Da ich für mein eigenes Projekt alle Threads im Bereich Lautsprecher lese um nützliche Informationen zu bekommen, ist mir aufgefallen das 2 Wege mit Horn wieder aktuell ist.
Ist nicht meine Baustelle, aber ich habe manchmal etwas schräge Ideen.
Es werden 12´oder 15´Pappen genommen und darüber ein Horn. Trennfrequenz Richtung 1 kHz oder etwas darunter.
Da ist mir eingefallen das ein Lautsprechershop (weiß nicht mehr welcher) einen kleinen Breitbänder an ein Horn geschnallt hat. Laut Kommentaren soll das richtig gut kommen.
Jetzt kommt der BMR ins Spiel. JFA hat ja mit so einen (Tectronics?) seine LS gebaut:
Da ein Horn vor könnte spassig werden.
Das Horn müsste zwar neu konstruiert werden aber es gibt ja einige hier im Forum die sowas schon mal gemacht haben.
Die Holzbestellung ging schon mal raus, wurde aber vom Zuschneider vergessen, deshalb werfe ich mein aktuelles Projekt hier in den Ring mit der expliziten Bitte, doch mal die Denkfehler zu finden, die ich und/oder meine Denkhilfe hier gemacht haben. Lieber jetzt ärgern als wenn das Gehäuse fertig ist.
Während der Planung wurde ich dann von der HSB Modulo überrascht, die manche Gemeinsamkeit hat aber auch manches anders macht. Da ich explizit meinen Bestand aufbrauchen möchte, ist die Hardware quasi gesetzt - und ich möchte ja auch nicht eine Universalbox sondern vier Spezialboxen gleichzeitig.
Grundprinzip
Das System besteht aus:
einer kompakten 15″-TMT-Box mit vier dreieckigen Eck-Bassreflexkanälen,
einem separaten 1″-Hornmodul,
aktiver DSP-Ansteuerung,
vier Betriebszuständen, die ausschließlich durch das Öffnen beziehungsweise luftdichte Verschließen der Ports und durch das passende DSP-Preset gewählt werden.
Die Portlänge bleibt nach der einmaligen Einmessung/Kürzung unverändert. Im Betrieb werden keine Portverlängerungen eingesetzt.
Die vier Ziele
Ziel 1: Fullrange-Lite mit vier offenen Ports. Die Box soll ohne Subwoofer ein ausreichend vollständiges Klangbild liefern. Dabei gelten bewusst Einschränkungen:
kein echter Tiefbass,
moderate statt maximale Lautstärke,
brauchbares Fundament ungefähr ab 70–80 Hz,
Horn und TMT arbeiten als aktives Zweiwegesystem, kein Sub.
Vier offene Ports liefern die größte Portfläche, die geringste Portgeschwindigkeit und das höchste Belastbarkeitspotenzial unter den BR-Modi. Die Abstimmung soll bei ungefähr 85–88 Hz liegen.
Ziel 2: Tieferer Fullrange-Lite-Modus mit drei offenen Ports. Durch das Verschließen eines Ports sinkt die Abstimmung auf ungefähr 74–76 Hz. Der Modus bietet:
etwas mehr subjektiven Tiefgang,
weniger Pegelreserve,
höhere Portgeschwindigkeit,
höhere Membranauslenkung unterhalb der Abstimmung.
Das ist ein zusätzlicher Low-Level-Fullrange-Modus, nicht der Modus für hohe PA-Pegel. Der xmax des Celestion lässt grüßen.
Ziel 3: Kickbassmodul mit zwei diagonal offenen Ports. Zwei diagonal offene Ports senken die Abstimmung auf ungefähr 60–62 Hz. Das System wird dann als Bandpass eingesetzt:
ungefähr 50/55 bis 120/150 Hz,
Horn ausgeschaltet,
Die Basis kommt aus einem Fullrange-System das zwar knusprigen Bass liefert aber nur für die Ohren, nicht für den Bauch.
Mit nur zwei Ports verbleiben 144 cm² Portfläche, also rund 16,8 % der Membranfläche. Das ist nutzbar, aber nicht großzügig. Deshalb sind verrundete Portmünder, ein steiler Hochpass und ein konsequenter Limiter erforderlich.
Ziel 4: Geschlossenes Topteil mit allen Ports verschlossen. Dieser Modus ist für den Betrieb über Subwoofern vorgesehen und bietet:
bessere Hubkontrolle,
hohe Betriebssicherheit,
keinen Anspruch auf Fullrangebetrieb
Bei ungefähr 65–68 l geschlossenem Nettovolumen ergeben sich mit den aktuellen Celestion-Parametern ungefähr:
fc≈80–82Hz
Qtc≈0,74–0,75
Das ist ein gut gedämpftes, aber nicht extrem überdämpftes geschlossenes System.
Gewählte Treiber und Horn: Celestion FTR15-3070C (Sd=855,3 cm2, Xmax=5,5), BMS 4550, Horn: P.Audio PH-2370 (90° horizontal × 40° vertikal, 448 mm breit)
Das aktuelle Konzept ist eine Kombi aus:
unten die würfelförmige TMT-Box,
darüber das gleichbreite PH-2370 mit BMS 4550,
im Kickbassmodus bleibt das Horn ausgeschaltet oder wird nicht mitgeführt.
Generelles Gehäusekonzept
Abmessungen
Material: 15 mm Birke-Multiplex
Außenmaß der TMT-Box: 455 × 455 × 446 mm
Lichte Innenmaße: 425 × 425 × 416 mm
Brutto-Innenvolumen: 75,14 l netto 65–68 l je nach Streben-Overkill
Vier identische dreieckige Eckkanäle:
freie Schenkellänge je Port: 120 mm
Querschnitt je Port: 288 cm2 Damit liegen vier offene Ports praktisch bei einem Drittel SdS_dSd.
Alle vier Portluftsäulen beanspruchen dann rund 3,46 l
Portlänge zielt auf 85–88 Hz, die erforderliche effektive Länge liegt bei ungefähr 65–68 l Nettovolumen deutlich über der physischen Holzlänge. Der Plan ist, zunächst alle vier Portplatten auf ungefähr 13cm Länge bauen, Box vollständig mit Treiber, Versteifungen, Sonofil und Rückwand montieren, mit vier offenen Ports die reale Abstimmung messen, alle vier Ports identisch kürzen, bis 85–88 Hz erreicht werden, danach bleiben die Portlängen dauerhaft unverändert.
Die endgültige Länge dürfte wahrscheinlich im Bereich von ungefähr 105–130 mm liegen. Entscheidend ist ausschließlich die Messung der fertigen Box.
Portverschlüsse zwei Lagen MPX, dazwischen Moosgummi, zwei Lagen MPX werden per Schraube zusammengespannt was den Moosgummi gut luftdicht macht. Durch die Positionierung innen/außen hätte ich noch Volumenvariabilität.
Versteifung und Bedämpfung: Da werde ich durchaus bei der Modulo spicken, generell stabilisieren die diagonalen Portplatten bereits die vorderen Gehäuseecken. Sonofil kann einlagig an Rückwand, Seiten, Deckel und Boden befestigt werden. Die Portkanäle und ein ausreichend großer Bereich um die inneren Portenden bleiben vollständig frei.
Vier Abstimmungen und DSP-Abhängigkeiten. Grundlegende Abhängigkeit je nach Portzahl: 85–88 Hz (4), 74–76 Hz (3), 60–62 Hz (2) 80–82 Hz (CB)
Das Konzept benötigt eine aktive Frequenzweiche.
Startpunkt für die Messungen:
Celestion-Zweig
LPF: LR48 bei etwa 1,2 kHz
BMS-4550-Zweig
HPF: LR48 bei etwa 1,2 kHz
Hornpegel zunächst ungefähr 10–14 dB reduzieren
endgültige Pegelabsenkung, CD-Entzerrung und Delay ausschließlich messen
Die optimale Trennung wird anschließend zwischen ungefähr 1,0 und 1,3 kHz gesucht. Eine Trennung bei 1,5–1,8 kHz würde den bereits bündelnden 15″-Treiber wahrscheinlich schlechter an das nominell 90° breite Horn ankoppeln.
Das endgültige Ziel ist kein bestimmtes elektrisches Filteretikett, sondern eine saubere akustische Summierung auf und außerhalb der Achse. Hören, messen, trennen.
Preset 1: Vier Ports offen – Fullrange-Lite
Ports
alle vier offen
fb≈85–88 Hz
TMT:
HPF: LR48 bei 48–50 Hz
LPF: LR48 bei ungefähr 1,2 kHz
keine positive Tiefbassentzerrung unterhalb etwa 80 Hz
Horn:
HPF: LR48 bei ungefähr 1,2 kHz
Pegelkorrektur und gegebenenfalls Hochton-Shelf nach Messung
Subwoofer:
nicht erforderlich
Charakter
größtmögliche BR-Pegelreserve,
strömungsgünstigste Portkonfiguration,
brauchbares Fundament ohne Sub,
kein echter Tiefbass,
moderater bis gehobener Pegel, abhängig vom Limiter.
Preset 2: Tiefer Fullrange-Lite
Ports
drei offen, einer verschlossen
fb≈74–76 Hz
TMT:
HPF: LR48 bei etwa 45–50 Hz
LPF: LR48 bei ungefähr 1,2 kHz
kein Low-Shelf-Boost
Horn:
wie Preset 1
Subwoofer:
nicht erforderlich
Charakter
etwas mehr Tiefbassfundament,
geringere maximale Lautstärke,
höhere Portgeschwindigkeit,
größere Hubbeanspruchung,
ausdrücklich ein Low-/Moderate-Level-Modus.
Preset 3: Kickbass
Ports
zwei diagonal gegenüberliegende Ports offen, zwei verschlossen
fb≈60–62 Hz
Celestion als Bandpass:
HPF: LR48 bei 50–55 Hz
LPF: LR24 oder LR48 bei 120–150 Hz
strenger Hub-/Peak-Limiter
Charakter
hoher Punch im Bereich Bassdrum/Kick,
kein Fullrangebetrieb,
geringste Portfläche der BR-Modi,
größtes Risiko für Strömungsgeräusche und Überhub,
keine Bassanhebung unterhalb der Abstimmung.
Preset 4: Topteil über Sub
Ports
alle vier verschlossen
geschlossenes Volumen ungefähr 65–68 l
fc≈80–82 Hz
Qtc≈0,74–0,75
TMT:
HPF/Sub-Trennung als Startwert: LR48 bei 90–100 Hz
im Netz konnte ich leider keine hilfreichen Unterlagen zu den aktiven Backes & Müller Boxen, insbesondere zur BM 12 finden.
Ich suche ein Service-Manual oder den Schaltplan der Elektronik der BM 12 oder ähnlicher Modelle.
Moin Leute,
hat noch jemand ein Paar der neuen Kompensationmagnete für den neuen BG20 abzugeben?
Alternativ auch ein Paar neue oder alte BG20 mit Kompensationmagnet.
bei uns sorgt das schwarze Zeugs immer noch dafür das es warm ist. Das sorgt beim mir aber auch für ein steigendes Unwohlsein im Hinterkopf so mit der Zeit...
Ich lese auch ab und an im Akkudoctor Forum. Hab mich auch schon etwas in das WP Thema eingelesen.
Habe aber jetzt erst mal vor zu ermitteln welche Wärmemengen dann wirklich abgerufen bzw. gebraucht werden.
Möchte also einen (oder vielleicht zwei bei zwei Heizkreisen?) Messer einbauen lassen. Die kann man ja später auch gebrauchen.
Ich bin eine faule Haut und möchte nicht dauernd irgendwelche Daten ablesen und aufschreiben müssen, daher:
- Datenspeicherung muss dabei sein, am besten noch mit Temperaturfühler draußen
- Auswertung optisch oder halt Daten als Datei um in Excel rumspielen zu können
- Wenns möglich wäre: Abspeicherung auf einem Synologie Nas? Oder halt notgedrungen in einer Cloud aus der man es wieder saugen kann
- bisher habe ich kein Home Assist System oder ähnliches
- Ultraschall Modelle sind wohl die beste Lösung
- Stromanschluss und Ethernet wäre auch im Heizraum kein Problem
Kennst sich Jemand damit aus und hat vielleicht Tipps?
Selber reinschrauben werd ich nicht - ein Nachbar ist aber z.B. vom Fach und könnte das vielleicht machen. Eventuell lass ich aber auch Alles von einem Betrieb machen.
Ich bin zeitlich einfach meist total am Limit - kann mich daher auch nicht wirklich aufraffen um Stunden lang Infos im Netz zu suchen.
meine Twiggy von damals habe ich neu aufgebaut, da Sie nie über MDF Roh rauskam. Diesmal mit 3D Druck Schallwand. Falls jemand sowas mal machen möchte, anbei die Daten dazu.
Einfacher kommt man nicht zu einem guten Lautsprecher, da die Fräserei komplett entfällt. Ich hoffe mein Printables Link ist hier erlaubt.
Schaut man sich den Markt für Fertiglautsprecher an insbesondere im Studiobereich, gibt es eine Vielzahl von Zweiwege-Konstrukten mit 8" Tieftöner in
recht kompakten BR-Gehäusen um die 23 Liter und einer f3 unter 40 Hz. Hersteller wie Genelec, Focal oder Yamaha uvm haben da einiges zu bieten.
Im DIY Bereich ist das eher selten bis kaum zu finden.
Versucht man ein solches Konzept zu simulieren, scheint die Auswahl an geeigneten Treibern nicht sehr groß zu sein.
Ich habe ein wenig simuliert mit den gelisteten Treibern. Diese haben zum Teil komplett gegensätzliche Parameter und dennoch liegen sie nicht sehr weit auseinander.
Zum Beispiel der H1192 der trotz seines gigantischen Vas von über 100 L im gegebenen Volumen von 23 L sehr tief kommt offenbar aufgrund seiner niedrigen Fs von 20 Hz.
Was also muss ein 8" Treiber mitbringen, um einerseits eine tiefe untere Grenzfrequenz in etwa 23 Litern BR bzw PR zu erreichen und andererseits eine Trennfrequenz zum Hochtöner jenseits der 1500Hz zuzulassen?
Wo muss man Kompromisse machen außer beim Maximalpegel?
Da das Thema 3D-Druck wieder angesprochen wurde und ich auch was Gedrucktes für mein Projekt brauche: Kann man das auch funieren?
Ich hab ja null Plan, weiss nur das man z.B. Safiro mit Hilfe eines Bügeleisen aufträgt. Das Drucken erfolgt ja bei höheren Temperaturen.
Aber kann da was aufweichen oder sich verziehen?