auf der Suche nach einem Pegelsteller für Mehrkanal-Audio (in meinem Fall idealerweise acht Kanäle symmetrisch) musste ich feststellen, dass die üblichen Lösungen entweder unzureichend genau (Potentiometer), oder aber ziemlich teuer sind (PGA4311, drehbare Widerstandssteller). Und da wir hier ja gerne basteln, dachte ich mir, dass hier vielleicht auch eine Bastellösung der richtige Weg ist...
Vom Grundkonzept her möchte ich einen Pegelsteller aufbauen, der nach dem Prinzip hintereinander geschalteter Spannungsteiler arbeitet, wie bei dem hier von Holger Barske (https://holgerbarske.com/diy/the-pegelsteller/) (Weiß jemand, wo die restlichen Teile des Artikels hin sind?) . Für meinen Aufbau möchte ich aber auf die ganze aktive Elektronik verzichten, und das ganze komplett passiv aufbauen, dafür aber einfach um weitere Kanäle erweiterbar.
Die Grundidee ist dabei folgende: Auf eine Gewindestange (M6x1mm) werden in gleichmäßigen Abständen Kodierscheiben montiert (hierbei hilft die Gewindesteigung von 1mm für den mechanischen Aufbau), an die von beiden Seiten Platinen mit Pogo-Pins gepresst werden. Die Kodierscheiben sind dabei über die Gewindestange drehbar, die Platinen mit den Anschlüssen bleiben statisch. Die Kodierscheibe ist dabei so designt, dass für jeden Kanal ein Pogo-Pin immer Kontakt mit der Kodierscheibe hat, während die beiden anderen Pogo-Pins abwechselnd eine Verbindung mit dem mittleren Pogo-Pin herstellen können. Durch leichte Überlappungsbereiche lässt sich so auch gleich ein Make-before-break-Verhalten herstellen, was auch bei kritischen Pegelwechseln lauteres Ploppen verhindern dürfte.
Mit 10mm Abstandsbolzen zwischen den beiden äußeren Platinen, und einer 1mm Platine in der Mitte ergibt sich genügend Abstand, um auf beiden Seiten eine flache Mutter (3.2mm) und eine PTFE-Unterlegscheibe (1mm) unterzubringen. Die 5mm hohen Pogo-Pins werden dabei um 0.5mm eingepresst.
Da es mit 128 Schaltstellungen keine Mittelstellung gibt, und sich der Drehknopf so nicht auf exakt 12 Uhr stellen lässt (und wir ja alle wissen, was ein krummer Lautstärkewert an Zwangsneurosen auslösen kann), hatte ich entweder die Wahl, auf 127 Stellungen zu gehen, und somit auf den letzten Schritt Dämpfung zu verzichten, oder aber, und dafür habe ich mich entschieden, einen 129ten Schritt einzuführen: Auf der untersten Pegelstufe wird ein weiterer Spannungsteiler mit einer sehr sehr hohen Dämpfung (-100dB oder sowas) eingefügt, der quasi als Mute funktioniert, aber immer noch für eine konstante Eingangsimpedanz sorgt. Mit einem Drehwinkel von 2,5° pro Schritt ergibt sich so ein Drehbereich von 320°.
Als Platine sieht die Rohversion der Kodierscheibe dann so aus:
[ATTACH=CONFIG]73048[/ATTACH]
Hier mal eine Erklärung der Ringe von außen nach innen:
Der äußerste Ring besteht nur aus Löchern. Der Pogo-Pin an dieser Position stellt keinen elektrischen Kontakt her, sondern dient nur dazu, dass die Kodierscheibe an den genau definierten Positionen einrasten kann. Das Loch für die Mute-Position ist minimal größer, so dass das Gefühl des Einrastens hier noch ein bisschen stärker sein sollte.
Die sieben darauf folgenden Ringe dienen der Kodierung der Lautstärke in binärer Weise.
Der achte Ring stellt die Mute-Schaltung dar, wie man sieht, wird hier erst in der äußersten Position der Kontakt gewechselt.
Der neunte, innerste Ring dient zur einfacheren Integration zusätzlicher Elektronik: Auf der einen Seite sind Kontakte, die Anfang und Ende des erlaubten Drehbereichs anzeigen. So könnte man z. B. einen Motor an die Achse anschließen, der dann automatisch an den jeweiligen Positionen stoppt, oder man nutzt die den Kontakt für das untere Ende, um ein Relais zu steuern, das z. B. die Endstufen aktiviert.
Auf der anderen Seite des innersten Rings sind die Kontakte wie bei einem handelsüblichen Drehencoder angeordnet, so dass ein Microcontroller auch die Zwischenschritte erfassen kann.
Die "Nase" an der oberen Seite dient dabei als Anschlag und stößt an den Endpositionen an die Abstandbolzen, kann aber auch dafür genutzt werden, um bei der Montage dafür zu sorgen, dass alle Kodierscheiben gleich ausgerichtet sind.
Bisher liegen aber alle Pogo-Pins auf einer Linie, und somit zu nah beieinander. Der nächste Schritt ist also, die Ringe untereinander so lange um 2,5° zu verschieben, dass für alle Pogo-Pins genug Platz auf den äußeren Platinen ist. Infolgedessen sieht das ganze nun sehr chaotisch aus:
[ATTACH=CONFIG]73049[/ATTACH]
Hier sind die dazugehörigen äußeren Platinen:
[ATTACH=CONFIG]73050[/ATTACH]
Die Platine, die auf der anderen Seite montiert wird, ist genau spiegelbildlich aufgebaut. Die äußeren Platinen sind 50x54mm groß. Als Widerstände können SMD0805, SMD1206 oder bedrahtete Widerstände verwendet werden.
Die gesamte Konstruktion für einen Kanal (Stereo oder Mono Symmetrisch) sieht dabei dann so aus (Gesamttiefe ohne Widerstände: 12mm):
[ATTACH=CONFIG]73051[/ATTACH]
Durch passende Abstandsbolzen lassen sich dabei mehrere Module hintereinander montieren, so dass die Anzahl der geregelten Kanäle eigentlich nur durch die physischen Abmessungen begrenzt ist.
Wo könnten Probleme entstehen?
Zum einen sind Pogo-Pins natürlich nicht unbedingt als Schleifkontakte ausgelegt. Da die Kodierscheibe aber auch mit einer dickeren Goldbeschichtung gefertigt werden kann, und wir somit einen Gold-auf-Gold-Kontakt haben, denke ich, dass hier keine allzu großen Probleme entstehen sollten. Außerdem wird die Achse auch eher behutsam gedreht, für den DJ-Bereich ist das Ding natürlich nicht geeignet. Die Pogo-Pins mit der höchsten mechanischen Belastung dürften die sein, die als Raste dienen, aber diese haben absichtlich keine elektische Funktion.
Ein weiteres Problem könnte ein gewisse Wobbeligkeit der Spitzen der Pogo-Pins darstellen, aber diese sind eigentlich ausreichend eingedrückt, und hier kann man eventuell noch was über das Design der Kodierscheibe optimieren.
Ein weiteres Problem könnte das Drehgefühl sein. Vermutlich ist es sinnvoll, die Pogo-Pins für die Rast-Funktion bei einem mehrkanaligen Aufbau nicht bei allen Kanälen zu bestücken. Und vermutlich ist es auch sinnvoll, die Achse noch besser zu lagern. Eventuell ist das dann eine Aufgabe für den 3D-Drucker.
Was haltet ihr von diesem Konzept? Ist es einen Versuch wert, oder gibt es irgendetwas, dass ich übersehen habe?
Moin,
ich habe das Buch geschenkt bekommen und nach dem Aufschlagen erst einmal mehrere Stunden konzentriert gelesen, es macht süchtig und ist nicht nur KDs Geschichte, sondern auch die Geschichte des deutschen Jazz seit Ende des Krieges. Ein Fülle von Informationen, Anekdoten und Zeitegeschehen fließen ein. dazu gibt es noch zur jeder Etappe Bonustracks zum download.
es wird mal wieder Zeit für etwas neues mit Röhre bei mir.
Angetrieben durch den Kopfhörerverstärker von Andreas (a.j.h.) https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/show...t-der-6e5p
möchte ich auch wieder was bauen und passendes Material hat sich jetzt mehr als genug angesammelt
So wie beim Kopfhörerverstärker von Andreas möchte ich den Verstärker auch nur mit einer Stufe aufbauen aber zusätzlich noch Eingangsübertrager verbauen, dann habe ich die Möglichkeit zwischen symmetrisch und unsymmetrisch umzuschalten.
Dadurch könnte ich den Verstärker perfekt in meinem aktiven 2weger einsetzen.
Das Eisen und die PIOs sind vorhanden und das ist einiges
4,5 kOhm auf 8 Ohm Ausgangsübertrager von Ritter Elektronik mit EI96 Kernen und 0,35mm Kernblechen.
2 Lundahl 10H Drosseln passend für ein Chokeloaded Netzteil
2 Hammond 20H Drosseln
Netztrafo mit verschiedenen Abgriffen im 50 Volt Abstand von 50-500 Volt und 2 6,3 Wicklungen mit 5 Ampere
die PIOs sind von ASC mit jeweils 30uF
Das Teil muss minimalistisch aber massiv werden und eigentlich schneidert es bur mehr an der Röhrenauswahl.
Das Netzteil und das Verstärkergehäuse wird getrennt gebaut und über Militärstecker und Kabel miteinander verbunden, dadurch bleibt es auch vom Gewicht noch handhabbar.
Als Gehäuse werde ich 19 Zoll Rackgehäuse verwenden, geschlossen und unscheinbar, ohne Bling Bling.
N`abend
Wenn ich einen Bauvorschlag nachbaue der mit eckigen Kanten entworfen ist, ist es dann sinnvoll bzw. möglich diesen mit großzügigen Abrundungen an den Kanten zu versehen?
Und, wäre die Schallwandbreite dann beizubehalten und die Abrungungsradien dort anfangen zu lassen wo normalerweise die LS-Kante wäre?
Grüße
Ralf
Hallo zusammen!Vor Jahren bin ich mal sehr günstig an NOS TIW 400 gekommen. Nach zwei oder drei gescheiterten Testeinbauten wollte ich die nun endgültig mit entsprechenden MT und HT verheiraten, muss aber feststellen, dass die notwendige Größe der Gehäuse mein Platzbudget im Wohnzimmer sprengt.Mittels AJ Horn simulierte ich mal eine 120 CB mit Hochpass von 500yF, mit Dämpfung müsste ich so auf 100 l netto kommen. Für mein Wohnzimmer leider zu groß. Nun spekuliere ich mit 'nem 30er, der in max 60 l spielt oder 2 20er in ähnlichem Volumen oder weniger. Für nicht zu hohen Kurs.Frage daher:Hat jemand mit diesen TIWs eigene Erfahrung und kann ein kleineres Volumen empfehlen - oder besser verhökern? Wenn, was meint Ihr, was die noch wert wären?Danke herzlich für's Feedback.LGTonmöbel
aus einem Nachlass haben wir ein Micro Seiki DQX1000 Laufwerk, mit Technics EPA-A501H-Arm und Ortofon TMC 200 MC System und Ortofon MCA-76 Phonostufe (ein Kanal defekt) erhalten.
Das Ortofon MC-76 kann ich reparieren (Bauteile bereits bestellt). Die Nadel des TMC 200 ist defekt. Im Netz habe ich keinen Lieferanten gefunden, der einen Austausch des altes MC-System anbietet.
Gibt es noch eine Chance oder benötigen wir ein neues MC-System?
Ich bin ja eher Lötkolben- und Tastaturtäter, nicht Gehäusebauer, nicht Mechaniker....
Für mein Elektronikprojekt brauche ich ein externes Netzteil (weil's nicht mit ins vorgegebene Gehäuse passt). Das Netzteilgehäuse ist 100x160x45mm³ klein. In die aufgeschaubte 100x45mm² Stirnwand soll nun ein Netzschalter mit Sicherungshalter und Kaltgerätebuchse eingebaut werden, wozu ein rechteckiger Durchbruch in dieser Wand benötigt wird.
WIE kriege ich den da rein? Kann mir hier jemand, der Metallbearbeitung kann, vielleicht helfen? ...oder wo kann ich das machen lassen?
die Idee für dieses Projekt kam - ehrlicherweise - durch John Devore-Lautsprecher: 2-Wege auf eher breite Schallwand mit großer Pappe und zu wenig Höhe. Also eigentlich eine maximal ungünstige Mischung aus Stand- und Kompaktlautsprecher. Zugegeben, John Devore ist nicht der einzige der das so macht (beispielsweise geht der beliebte CT230 in eine ähnliche Richtung) und ich habe mich mit seinen Lautsprechern im Detail auch gar nicht beschäftigt, geschweige denn, sie gehört. Sie waren nur der Impuls über ein optisch vergleichbares Projekt nachzudenken (wobei klar sein sollte, dass die breite Schallwand nicht nur Optik ist, sondern sich auch akustisch einiges ändert).
In der Vergangenheit war mir wichtig, möglichst ausführlich und nachvollziehbar alle Details und den Verlauf der Entwicklung zu dokumentieren. Mittlerweile sehe ich das entspannter und ich kann mir eher vorstellen, immer mal wieder ein paar Häppchen rauszuhauen, so wie es in Zeiten von TikTok, Instagram und Co. üblich ist. Die Posts werden also eher kürzer, improvisierter und spontaner.
Ok, auf geht´s. Eigentlich wollte ich einen etwas spleenigen Ansatz wählen wie kleines Bändchen mit großem Tieftöner, der fast breitbänder-typisch sehr hoch und sanft ausläuft, auch auf die Gefahr hin, dass die Kiste etwas soundet. Im Endeffekt ist die Chassiswahl dann doch relativ vernünftig geworden.
Als gutmütig auslaufenden Tieftöner hatte ich eigentlich den 22er-Fiberglas-Bass der Discovery-Serie von Scan Speak im Auge, habe dann aber einen SB Acoustics SB23NRXS45-8 bei mir im Keller entdeckt, der zwar oben raus unruhiger läuft und im Mittelton etwas mehr klirrt, aber dafür im Grundton- und Bassbereich sehr nette Eigenschaften aufweist und das Klischee weich ausgehangene, leichte Pappe, die etwas mehr Volumen braucht, dafür aber schön tief geht, ausreichend bedient.
Im Hochton fiel die Wahl ebenfalls auf ein Chassis, das bei mir im Keller lag. Ein Chassis, was fast 30 Jahre alt ist und Mitte der 90er/Jahrtausendwende lange Zeit Teil meiner/unserer Abhörlautsprecher war: Scan Speak D2905/990000, früher einfach nur Revelator genannt. Damals in einer Kombination mit dem nicht mehr erhältlichen Kevlarbass von Scan Speak (8546), entwickelt von Speaker Heaven.
Zum einen passt die weiche Seidenkalotte natürlich in den konzeptionellen Ansatz, zum anderen ist die Frontplatte waveguide-ähnlich geformt und hat akustisch - wenig überraschend - auch entsprechenden Einfluss. Das kann man gut erkennen, wenn man die Winkelfrequenzgänge des Datenblattes mit dem des ansonsten baugleichen 970000 vergleicht. Die leichte Einschnürung zwischen 2 und 5kHz dürfte bei der Trennung mit einem 20er Bass nicht schaden.
Die Revelators waren über viele Jahre täglich im Betrieb (sind also schon mehr als eingespielt), aber seit fast 20 Jahre von keinen Strom mehr durchflossen worden. Deswegen habe ich sie - bevor das Konzept konkret wurde - genau wie den SB23 mal kurz vors Messmikro gehalten. Die Ergebnisse folgen dann im nächsten Post, Fotos ebenso.