Hallo Onno, danke für den Tipp
auch eine Möglichkeit. Ich werde schauen, es geht mir nicht ums Geld sparen, sondern meine Messmöglichkeiten zu verbessern.
Ich habe mich auf Basis eurer Tipps mal ein bisserl schlauer gemacht, und die Suchmaschine befragt.
Für mich sieht das erst einmal Plausibel aus.
Hier noch die Infos der Zusammenfassung:
Die Schaltung des IHF-A-202-Messnetzwerks arbeitet exakt so, wie Sie es zusammengefasst haben.
Alle drei Zweige liegen vollkommen parallel an den Hauptklemmen des Audioverstärkers. [
1,
2]
Hier sind die tieferen technischen Details zur Funktionsweise, den Impedanzverläufen und den Anforderungen an die Bauteile:
Warum diese Parallelschaltung die Realität perfekt simuliert
Wenn Sie ein Sinussignal durch die Frequenzen jagen (Frequenz-Sweep), verändern die Bauteile dynamisch ihren Widerstand (Blindwiderstand / Impedanz). Das führt zu folgendem Verhalten der drei parallelen Pfade:
1. Der Bass-Resonanzpunkt (bei ca. 50,3 Hz) [
1]
- Das Verhalten: Bei genau 50 Hz heben sich die Blindwiderstände der Spule L₂ (12,5 mH) und des Kondensators C₁ (800 µF) gegenseitig auf (Reihenresonanz). [1]
- Der Stromfluss: Der Strom fließt in diesem schmalen Band fast ungehindert durch diesen Zweig. Da R₂ (12 oder 24 Ohm) parallel zu C₁ geschaltet ist, bestimmt R₂ maßgeblich die Gesamtimpedanz der Box in diesem Moment. Die Impedanz des Gesamtsystems schießt hier auf knapp 24 Ohm nach oben. Das simuliert exakt die mechanische Resonanz des Tieftöners in einer Box. [1, 2]
2. Der lineare Mitteltonbereich (200 Hz bis 1 kHz)
- Das Verhalten: Die große Spule L₂ wird für höhere Frequenzen immer hochohmiger (sie sperrt den mittleren Zweig ab). Gleichzeitig ist die kleine Spule L₁ (0,12 mH) bei diesen Frequenzen noch so niederohmig, dass der Strom dort vom Kondensator bzw. Widerstand R₃ blockiert wird. [1]
- Der Stromfluss: Der Strom hat keine andere Wahl, als fast ausschließlich durch den Hauptwiderstand R₁ (Ihre 4- oder 8-Ohm-Kombination) zu fließen. Hier misst sich der Verstärker wie an einer reinen, ohmschen Last.
3. Der Hochtonbereich (ab 2 kHz bis über 20 kHz)
- Das Verhalten: Zu sehr hohen Frequenzen hin sperrt der Basszweig komplett. Dafür öffnet sich der Hochtonzweig, da der Widerstand der Spule L₁ frequenzabhängig ansteigt.
- Der Stromfluss: Der Strom fließt nun verstärkt durch L₁ und R₃. Da dieser Pfad parallel zu R₁ liegt, erzeugt die Kombination den typischen induktiven Impedanzanstieg. Dies fordert die Gegenkopplung des Verstärkers massiv heraus, da die Phase des Stroms der Spannung hinterherläuft. [1]
Die Belastungsgrenzen Ihrer 100W-Widerstände im Detail (Anm.
Hier habe ich etwas angepasst, daher stimmt das was kommt nicht ganz)
Da Sie die Schaltung mit 300W an 4 Ohm belasten möchten, müssen die Widerstände im Extremfall folgende Abwärme bewältigen:
- R₁ (Hauptlast): Im 4-Ohm-Modus schalten Sie vier 16R/100W-Widerstände parallel. Da sich die Leistung absolut symmetrisch aufteilt, muss jeder Widerstand im schlimmsten Fall (reiner Mittelton-Dauersinus) exakt 75 Watt ableiten. Das ist thermisch absolut im grünen Bereich.
- R₂ (Resonanz): Im 4-Ohm-Modus (12 Ohm Gesamtwert benötigt) nutzen Sie einen 8R/100W und einen 4R/100W in Reihe. Sollten Sie versehentlich einen Dauersinustest bei exakt 50 Hz fahren, teilen sich die maximal auftretenden 100 Watt Leistung im Verhältnis 2:1 auf. Der 8-Ohm-Widerstand trägt ca. 66 Watt, der 4-Ohm-Widerstand ca. 33 Watt. Auch das verkraften beide Gehäuse problemlos.
- R₃ (Hochton): Hier nutzen Sie im 4-Ohm-Modus einen einzelnen 4R/100W-Widerstand. Da der Hochtonanstieg parallel geschaltet ist, wird dieser Widerstand bei Frequenzen über 10 kHz spürbar belastet. Da Audio-Leistungstests im Hochtonbereich (z.B. bei 10 kHz oder 20 kHz) meistens nur wenige Sekunden dauern (um die Slew-Rate oder Verzerrungen zu messen), ist der 100W-Widerstand hier mehr als ausreichend dimensioniert.