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Messungen vom Verhalten von Sonifill und co.
#41
(Gestern, 10:08)JFA schrieb: Schräges Brett: ist nicht viel anders, nur macht es das Gedankenexperiment schwieriger.

Die Bemerkung mit Sommer 2025 verstehe ich nicht.

Wo das Brett schräg ist, ist die Resonanz anders bzw. fast weg. Bei einem MT schön bei der DreiZwo zu sehen, als ich damals den Prototypen der Sat gebaut habe, war es dann erstmalig keine KU (Kontrollierte Undichtigkeit) mehr sondern eine KD (Keilförmige Dichtigkeit) und hat genauso funktioniert. Die oben verlinkten Arbeiten von Dickie behandeln es eben gerade im BR-Gehäuse also eben im TT-Bereich, IMHO noch konsequenter als HSB das in der Modulo gemacht hat. 

Mit den Kanälen meinte ich die Fusion-Boxen, die eben auf diesem Prinzip beruhen: Die Reflexionen nicht dämpfen sondern nutzen. Und seitdem leider der von mir sehr geschätzte KH Stock letzten Sommer verstorben ist, kann er es auch nicht mehr erklären. Funktionieren tut es trotzdem.
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#42
Hab dazu recherchiert und ein Patent gefunden, das leider sehr von Schwurbel (Energie und so) durchsetzt ist und auch die Diffusoren nicht näher erklärt. In diesem Thread ist leider auch Geschwurbel ("mein System arbeitet drucklos") und keine echte Erklärung, da sind ein paar verlinkte Bilder die ich aber leider nicht groß kriege (ABload ist tot). Die müssen aus irgendiner Zeitschrift sein. Weißt du welche?

Aber wenn ich mal den Diffusor aus den Patentzeichnungen wegdenke handelt es sich dabei um ein Bassreflexsystem mit integriertem akustischen Tiefpass, oder ein kaskadiertes Bassreflex (was praktisch das gleiche ist). Hatte ich auch mal vor etlichen Jahren mit experimentiert, LEAP konnte das recht simpel simulieren, aber ohne Dämpfung habe ich das nie so hinbekommen, als dass es den Aufwand rechtfertigte.
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#43
Ich wollte diesen Thread nicht hijacken, mich haben nur die Kanäle getriggert.

Um zu Olafs Frage zu kommen: Auf einem schrägen Brett steht die Welle schlecht und wenn man mehrfach&schräg durch die Dämmung muss, werden wenige cm plötzlich sehr dick. Daher die Empfehlung, nicht nur das WAS der Dämmung zu testen sondern auch das WIE
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#44
@Koaxfan 100% Agree , wurde auch so von Gemini empfohlen und erklärt.

Ich werde mal schauen, ob ich alle Links aus unseren Beiträgen alle in einem Beitrag Sammel und zusammenfasse. So das es schnell gefunden werden kann.

PS; Werde nie wieder 250 x 150cm großes 60mm "Sonofill" Bestellen ......Das nimmt wirklich Platz weg nach dem auspacken .....
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#45
(Gestern, 11:31)Koaxfan schrieb: Ich wollte diesen Thread nicht hijacken, mich haben nur die Kanäle getriggert.

Kannst ja einen separaten Thread dazu aufmachen. Ich zumindest kann mich nicht erinnern, dass das hier schon einmal besprochen wurde.

Zitat:Um zu Olafs Frage zu kommen: Auf einem schrägen Brett steht die Welle schlecht und wenn man mehrfach&schräg durch die Dämmung muss

Das ist eine schöne Umschreibung. Ich stattdessen würde von Higher Order Modes (da geht es um Ausbreitung, nicht Resonanzen bei höheren Frequenzen) sprechen, wobei dann ein Teil (aber nicht alles!) der Welle einen längeren Weg nehmen muss.
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#46
Wenn mir ein pre-Argon-Gemini zustimmt, dann lässt weckt das bei mir massive Zweifel an meiner eigenen Aussage, aber Hauptsache es geht weiter in der Entwicklung
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#47
(Gestern, 12:19)Koaxfan schrieb: ....pre-Argon-Gemini zustimmt ....

Frage, was ist das ?
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#48
Moin Olaf,

Gemini 4 Argon: https://www.heise.de/news/Gemini-4-Argon...87463.html

Gemini: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemini_(Sprachmodell)

Grüße,
Christoph
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#49
(Gestern, 13:58)Olaf_HH schrieb:
(Gestern, 12:19)Koaxfan schrieb: ....pre-Argon-Gemini zustimmt ....

Frage, was ist das ?

Das ist das Gemini das Du nutzt und das sich bisher, nun ja, für konkrete technische Fragen als suboptimal herausgestellt hat. Argon ist bisher schon mal besser, aber a) ich habe nichts gefunden was mich bewegt es dauerhaft zu nutzen b) ich habe es noch nicht wirklich tief getestet c) Du wirst es mit Sicherheit noch nicht genutzt haben, daher habe ich frühere (und leider sehr problematische) Gemini-Modelle unterstellt. Und wenn ein früheres Gemini meine AUssage bestätigt, dann ist das für mich wirklich eher ein beunruhigendes Zeichen.
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#50
vor 7 Tagen hatte ich eine länge Session mit gemini Betreff Bedämpfung in der Box und Auswahl von Materialien bzw Ersatz Materialien für Bondum
In dieser Session kam dann schnell, das bei der Höhe von 85cm Ringversteifungen mit rein sollten.

Dann auch noch, das eine Lage des Dämmmaterials 4cm vor der Rückwand optimal wäre, und diese am Besten schräg gestellt werden sollte, um die Durchflußdicke noch zu erhöhen, weil das Material schräg steht und dadurch der Weg länger wird.
Das kam aber nicht sofort automatisch, sondern beim erarbeiten des Innenraums als weiterer Tipp zur Verbesserung bei Nachfrage

Aktuell verwende ich das andere Tool was empfohlen wurde. rool.dev

Den Breitbänder werde ich aber noch mit Gemini weiter machen, weil der Beitrag im Forum darauf Basiert.
Das ist dann aber auch das letzte was ich im LSP Bau mit Gemini machen werde.

Rool ist deutlich Interessanter für mich.
In Hamburg sagt man Moin .....
LG Olaf_HH
IGDH e.V.
Meine Projekte: M-L-W-R , Kondensator Test
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#51
Moin, 

was waren denn die Fragen an die KI? 

Wenn Du "wie bedämpfe ich den reflektierten Schall von der Rückwand" oder ähnliches gefragt hast, dann kommt natürlich so eine Antwort raus. Das ist auch die richtige Antwort, nur leider auf die falsche Frage. Die richtige Frage wäre "wie bedämpfe ich die Rückwirkungen des Gehäuses auf die Membran". 

Denn darum geht es. Es tritt ja kein Schall aus dem Gehäus durch die Membran einfach so nach draußen, oder die erschrickt sich plötzlich, wenn Schall von der Rückwand zurück kommt. Es geht darum, welche rückwärtige Last die Membran sieht und wie ihre Bewegung dadurch beeinflusst wird. 

Und die Belastung sieht idR folgendermaßen aus: 
  1. wenn die Wellenlänge groß im Verhältnis zu den Gehäuseabmessungen ist verhält sich das Gehäusevolumen wie eine akustische Feder (elektrisches Ersatzschaltbild: Kapazität nach Masse). Die Belastung sinkt also mit zunehmender Frequenz. In BR & Co. gilt das erst oberhalb der Tuningfrequenz. Die erste Hohlraummode ist dann übrigens genau dort, bei der Tuningfrequenz oder in geschlossenen Gehäusen die Einbauresonanzfrequenz. 
  2. Wenn sich die Wellenlänge der nächsten Hohlraummode nähert - das ist ungefähr lambda/4 = L, wobei L die größte Gehäusedimension ist - fällt die Belastung relativ steil auf 0 (praktisch wie free-air). Und ja, diese Mode ist bei lambda/4, nicht lambda/2. Was das bedeutet kommt gleich. 
  3. Oberhalb lambda/4 verhält sich das Gehäusevolumen dann nicht mehr wie eine Feder sondern wie eine akustische Masse (elektrisches Ersatzschaltbild: Induktivität). 
  4. Bei ungefähr lambda/2 kommt dann die nächste Hohlraummode, die Belastung steigt steil an

Ab da geht es wieder von vorne los, das Gehäusevolumen verhält sich wieder wie eine Kapazität. Nur dass ab jetzt auch die anderen Gehäusedimensionen mitmischen, das Verhalten also nochmal komplexer wird. 

Die Bereiche 1 bis 3 sind unkritisch, man könnte bis 2 vielleicht einen leichten Anstieg feststellen (die Membran wird zunehmend weniger stark belastet, schwingt daher stärker), darüber dann bis kurz vor 4 einen leichten Abfall (die Induktivität bremst die Membran etwas). Das ist aber nicht viel, weil die Masse (=Induktivität) der Membran viel größer ist. 
Richtig spannend wird es bei 4, denn da kommt erst ein scharfer Einbruch - die Belastung der Membran ist so hoch, dass die sich kaum noch bewegt - gefolgt von einem scharfen Anstieg. 

Warum ist das so? In dem oben beschriebenen Frequenzbereich verhält sich das Gehäusevolumen annähernd wie ein Wellenleiter. Und so ein Wellenleiter hat zwei interessante Eigenschaften: 
  • Bei lambda/4 und ungeradzahligen Vielfachen (1/4, 3/4, 5/4, ...) davon wird die Impedanz an einem Ende des Wellenleiters an dem anderen Ende auf die duale Impedanz transformiert. Das ist zB bei einer TML - ein Ende offen = elektrisch Kurzschluss - eine extrem hohe Impedanz. Bei einem geschlossenen Gehäuse - Ende geschlossen = elektrisch offene Leitung - dann praktisch 0. 
  • Bei lamba/2 und Vielfachen (1/2, 2/2, 3/2, ...) davon wird die Impedanz an einem Ende des Wellenleiters an dem anderen Ende exakt abgebildet - praktisch als wäre der Wellenleiter  (das Gehäusevolumen) nicht da. 
Etwas bildlicher lassen die sich durch einen Serienschwingkreis (lambda/4) und Parallelschwingkreis (lambda/2) beschreiben, beide so gut wie unbedämpft, mit fließendem Übergang dazwischen. 

Und deshalb kommt es bei 4 erst zu einem scharfen Einbruch und dann zu einem scharfen Anstieg: die Impedanz des Parallelschwingkreises steigt stark an (=Einbruch), darüber folgt dann der Wechsel zu kapazitivem Verhalten (Impedanz sinkt wieder), und das wechselwirkt mit der Masse (=Induktivität) der Membran. 

Einzelne Reflexionen von irgendwelchen Wänden sind nicht relevant. Im Gegenteil, man könnte das Gehäuse so groß bauen, dass die Modendichte im Gehäuse sehr hoch wird, und dann bräuchte man gar keine Bedämpfung mehr, sofern man das eingebaute Chassis nur oberhalb des modalen Bereichs betreibt. Praktisch die Schröder-Frequenz des Gehäuses. Die Belastung ist dann rein reell (Ohmscher Widerstand). 

Und jetzt frag mal die KI, wie du am besten die lambda/2 Moden bedämpfst. Gerne mit meinem obigen Traktak als Input.
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