ausstatten?

Mein Liegestuhl steht.  Sunglasses
Viele Grüße
Michael
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#3
Heute habe ich zunächst die Montagerahmen der Passivmembranen fertig gemacht und mit den Rückwänden verschraubt, anschließend am Zylinderschleifer die Ausschnitte nochmal nachgearbeitet, so dass die auch Deckungsgleich sind. Der Kreisschneider hinterläst auch eh nicht die schönste Oberfläche, von daher war da etwas Schleifen eh nötig.
           

Dann habe ich mich an die Passivmembranen gemacht. Die habe ich aus den 8 Ausschnitten die bei den Rückseiten und Montagerahmen anfielen gebaut. Zunächst ergab ein Wiegung eines Ausschnittes, dass die in 15 mm Stärke wohl doch zu schwer werden. Also erstmal 4 davon dünner gemacht
   
In die anderen 4 habe ich dann mit dem Kreisschneider erstmal eine Kreisnut geschnitten.
   
Das Teil habe ich dann auf einen ausgedünnten Ausschnitt ohne Nut geleimt.
   
Dann von der anderen Seite mit dem Kreisschneider die Mitte komplett ausgeschnitten
           
Und dann noch einmal mit dem Kreisschneider die äußere Kontur auf Maß gebracht und schnell übergeschliffen. (Leider kein Foto gemacht)
Dann einmal zum visualisieren zusammengelegt:
       
Laut VituixCAD Simulation brauche ich 250g Mms. Die reinen Membranen sind jetzt bei knapp 240 g, aber da muss noch Furnier drauf. Die halbe Sicke kommt auch noch dazu, so wie die Luftlast und die Aufhängung. Im zweifelsfall kann ich die aber immer noch leichter machen.

Ach ja, als Treiber kommt der Phonar PWM200-8-1 DS zum Einsatz. Gabs vor einiger Zeit mal günstig bei Pollin, hab ich mir gleich vier von hingelegt. Hatte da ursprünglich ne andere Idee für, aber hier passt er auch rein.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#4
Moin Onno,
das ist wirklich Selbstbau  Smile.
Ich bin gespannt welche Sicken du nimmst und was du gegen gegen das "g" unternimmst. Ich habe mir auch schon sowas überlegt und dachte da an Balsaholz oder Paulownia und Nylonfäden, die zur Zentrierung und zur Fixierung der Mittellage dienen. Eine Lösung habe ich da noch nicht gefunden.
Die Verwendung von Billigchassis ist dagegen sehr unaufwendig.
Für den HSB 15 gibt es passende Fahrradschlauch Winksicken, aber die beschnitten Spinnen sind die Hub begrenzung.
Gruß Kalle
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#5
(22.12.2025, 23:30)Slaughthammer schrieb: Ach ja, als Treiber kommt der Phonar PWM200-8-1 DS zum Einsatz.
Moin Onno,
falls du zum PWM noch Futter brauchst: https://www.donhighend.de/?page_id=8182
Bei mir stehen zwei halbfertige Kisten mit PWM und BD139 rum - sollte ich mal fertigmachen ...
Gruß Klaus

Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
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#6
(23.12.2025, 07:33)Kalle schrieb: Ich bin gespannt welche Sicken du nimmst und was du gegen gegen das "g" unternimmst.
Nachdem ich gute Erfahrungen gemacht habe, werde ich das einfach genau so wieder machen.
(23.12.2025, 07:33)Kalle schrieb: Ich habe mir auch schon sowas überlegt und dachte da an Balsaholz oder Paulownia und Nylonfäden, die zur Zentrierung und zur Fixierung der Mittellage dienen. Eine Lösung habe ich da noch nicht gefunden.
Zumindest bei meiner Anwendung, einigermaßen Tiefbass aus recht kleinen Gehäusen, braucht man sich um Leichtbau der Passivmembran gar nicht groß zu kümmern. Und wenn du meinen vorherigen Aufbau anguckst, der spielt jetzt seit 6 Jahren ohne Probleme, ohne dass man sieht dass die Membran absackt oder sowas.
(23.12.2025, 07:33)Kalle schrieb: Die Verwendung von Billigchassis ist dagegen sehr unaufwendig.
Für den HSB 15 gibt es passende Fahrradschlauch Winksicken, aber die beschnitten Spinnen sind die Hub begrenzung.
Naja, wenn man die Schaumsicken noch loswerden möchte ist das auch wieder mit Kosten und Arbeit verbunden. Wobei ich das nicht desswegen selber, ich mache das weil ich Bock drauf habe. Und Zugrif auf eine gut ausgestattete Werkstatt. Wenn ich das alles mit Oberfräse und Fräszirkel machen müsste würde ich mir das auch nicht antun. Ich habe auch schon Billigchassis zu PRs umgebaut, das kann je nach Einsatz auch eine sinnvolle Variante sein. Meine Selbstbaumembran macht hingegen ohne Probleme mit nur minimalen Nebengeräuschen +-20 mm Hub, das ist mit modifizierten Chassis kaum zu erreichen.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#7
Danke Onno für die Doku!
Also richtige Fahrradschläusche. Vielleicht könnte man Gummis mit flachem Querschnitt, Fahrradschlauchreste z.B., nehmen und bis zum Rand befestigen, das könnte die letzten Geräusche verhindern.

Gruß Kalle
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#8
Es gibt druckbar es TPU. Könnte man ggf. Sicken sogar drucken? Geht nur bei einfachen Sicken denke ich, da man beim Drucken nur begrenzt Parameter (Dicke) ändern/ beeinflussen kann.
Gruß
Arnim

Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#9
Es ging hier in der Zwischenzeit durchaus weiter, leider waren die Subwoofer nicht so kooperativ wie erhofft, daher die Verzögerungen.

Ich habe diesmal auf einen Prototypenbau verzichtet und gleich alle 4 Subwoofer zugeschnitten, nur nach Simulation. Nachdem das ja beim letzten mal so hervorragend funktioniert hatte. Naja, als ich den Stapel Zuschnitte so vor mir liegen sah und schon alle Lamellos eingefräst hatte, die Passivmembranen auch schon soweit vorbereitet waren meldeten sich doch Zweifel an der Konstruktion. Also habe ich erst einmal einen Sub verleimt und eine Passivmembran fertig gefrickelt und das ganze ausprobiert. Ich dachte mir so: Vorm verleimen kann man ggf. nötige Änderungen noch einfacher implementieren. Wobei das nach dem Zuschnitt auch nur noch so leidlich geht. Naja. Muss ich jetzt durch. Ein guter Freund sagt immer: Auch Holzwege müssen zu Ende gegangen werden! Also los. Ich baue also einen Sub so fertig wie geplant, inklusive aller dekorativen Features. Da das ganze ja nicht für mich wird, wollte ich mir da an der optischen Front ganz besonders viel Mühe machen, also die Multiplexkanten in der Passivmembran erstmal überfurniert:
   
Das Furnier da in der Rundung mit dem Bügeleisen sauber fest zu bekommen war so viel gefummel dass es da keine weiteren Bilder von gibt.
Und dann zwischen den beiden Ebenen wieder trennen, damit man die PM auch noch von der Gehäuseseite trennen kann:
   
Anschließend kann man (Nachdem man das Furnierpapier abgelöst hat und das Furnier fein geschliffen hat) die Sicke in den Montagerahmen kleben:
       
Diesmal solls ja schön werden, also ohne Tackerklammern. Ich habe die Sicke mit Tesakrepp an der Sollposition fixiert, dann zurückgeklapt, Kleber (UHU MAXrepair) aufgetragen, Sicke in Position geklappt und mit einem weiteren noch nicht aufgeschnittenen Schauch angepresst. Das Verfahren hatte ich ja bei meinem letzten Bau so postuliert, das hat sich in der Praxis auch bewährt.

Anschließend habe ich die PM außen auch überfurniert. Auf der Außenrundung war das sehr viel einfacher und ging so schnell und unspektakulär dass ich da kein Foto von gemacht habe. Auch das verkleben das Sicke ging mit Tesakrepp sehr einfach. Ergebnis:
       
Und von innen:
   
(Ja, da sind natürlich noch die Schraubleisten ins Gehäuse gekommen... gibts auch keine Fotos von.)
Von der Anderen Seite sieht der Sub jetzt so aus:
   
Neben der Passivmembran habe ich ich noch eine Speakonbuchse eingebohrt und ein paar Schrauben um die Seite an den Schraubleisten zu befestigen. Dann noch schnell die Aufhängung mit 3 mm Gummischnur und Messingschraubösen realisieren, dann war ich fertig zum Messen.
   
So sollte das in der Theorie aussehen, bei 15V Verstärkerausgang. Was ich so als maximum geplant haben, TPA3116@24V
Nahfeldmessung von Treiber und PM:
   
Das verspricht nicht so viel Tiefbass wie erhofft. Woran könnte es liegen? Ich hab dann in VituixCAD mal die mechanischen Verluste der PM hochgeschraubt bist die Pegel entsprechend klein war... möglich dass hier das Problem liegt. Der Fahrradschlauch ist schon schon ganz schön dick und steif. Vielleicht ist das 3mm Gummi auch einfach zu fett, das ist eh kaum gespannt. Also den Fahradschlauch wieder rausgerissen, den Kleber abgeschliffen, die dabei entstandenen Schäden am Furnier ausgeflickt. Eine weniger verlustbehaftete Sicke muss her. Was macht der Orgelbauer in seiner Not? Guckt in der Restekiste nach und findet da noch 0,7 mm starkes Rindnappaleder
   
(Ich bitte über das hübsche Furnier auf der Fläche hinwegzusehen, das kommt eigentlich erst später in der Geschichte dran)
Dazu noch 3mm Gummischnur durch 2mm ersetzt. Wieder gemessen, homöopathischer Effekt, wenn überhaupt. Dazu flattert das Leder bei etwas Pegel was ordentlich irreguläre Verzerrungen produziert. Bei genauerer Betrachtung der Sachlage fällt mir auch noch auf, dass ich mit 20 L simuliert habe, und das Gehäuse auf 20 Liter netto gebaut habe, aber die PM und der Treiber klauen da ja noch deutlich was von weg. Zudem sieht der Einbruch auf Abstimmfrequenz in Membrannahfeldmessung nicht nach zu geringer Güte des Resonators aus. Vielleicht einfach zu tief abgestimmt? Nächster Versuch: PM mit dem 60er Forstnerbohrer um 20% leichter machen. Von 250g auf 200g:
   
Das verschob dann die Abstimmfrequenz von 30 auf 34 Hz und hob den Pegel der PM um 3 dB gegenüber der Membran bei 100 Hz an... Ok, muss ich wohl mit leben. Mehr Volumen würde da wohl mehr Pegel bringen, aber der Zuschnitt ist halt schon fertig, und ich habe da ein Paket Furnier erworben was ziemlich genau auf die Gehäusemaße passt. Roomgain wirds am Ende schon richten. Das sollten ohne Roomgain dann schon für über 90 dB bei 33 Hz in 1m Entfernung reichen. Und ich baue ja vier davon.

Also das flatternde Leder wieder raus und den Fahrradschlauch (der die vorherige Demontage tatsächlich überlebt hat) wieder rein. Und wieder 3mm Gummi, das 2mm war schon ziemlich gespannt um auf die passende Abstimmfrequenz zu kommen, das kann für die Langzeitstabilität nicht gut sein. Jetzt bin ich mir auch ausreichend sicher, dass das am Ende schon funktioniert, also Gehäuse auch gleich hübsch machen. Also Furnieren. Ich fand ein schönes Paket Rüster: 24Stk. 69cm x 14,5cm. Damit sollte ich so gerade hinkommen. Einmal mittig gefügt, 29 cm breite, nach Fügen wohl etwas weniger. Meine Gehäuse sind 25 cm tief, da sollte dann auf jeder Seite noch etwas über 15 mm breiter Streifen für die Kanten abfallen. Breite der Gehäuse ist 32 cm, Höhe 36 cm. Da sollte ich also auch eine lange und eine kurze Seite aus jedem Bogen hinbekommen. Also 16 Bögen für einmal um den Korpus herum, bleiben 8 Bögen für die Fronten. Die sind genau 29 cm breit. Aber weil Bündig und lösbar eh nicht geht mache ich da noch eine 3 mm Schattenfuge umlaufend, dann sollte das passen. Und da ich die Kanten vom Korpus schon gemacht haben, brauche ich da auch nur 33 cm Länge, das bekomme ich da auch zwei mal heraus. Raum für Fehler: nicht vorhanden. Dafür auch keine Reste die man irgendwo lagert und eh nie wieder nutzt.

   
Zunächst ein Paar Furnierblätter mit Tesakrepp zueinander fixieren auf ein Brett legen

   
Dann mit einem zweiten Brett und Zwingen fixieren und platt drücken. Jetzt kann man die zu fügenden Kanten mit der Raubank abrichten.

   
So sollte es dann nach dem Fügen aussehen

   
Jetzt auf der Rückseite mit Tesakrepp zusammenheften

   
und die auf der Sichtseite mit Furnierpapier verbinden. (Tesa anschließend wieder entfernen!)

   
Gehäuse aufs Furnier gestellt, wie das Furnier aufgeleimt wird, um die Länge zuzuschneiden.

   
Schnitt mit Bleistift angezeichnet

   
Lautsprecher mit langer Seite auf den Rest gelegt

   
Da ist wirklich nicht viel Luft in der Länge!

   
Und der seitliche Überstand reicht auch noch für die Kanten!

   
Hier sind drei Gehäuse fertig furniert und geschliffen, fehlt noch die letzte Ölung. Davon wie ich die Abschnitte zu Kantenumleimern gemacht habe und schön auf Gehrung da drauf gefummelt habe habe ich keine Bilder mehr gemacht, das war auch so schon genug Arbeit. Im Nachhinein betrachtet wäre es wahrscheinlich wenn auch nicht günstiger so zumindest deutlich schneller gewesen, die Gehäuse aus Massivholz zu bauen. Dann hätte man allerdings nie so ein gleichmäßiges Maserungsbild über alle 4 Subs bekommen.

Demnächst (also in 2-3 Monaten) gibt es hoffentlich mehr zu berichten!
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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#10
Hier hatte es jemand auch gemacht:

https://forum.visaton.de/forum/galerie-d...sivmembran
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